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Geert Müller-Gerbes

deutscher Journalist und Moderator

Geert Müller-Gerbes (* 18. September 1937 in Jena) ist ein deutscher Journalist und Fernsehmoderator.

Müller-Gerbes wuchs im Harz auf und zog später mit seinen Eltern nach Aalen. Nach dem Abitur begann er ein Volontariat bei der Heidenheimer Zeitung. Danach studierte er an der FU Berlin Geschichte, Soziologie und Rechtswissenschaft, brach das Studium aber nach 6 Jahren ab. Im Laufe seines Lebens war Müller-Gerbes für IBM (in der Presseabteilung), den Tagesspiegel, den RIAS und den SFB tätig.

1969 wurde er Pressereferent des Bundespräsidenten Gustav Heinemann (bis 1974). Anschließend war Müller-Gerbes noch für wenige Monate Sprecher des Ministeriums für Jugend, Familie und Gesundheit. 1976 kam Müller-Gerbes zu Radio Luxemburg und arbeitete für den Sender als Deutschlandkorrespondent in Bonn. Ab 1984 war er zusätzlich Chefkorrespondent für den RTL-Hörfunk und später auch für den neuen Privatfernsehsender RTL plus.

Ab 1985 moderierte Müller-Gerbes auf RTL plus die Talkrunde Bonnfetti, die aus dem Bonner Contra-Kreis-Theater gesendet wurde. Vom 4. Februar 1988 bis zum 14. Juni 1992 war er Gastgeber der Sendung Die Woche – Menschen im Gespräch (ebenfalls auf RTL plus). Ab dem 8. Februar 1992 moderierte Müller-Gerbes dann die Verbraucher-Sendung Wie bitte?! (RTL plus/RTL), ein Format, welches Zuschauerprobleme öffentlich machte und in kleinen Sketchen massenwirksam darstellte. Die Sendung lief zum letzten Mal am 13. März 1999. 2000 gab er die Co-Moderation der WDR-Talkshow ab, die er seit 1999 zusammen mit Sabine Scholt moderiert hatte, und zog sich ins Privatleben zurück. Offizielle Gründe waren inhaltliche Differenzen, doch Müller-Gerbes sprach von „Karrierehunger der Redaktion“ und „Respektlosigkeit des Senders“.[1]

Seit 2003 veröffentlicht Müller-Gerbes Kinderbücher. Gelegentlich moderiert er noch Veranstaltungen in seinem Wohnort Bonn-Niederholtorf und Umgebung. Müller-Gerbes engagiert sich auch sozial; so war er jahrelang Schirmherr der Bonner Tafel.

AuszeichnungenBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Christoph Becker: Stille Tage in Niederholtorf, Zeit online, 20. Juli 2000

WeblinksBearbeiten