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Wappen Deutschlandkarte
St. Georg fehlt noch
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Düsseldorf
Fläche: 22,15 km²
Eingemeindungsdatum: 1. Januar 1975
Postleitzahlen: 46459
Vorwahl: 02850
Webseite: www.haldern.de
Sankt Georg Haldern
"Doppeladler" Haldern

Haldern ist ein Stadtteil der Stadt Rees (Nordrhein-Westfalen) am unteren rechten Niederrhein. Der Ort hat über 5000 Einwohner.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Zu Haldern zählen die Bauernschaften Helderloh, Heeren, Herken, Wittenhorst, Sonsfeld und Aspel.

Das Gemeindegebiet ist größtenteils sehr landwirtschaftlich geprägt. Größere Waldflächen befinden sich südöstlich des Dorfes. Zudem entstand durch jahrelangen Kiesabbau im südwestlichen Teil des Ortes das Naherholungsgebiet Reeser Meer.

KlimaBearbeiten

Das Klima in Haldern ist warm und gemäßigt. Es gibt das ganze Jahr über deutliche Niederschläge in Haldern. Selbst der trockenste Monat weist noch hohe Niederschlagsmengen auf. Die Klassifikation des Klimas nach Köppen und Geiger ist Cfb. Im Jahresdurchschnitt beträgt die Temperatur in Haldern 9,8 °C. Über ein Jahr verteilt summieren sich die Niederschläge zu 770 mm auf.[1]


Klimatabelle Haldern
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 4,2 5,3 9,3 13,4 17,9 21,1 22,4 22,3 19,4 14,6 8,6 5,4 Ø 13,7
Min. Temperatur (°C) −0,5 −0,3 3,3 4,3 8,0 11,1 12,7 12,7 10,4 6,9 3,3 0,8 Ø 6,1
Temperatur (°C) 1,8 2,5 6,3 8,8 12,9 16,1 17,5 17,5 14,9 10,7 5,9 3,1 Ø 9,9
Niederschlag (mm) 64 46 59 50 64 76 77 71 62 60 67 74 Σ 770
T
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4,2
−0,5
5,3
−0,3
9,3
3,3
13,4
4,3
17,9
8,0
21,1
11,1
22,4
12,7
22,3
12,7
19,4
10,4
14,6
6,9
8,6
3,3
5,4
0,8
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
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  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: Klima: Haldern, climate-data.org, abgerufen am 23. Februar 2016

GeschichteBearbeiten

Bei Bauarbeiten zur Autobahn (A 3) im Jahr 1961 entdeckt man auf dem Colettenberg auf der Wittenhorst bei Haldern[2]

  • Reste einer Siedlung aus der Hallstattzeit (800 bis 450 vor Christus).

MittelalterBearbeiten

  • Reste eines fränkischen Gehöfts aus dem 7./8. Jahrhunderts[3]
  • Um 1000 n. Chr. wurde die Burg Aspel erstmals genannt. Erste Burgherren von Aspel waren der Edelfreie Richizo und sein Sohn und Nachfolger Godizo. Der Überlieferung nach wurde die Halderner Kirche gemeinsam mit der Reeser Stiftskirche um 1040 von Godizos Erbin Irmgard von Aspel gegründet, urkundliche Quellen oder archäologische Belege fehlen hierfür jedoch. Irmgard vermachte ihren Besitz dem Erzbistum Köln.
  • Im Zuge der Streitigkeiten um Aspel zwischen Kleve und Köln trat Haldern um 1300 als Stadt auf (Siegel der Stadt Haldern von 1307).
  • 1392 fiel Haldern endgültig an Kleve.

NeuzeitBearbeiten

  • Im Dreißigjährigen Krieg wird Haldern 1631 von marodierenden Soldaten und 1638 von kaiserlichen Truppen geplündert.

20. / 21. JahrhundertBearbeiten

  • 1927 wird aus der Bürgermeisterei das Amt Haldern.
  • Bis 1975 bleibt Haldern selbstständige Gemeinde innerhalb des Amtes Haldern. Am 1. Januar 1975 wird im Zuge des 2. kommunalen Neugliederungsprogramms das Amt Haldern aufgelöst und die Gemeinde Haldern in die Stadt Rees eingegliedert.[4]
  • Haldern feiert 1990 sein 950-jähriges Bestehen.

siehe auch: Liste zur Geschichte von Rees

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Bauwerke und Baudenkmäler

Sehenswerte Bauwerke sind die katholische Pfarrkirche St. Georg (Turm aus dem 13. und 15. Jahrhundert), die evangelische Kirche (1783), das Wesendonksche Haus (Anfang 19. Jahrhundert) sowie die Gaststätte „Doppeladler“ (19. Jahrhundert). Bei einem Großbrand wurde letztere im Jahr 2001 vollkommen zerstört und nach alten Bauplänen wieder aufgebaut. Der Battenbergturm, der zu den wenigen erhaltenen Wohntürmen im nördlichen Rheinland gehört, wurde Anfang des 16. Jahrhunderts errichtet.

