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Gloria Grahame

US-amerikanische Schauspielerin

LebenBearbeiten

Grahame war die Tochter eines Architekten und einer Theaterschauspielerin, die später Schauspiellehrerin wurde. Früh begann sie als Kind Theater zu spielen und brach deshalb auch ihre Schullaufbahn frühzeitig ab, um mit einem Theater auf Tournee zu gehen. Sie schaffte es bis zum New Yorker Broadway, wo sie in den 1940er Jahren von Hollywoodproduzent Louis B. Mayer für den Film entdeckt wurde. Ihr Filmdebüt gab sie 1944. Erste Aufmerksamkeit erregte sie in einer Nebenrolle in Frank Capras Ist das Leben nicht schön? (1946). Sie glänzte zwar auch als Musicalstar in Oklahoma! (1955), doch spielte sie meist verruchte oder schwierige Charaktere wie z. B. in Fritz Langs Lebensgier (1954), der Neuverfilmung des Klassikers Bestie Mensch. Zweimal war sie für einen Oscar nominiert: 1948 und 1953. 1953 erhielt sie die Trophäe für ihre Nebenrolle in Stadt der Illusionen. Nach 1956 ließ der Erfolg vor allem auf Grund privater Probleme deutlich nach.

Gloria Grahame war insgesamt viermal verheiratet, zuerst von 1945 bis 1948 mit dem Schauspieler Stanley Clements. Ihr zweiter Ehemann war der Regisseur Nicholas Ray (Heirat 1948, Scheidung 1952), ihr vierter dessen Sohn Tony (Heirat 1960, Scheidung 1974), mit dem sie bereits während ihrer Ehe mit Nicholas ein Verhältnis hatte, wobei Tony noch minderjährig war.[1] Mit Nicholas hat sie ein, mit Anthony zwei ihrer vier Kinder. Zwischen beiden Ehen war sie noch mit dem Drehbuchautor und Regisseur Cy Howard verheiratet, mit dem sie eine Tochter, Paulette, hatte.

Im Jahre 1976 wurde bei Grahame Brustkrebs diagnostiziert.[2] Sie starb 1981 im Alter von 57 Jahren im St. Vincent's Hospital in Manhattan an den Folgen einer Krebserkrankung in Verbindung mit einer Bauchfellentzündung.[2][3] Gloria Grahame wurde auf dem Oakwood Memorial Park in Chatsworth, Kalifornien beigesetzt.[4]

In dem Film Film Stars Don’t Die in Liverpool (2017) wird sie von Annette Bening dargestellt.

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

AuszeichnungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Hans Schmid: An einem einsamen Ort: Der American Dream zwischen Humphrey Bogart und Donald Trump. In: Telepolis. Abgerufen am 18. Juni 2017.
  2. a b nytimes.com: Gloria Grahame, 55, Motion Picture Actress, dies Artikel vom 8. Oktober 1981 (englisch)
  3. brightlightsfilm.com: Fatal Instincts: The Dangerous Pout of Gloria Grahame Artikel vom 30. April 2008 (englisch)
  4. knerger.de: Das Grab von Gloria Grahame