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Günter Winands

deutscher Politiker, Staatssekretär in Nordrhein-Westfalen
Günter Winands, 2015

Günter Winands (* 12. Dezember 1956 in Grotenrath, jetzt Geilenkirchen) ist ein deutscher politischer Beamter. Er war von 2005 bis 2010 Staatssekretär im Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen. Seit 2013 ist er Ministerialdirektor und Amtschef bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Leben und BerufBearbeiten

Nach dem Abitur in Übach-Palenberg studierte Winands von 1976 bis zur Ersten juristischen Staatsprüfung 1982 Rechts- und Politikwissenschaften an der Universität Bonn. Er war Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung. Parallel zur Referendariatszeit arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl von Josef Isensee und studierte Verwaltungswissenschaft an der DHV Speyer. 1986 erfolgte die Zweite juristische Staatsprüfung. 2013 promovierte Winands zum Dr. jur. mit der Dissertation „Der Schulversuch. Historische Entwicklung und geltendes Recht“ an der juristischen Fakultät der Universität Bonn.

Nach seiner juristischen Ausbildung wurde Winands 1986 wissenschaftlicher Mitarbeiter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion als Referent des damaligen Justitiars Manfred Langner. 1990 wechselte er in das Bundeskanzleramt und war dort ab 1991 bis 1998 Leiter des Kabinett- und Parlamentsreferats und Ständiger Protokollführer des Bundeskabinetts, beides in der Leitungsgruppe beim Chef des Bundeskanzleramtes, zunächst bei Bundesminister Rudolf Seiters, danach bei Bundesminister Friedrich Bohl. Von 1999 bis zu seiner Ernennung zum Staatssekretär war er in unterschiedlichen Funktionen bei der/dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien tätig, zuletzt als Ministerialdirigent zuständig für Grundsatzfragen und rechtliche Rahmenbedingungen der Kultur sowie zentrale Angelegenheiten. Er war dabei u. a. Leiter des Aufbaustabes der Kulturstiftung des Bundes (2002/2003) und Verhandlungsführer des Bundes in der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Systematisierung der Kulturförderung in Deutschland (2001–2005). Vom 1. Juli 2005 bis zur Ablösung der Regierung Rüttgers durch die Regierung Kraft I im Juli 2010 war Winands Staatssekretär in dem von Barbara Sommer (CDU) geführten Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen. Er war dabei u. a. Mitglied im ersten Stiftungsrat der Stiftung Jedem Kind ein Instrument. Seit 2011 ist Winands erneut bei der/dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien tätig, zunächst als Leiter der Gruppe Medien und Film, Internationales, seit 2013 als Amtschef und damit verbunden als Abteilungsleiter für Kultur und Medien im Bundeskanzleramt. Er nimmt eine große Zahl von Gremienmitgliedschaften in gesamtstaatlich bedeutsamen Kultur- und Medieneinrichtungen wahr (u. a. Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Klassik Stiftung Weimar, Deutsche Nationalbibliothek, Deutsches Historisches Museum, Bayreuther Festspiele, Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Bundeskunsthalle, Stiftung Deutsche Kinemathek) und ist Mitglied im Rundfunkrat der Deutschen Welle.

Winands ist römisch-katholischer Konfession, verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Günter Winands – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien