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George N. Papanicolaou

griechisch-amerikanischer Arzt und Pathologe
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George Papanicolaou.

George Nicholas Papanicolaou, griechisch Γεώργιος Νικολάου Παπανικολάου, Georgios Nikolaou Papanikolaou (* 13. Mai 1883 in Kymi auf Euböa, Griechenland; † 19. Februar 1962 in Miami, USA), war ein griechischer Pathologe.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

George N. Papanicolaou wurde als Sohn des Arztes Nikolaos Papanikolaou auf Euböa geboren. Als begabter Schüler wurde er nach Athen geschickt und besuchte die Nationale und Kapodistrias-Universität Athen, an welcher er mit nur 21 Jahren 1904 seinen Medizinabschluss erhielt. Anschließend leistete er seinen Wehrdienst. Wenngleich er dem Wunsch der Familie nicht nachkam, fortan als Militärarzt zu arbeiten, unterstützte ihn diese finanziell, einen Promotionsstudiengang der Biologie in Deutschland zu beginnen. Nach kurzen Stationen in Jena und Freiburg ging er an die Ludwig-Maximilians-Universität München, wo er 1910 promoviert wurde. Während er in Griechenland noch mit dem Gedanken spielte, Musiker zu werden, und gut Geige spielte, galt sein Interesse in Deutschland der Philosophie; er studierte die Schriften von Kant und Schopenhauer und vor allem Nietzsche. Letztendlich war es die Vertiefung in der Philosophie, die ihn davon abhielt, je als praktizierender Arzt tätig zu werden.

Anschließend ging er nach Athen, wo er seine Verlobte Andromachi Mavrogeni heiratete. 1911 folgte George Papanicolaou einer Einladung, am Ozeanographischen Institut in Monaco zu arbeiten. Mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs kam die Forschung dort nahezu zum Erliegen. Er beschloss, sich als Auswanderer in die USA zu melden. In New York angekommen, arbeitete er vorerst als Journalist einer griechischsprachigen Zeitung. Seine Frau verzichtete auf das Kinderkriegen, da sie fürchtete dadurch Zeit zu verlieren, in der sie mit ihm gemeinsam hätte forschen können; sie selbst verzichtete darauf, als Autorin gemeinsamer Publikationen genannt zu werden, mit dem Gedanken, dass eine Person in der Öffentlichkeit mehr erreichen könnte als zwei. George Papanicolaou bewarb sich erfolgreich um eine Arbeitsstelle am New York Hospital, wo er zunächst als Pathologe tätig wurde.

1916 begann er als Mitarbeiter der gynäkologischen Abteilung an die Cornell University, wo er seine Forschungstätigkeit aufnahm.

ForschungBearbeiten

Seine wichtigste Entwicklung war der so genannte Papanicolaou-Abstrich (kurz: Pap-Abstrich), mit dem eine frühe zytologische Diagnose des Gebärmutterhalskrebses in Reihenuntersuchungen möglich wurde. Erstmals durchgeführt hat Papanicolaou den Abstrich 1923, jedoch veröffentlichte er erst 1928 die Ergebnisse.

1923 wurde er an der Cornell University New York zum Assistant-Professor und 1937 zum Associate-Professor ernannt, wo 1947 auch sein Berufung zum ordentlichen (full) Professor erfolgte und er Direktor des Depart. of Clinical Anatomy wurde.[1]

Die Häufigkeit des Gebärmutterhalskrebses wurde in Folge der Einführung des Pap-Tests in der gynäkologischen Praxis erheblich reduziert, die Sterblichkeit bei Gebärmutterhalskrebs ging um zwei Drittel zurück.[2]

Diese Untersuchung wird noch heute bei Frauenärzten routinemäßig durchgeführt. Durch diese einfache und kostengünstige Methode ließ und lässt sich das Vorkommen des Gebärmutterhalskrebses, vor allem durch Erkennen der frühen, noch nicht invasiven und leicht operativ entfernbaren Vorformen, deutlich reduzieren. Ferner wurde so auch die Radikalität der notwendigen Operation verringert.

Er starb 1962 in Miami (Florida) an einem Herzinfarkt. In New Jersey wurde er beerdigt.

Auszeichnungen und EhrungenBearbeiten

SchriftenBearbeiten

  • New Cancer Diagnosis. 1928.
  • mit H. F. Traut: Diagnosis of Uterine Cancer by the Vaginal Smear. The Commonwealth Fund, New York 1943.

LiteraturBearbeiten

  • D. E. Carmichael: The Pap Smear. Life of George Nicholas Papanicolaou. Springfield 1973.
  • Peter Schneck: Papanicolaou, George Nicholas. In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin/New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 1096.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Peter Schneck: Papanicolaou, George Nicholas. 2005, S. 1096.
  2. PAP-Test (Krebsabstrich), abgerufen am 15. Januar 2015