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Jüdisches Museum Berlin

größtes jüdisches Museum Europas
Das Jüdische Museum mit dem Libeskind-Bau rechts, 2017

Das Jüdische Museum Berlin ist das größte jüdische Museum Europas. Es gibt dem Besucher in der Dauerausstellung einen Überblick über 1700 Jahre deutsch-jüdischer Geschichte, darunter Höhe- und Tiefpunkte der Beziehungen zwischen Juden und Nichtjuden in Deutschland. Seit dem 11. Dezember 2017 wird die Dauerausstellung modernisiert und ist für Besucher nicht zugänglich. Die Eröffnung der neuen Dauerausstellung ist für 2020 geplant.[1] Das Museum zeigt währenddessen die Ausstellung „A wie Jüdisch“ in der Eric F. Ross Galerie.

Zum Museum zählen außerdem ein Archiv, eine Bibliothek und die Akademie. Diese Einrichtungen dienen dazu, jüdische Kultur und jüdisch-deutsche Geschichte zu vermitteln.

Inhaltsverzeichnis

Lage und SituationBearbeiten

Das Museum in der Lindenstraße 9–14 im Berliner Ortsteil Kreuzberg besteht aus dem Altbau des barocken Kollegienhauses (ehemals: Kammergericht) und dem zickzackförmigen Neubau des US-amerikanischen Architekten Daniel Libeskind. Auf der gegenüberliegenden Seite der Lindenstraße entstand seit 2011 in der ehemaligen Blumengroßmarkthalle die Akademie des Jüdischen Museums, ebenfalls nach einem Entwurf von Libeskind. In der Akademie befinden sich das Archiv, die Bibliothek, die Museumspädagogik, der Garten der Diaspora und ein Veranstaltungssaal.[2] Die Umbaukosten von knapp zwölf Millionen Euro trug mehrheitlich der Bund.[3]

Das Museum ist eine Stiftung öffentlichen Rechts in der Verantwortung des Bundes.[4][5] Direktor war vom 1. September 2014 bis zu seinem Rücktritt am 15. Juni 2019[6] Peter Schäfer, nachdem zuvor W. Michael Blumenthal die Institution 17 Jahre lang geführt hatte.[7][8] Von Februar 2017 bis Januar 2019 war Léontine Meijer-van Mensch Programmdirektorin des Jüdischen Museums Berlin und Stellvertreterin des Direktors.[7] Zur Leitung des Museums gehören außerdem Bülent Durmus und Martin Michaelis.[7]

Von der Eröffnung 2001 bis Ende 2016 hatte das Museum mehr als 10,8 Millionen Besucher und zählt zu den meistbesuchten Museen Deutschlands.[9]

Entstehung des MuseumsBearbeiten

 
Ehemaliges Jüdisches Museum in der Oranienburger Straße 31 in Berlin-Mitte, links neben der Neuen Synagoge, 2009

Am 24. Januar 1933,[10] sechs Tage vor der „Machtergreifung“ des NS-Regimes, wurde Berlins erstes Jüdisches Museum eröffnet. Unter der Leitung von Karl Schwarz entstand damit neben der Neuen Synagoge in der Oranienburger Straße das weltweit erste Jüdische Museum, das neben Kunstwerken und historischen Zeugnissen der jüdischen Vergangenheit auch jüdische Kunst der Moderne sammelte und ausstellte.[11] Die Kunstsammlung wurde als Beitrag zur deutschen Kunstgeschichte verstanden. Als eine der letzten Ausstellungen wurde eine Retrospektive über Alexander und Ernst Oppler gezeigt.[12]

Am 10. November 1938 (während der Novemberpogrome) wurde das Museum durch die Geheime Staatspolizei geschlossen und das Museumsinventar beschlagnahmt. Heute befinden sich Teile dieser Kunstsammlung im Skirball Cultural Center in Los Angeles und im Israel-Museum in Jerusalem.[11] Zum 300. Jahrestag der Jüdischen Gemeinde zu Berlin im Jahr 1971 entstand anlässlich der Ausstellung Leistung und Schicksal des Berlin Museums im Gebäude des alten Kammergerichts die Idee einer Neugründung des Museums. Aus der Jüdischen Abteilung des ehemaligen Berlin-Museums für Berliner Geschichte entstand das neue Jüdische Museum.

Daniel Libeskind gewann 1989 mit seinem Entwurf den ersten Preis eines Architektenwettbewerbs für die Erweiterung des Berlin-Museums. 1992 wurde der Grundstein für den Neubau gelegt. Während der Bauphase gab es heftige Diskussionen über die Nutzung des Neubaus und die Stellung der Jüdischen Abteilung. Am 1. Juni 1994 wurde Amnon Barzel zum Direktor des Jüdischen Museums, das zunächst weiter nur Teil des Berlin Museums war, berufen. Er setzte sich für dessen rechtliche Eigenständigkeit ein.[13] Im Dezember 1997 folgte ihm W. Michael Blumenthal, der ebenfalls auf der Gründung eines eigenständigen jüdischen Museums im Altbau und im Neubau des Berlin-Museums bestand. Am 1. Januar 1999 wurde das Jüdische Museum als Einrichtung des Landes Berlin gegründet. Schon zu diesem Zeitpunkt war der noch leere Neubau für Besucher geöffnet; er wurde mit dem Deutschen Architekturpreis 1999 gewürdigt. Unter der Leitung des neuseeländischen Projektdirektors Ken Gorbey wurde die Dauerausstellung des Jüdischen Museums in achtzehn Monaten entwickelt. Nach der feierlichen Gala-Eröffnung am 9. September 2001 war das Museum am 13. September 2001 für das Publikum zugänglich. Wegen der Terroranschläge am 11. September 2001 wurde der ursprünglich geplante Eröffnungstermin um zwei Tage verschoben. Der 14. Deutsche Bundestag verabschiedete 2001 das Gesetz zur Errichtung einer Stiftung Jüdisches Museum Berlin. Als bundesunmittelbare Stiftung ist das Museum eine eigenständige juristische Person des öffentlichen Rechts und Bestandteil der mittelbaren Staatsverwaltung des Bundes.

StiftungsratBearbeiten

Der Stiftungsrat des Jüdischen Museums Berlin besteht laut Stiftungsgesetz aus sieben bis zwölf Mitgliedern. Dies sind derzeit:[14]

Vorsitzende:

  • Monika Grütters – MdB, Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin und Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

Weitere Mitglieder:

Stellvertretende Mitglieder:

  • Daniel Botmann – Geschäftsführer des Zentralrats der Juden in Deutschland
  • Herlind Gundelach – Senatorin a.  D.
  • Johannes Kahrs – MdB
  • Martin Kelleners – Ministerialdirigent, Bundesministerium der Finanzen
  • Michael Naumann – Staatsminister a.  D. und Direktor der Barenboim-Said Akademie gGmbH
  • Peter Raue – Rechtsanwalt und Partner, Raue LLP
  • Christine Regus – Leiterin des Referats für Archive, Bibliotheken, Gedenkstätten, Museen und Bildende Kunst, Senatsverwaltung für Kultur und Europa
  • Stephan Steinlein – Staatssekretär, Chef des Bundespräsidialamtes
  • Günther Winands – Abteilungsleiter bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

Architektur und GebäudeBearbeiten

Das Jüdische Museum Berlin besteht im Wesentlichen aus zwei Gebäuden, dem barocken Altbau des Kollegienhauses und dem Neubau im Stil des Dekonstruktivismus von Daniel Libeskind. Beide Häuser haben keine oberirdisch sichtbare Verbindung; sie sind durch das Untergeschoss miteinander verbunden. Oberirdisch an den Altbau ist ein weiterer Neubau angeschlossen, der als Gruppeneingang und Gruppengarderobe dient und auch einen Zugang zum Garten bietet. Von der Lindenstraße aus gesehen ist dieser Bau durch das große Hoftor verdeckt. Teile der Verwaltung und andere Abteilungen sind in der gegenüberliegenden W. Michael Blumenthal Akademie untergebracht. Im September 2007 eröffnete das Museum den neuen Glashof, der nach einem Entwurf von Daniel Libeskind entstand. Das Glasdach überspannt den Innenhof des barocken Altbaus. Seit Ende 2012 wird das Ensemble durch die gegenüberliegende Akademie des Jüdischen Museums Berlin in der ehemaligen Blumengroßmarkthalle ergänzt.

KollegienhausBearbeiten

 
Kollegienhaus, 2006
 
Der ehemalige Ehrenhof (Gartenseite)

Das Kollegienhaus wurde 1735 nach Plänen von Philipp Gerlach gebaut und beherbergte früher das preußische Kammergericht. Als dieses 1913 in den Neubau am Kleistpark verlegt wurde, brachte man hier das Berliner Konsistorium unter.

Im Zweiten Weltkrieg wurde es bis auf die Außenmauern zerstört. Zunächst war die vollständige Niederlegung für eine Autobahntangente (geplante A 106) vorgesehen. Erst 1963 bis 1969 erfolgte der Wiederaufbau. Bevor das Jüdische Museum das Haus bezog, war es Sitz des stadtgeschichtlichen Berlin Museums.

Heute sind im Altbau der Eingangsbereich mit Sicherheitskontrolle, Kasse, Information, Garderobe, Museumsshop und Restaurant sowie Sonderausstellungsräume, ein Auditorium und Büros untergebracht. Der überdachte Innenhof (Glashof) dient als Aufenthaltsbereich und Veranstaltungsraum.

Libeskind-BauBearbeiten

Die Architektur des zickzackförmigen Neubaus, dessen feierliche Eröffnung am 23. Januar 1999 erfolgte,[15] zeichnet sich durch eine Titan-Zink-Fassade, ungewöhnlich geformte Fenster, viele spitze Winkel in den Wänden, geneigte Böden und grauen Sichtbeton aus.

Durch den Eingangsbereich im Altbau gelangen Besucher über eine schwarze Schiefertreppe ins Untergeschoss des Neubaus und von dort aus zur Hauptausstellung des Museums sowie kleineren temporären Ausstellungen.

AchsenBearbeiten

Nach dem Betreten des Neubaus trifft man zunächst auf drei sich kreuzende schiefe „Achsen“: die Achse der Kontinuität, die an einer hohen, zur Dauerausstellung führenden Treppe endet, die Achse des Exils und die Achse des Holocaust.

Garten des ExilsBearbeiten

 
Außenansicht mit Garten des Exils

Die Achse des Exils führt aus dem Gebäude hinaus in den Garten des Exils, eine tiefer liegende quadratische Fläche, deren begrenzende Betonmauern die Sicht in die Umgebung verhindern. Im Garten des Exils stehen 49 sechs Meter hohe Betonstelen auf einem schiefen Grund, auf denen Ölweiden gepflanzt sind, da Ölbäume, die in der jüdischen Tradition Frieden und Hoffnung symbolisieren, das Klima nicht vertragen würden. Die Zahl 49 nimmt Bezug auf das Gründungsjahr des Staates Israel, 1948, während die 49. Stele in der Mitte für Berlin steht. 48 Stelen sind mit Erde aus Berlin gefüllt, die 49. Stele in der Mitte enthält Erde aus Jerusalem.[16] Des Weiteren ist die Zahl Sieben im Judentum (7 × 7 = 49) eine heilige Zahl.

Man soll im Garten die Erfahrung des Exils hautnah erfahren. Der Besucher fühlt sich erst fremd, dann ist der Gang durch den Garten geprägt von Unsicherheit, denn aufgrund des schiefen Bodens gerät man leicht ins Taumeln und die Betonsäulen beschränken die Sicht ungemein. Im Frühsommer, während der Blütezeit der Ölweiden, wirkt der Garten aufgrund des starken unbekannten Duftes noch fremder.

Die Ähnlichkeit des Gartens des Exils mit dem Stelenfeld des Denkmals für die ermordeten Juden Europas war 1999 Anlass für Plagiatsvorwürfe von Libeskind gegen dessen Architekten Peter Eisenman; der Streit konnte beigelegt werden.