Darüber hinaus liegt in der Bauerschaft Aspel das Haus Aspel, ein Schloss, das heute als Kloster und Seniorenheim genutzt wird, mit einem Landschaftspark am (Naturschutzgebiet Aspeler Meer) und einer Motte. Dieser Burghügel lässt sich auf das 10. Jahrhundert datieren.

Das Sonsfelder Schloss und das ehemalige Kloster Schledenhorst sind weitere Baudenkmäler in Haldern.


  • Haldern Pop Festival
 
Haldern Pop Festival 2006

Das seit 1984 veranstaltete Open Air Haldern Pop hat das Dorf überregional bekannt gemacht. Die Festwiese, ein Reitplatz, wird Jahr für Jahr für tausende Besucher zum Zelten hergerichtet. Der Musikstil des Open-Air-Festivals lässt sich als Rock und Pop beschreiben.

Unter anderen traten Patti Smith, Guano Apes, H-Blockx, Bob Geldof, Franz Ferdinand, Heather Nova, Jan Delay, Kate Nash, Maxïmo Park, Fettes Brot, Travis, Kings of Leon, Sportfreunde Stiller, Element of Crime, Little Boots, Mumford & Sons auf dem Festival auf.


Was die alten Linden rauschen,
mir ins frohe Herz hinein;
Immer wieder möcht' ich lauschen,
Lindendorf am Niederrhein.

Niemals kann ich dein vergessen,
wo ich wandre, wo ich bin;
Haldern, deine Linden rauschen
immer mir durch Herz und Sinn.

Deines Wappens tapfrer Reiter
möge Schutz und Schirm dir sein;
Immer blühe, nie vergehe,
Lindendorf am Niederrhein.


  • Sport
  • Der auf Kreisebene spielende Fußballverein SV Haldern wurde 1920 gegründet und ist am Lindenstadion beheimatet. Er hat die Abteilungen Laufen, Tennis, Fußball, Handball und Volleyball.[5]
  • Einer der drei Einstiege in den barrierefreien Laufpark "Rund um das Reeser Meer" liegt bei Haldern.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

SchienenverkehrBearbeiten

Der Haltepunkt Haldern liegt an der zweigleisigen elektrifizierten Bahnstrecke Oberhausen–Arnhem. Dort hält im Schienenpersonennahverkehr stündlich der RE 19 (Rhein-IJssel-Express).

Schienenpersonennahverkehr
Linie/Name Zuglauf Takt Betreiber
RE 19
Rhein-IJssel-Express
Arnheim – Emmerich – Haldern – Wesel – Oberhausen – Duisburg – Düsseldorf 60 min Abellio Rail NRW

Im Rahmen der Betuwe-Linie soll ein drittes Gleis gebaut werden, damit der zunehmende Güterverkehr nicht den Personennahverkehr unmöglich macht.Vorlage:Zukunft/In 4 Jahren Zurzeit trägt der Haltepunkt noch den Namen Haldern (Rheinl). Zukünftig wird er den Namen Rees-Haldern tragen.

StraßenBearbeiten

Haldern wird durch die Landesstraße 7 (L7), ein ehemaliger Teil der Bundesstraße 8 (B8) an das Fernstraßennetz angebunden. Die Bauerschaften Helderloh und Wittenhorst grenzen an die A 3 (E 35) an. Nahegelegene Autobahnabfahrten sind die Anschlussstellen Rees/Isselburg und Hamminkeln/Bocholt.

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Hermann Hinz: Ausgrabungen auf der Wittenhorst in Haldern, in: Kreisverwaltung Rees (Hg.): Heimatkalender Landkreis Rees 1963, Rheinberg 1962, S. 63–66.
  • Heimatverein Haldern e. V. (Hg.): Haldern einst und jetzt : HEJ. Zeitschrift, 2× jährlich, Haldern 1968−(laufend)
  • Helmut Rotthauwe genannt Löns: Land an Rhein und Issel und die böse Sieben. Amt Haldern, Haldern 1975
  • Heimatverein Haldern e. V. (Hg.): Haldern – 950 Jahre. Haldern 1990
  • Raum 3 Veranstaltungsgesellschaft mbH i. G. (Hg.): 13 Jahre Halderner Open Air Festival am Niederrhein : eine Bildergeschichte von Steckdosen, Popmusikanten & dem Spirit of Freedom and Landluft unter freiem Himmel ; ein Buch von und über Raum 3. Cyrener, Rees-Haldern 1996, ISBN 3-9804979-0-9
  • Erich Schüttpelz: Adelsfamilie v. Wittenhorst-Sonsfeld in Haldern 1145-1845. Haldern 1999

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Klima: Haldern, climate-data.org, abgerufen am 23. Februar 2016
  2. S. H. Hinz: Ausgrabungen auf der Wittenhorst in Haldern, in: Heimatkalender Landkreis Rees 1963, Rheinberg 1962, S. 63–66.
  3. S. H. Hinz: Ausgrabungen auf der Wittenhorst in Haldern, in: Heimatkalender Landkreis Rees 1963, Rheinberg 1962, S. 63–66.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 297.
  5. Informationen zum Verein

WeblinksBearbeiten

  Commons: Haldern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


Koordinaten: 51° 47′ N, 6° 28′ O