Holocaust-TurmBearbeiten

 
Holocaustturm

Die Achse des Holocaust endet am Holocaust-Turm. Dies ist ein dunkler, kalter, hoher Gedenkraum, in den nur durch eine Spalte in der Decke Tageslicht eindringt. Auf die meisten Menschen wirkt dieser Raum beklemmend und unfassbar. Der Raum hat jedoch nur symbolische Bedeutung und ist nicht etwa der Nachbau einer Gaskammer, wie viele Besucher denken. In etwa zweieinhalb Metern Höhe gibt es eine für Wartungsarbeiten angebrachte Leiter im Turm, die bis zur Decke führt. Nach Meinung mancher Besucher dient diese als Rettungsweg oder als Symbol für das Unerreichbare.

VoidsBearbeiten

Im Museumsneubau gibt es mehrere sogenannte „Voids“, die sich auf einer geraden Linie angeordnet durch den Zickzackbau ziehen. Die Voids sind vollkommen leere Räume, die sich vom Keller bis zum obersten Geschoss erstrecken. Sie sind mit Ausnahme des „Memory Voids“ von der Dauerausstellung aus nicht begehbar, von manchen Stellen aus aber einsehbar. Sie sollen an die Leerstellen erinnern, die der Holocaust, aber auch die Vertreibungen und Pogrome, denen Juden in den Jahrhunderten zuvor in Deutschland zum Opfer fielen, hinterlassen haben.

GlashofBearbeiten

Nach einem 2005 errichteten Gruppeneingang bildet der Glashof nach dem Entwurf Sukkah (hebräisch für ‚Laubhütte‘) von Daniel Libeskind seit September 2007 die zweite bauliche Erweiterung des Museums. Ein Glasdach überspannt den 670 m² großen Innenhof des U-förmigen barocken Altbaus, dem ehemaligen Kollegienhaus, und wird von vier freistehenden Stützenbündeln aus Stahl getragen. Mit diesem Entwurf bezieht sich Daniel Libeskind auf das jüdische Laubhüttenfest Sukkot, einem frühen Erntedankfest, das seit der Zeit des Exils in Erinnerung daran gefeiert wird, dass die Israeliten während der Wüstenwanderung in Hütten gelebt haben. Mit dem Glashof verfügt das Museum über einen Veranstaltungsraum für rund 500 Personen. Er passt sich dem Altbau an, indem das Glasdach nur an wenigen Punkten mit dem Altbau konstruktiv verbunden ist und der Anschluss durch eine abgesetzte, niedrigere gläserne Fuge erfolgt. Neun Scheibentypen, die je zweimal gespiegelt zueinander in die Fronten eingebaut sind, erzeugen ein lebhaftes Relief der großen Oberfläche.

GartenBearbeiten

Der Garten hinter dem Altbau wurde 1986–1988 nach einem Entwurf von Hans Kollhoff und Arthur A. Ovaska angelegt.[17] Er wurde als Gartendenkmal in die Denkmalliste des Berliner Landesdenkmalamtes aufgenommen.[18] Die Gestaltung der Freiflächen um den Libeskind-Bau herum stammt von den Berliner Garten- und Landschaftsarchitekten Cornelia Müller und Jan Wehberg.[19] Dafür nahmen sie Elemente des Libeskind-Baus – wie etwa die Voids – auf und schufen unterschiedliche Bedeutung tragende Bereiche, wie beispielsweise einen Rosenhain, der für das historische Jerusalem steht.[20] Ein aus verschiedenfarbigen Natursteinen gebildetes Bodenrelief umspielt Teile des Gebäudes; insbesondere der von der Zickzack-Form dreiseitig begrenzte Paul-Celan-Hof wird von dem Relief ästhetisch geprägt. Eine Grafik von Gisèle Celan-Lestrange diente dafür als Vorlage.

W. Michael Blumenthal AkademieBearbeiten

 
Die W. Michael Blumenthal Akademie in der ehemaligen Blumengroßmarkthalle

Daniel Libeskind entwarf auch den Erweiterungsbau in der ehemaligen Blumengroßmarkthalle von Bruno Grimmek auf der Westseite der Lindenstraße. Die feierliche Eröffnung und Benennung in Eric F. Ross Bau nach dem Mäzen fand am 17. November 2012 statt.[21] Die Akademie beherbergt einen Veranstaltungssaal, das Archiv, die Bibliothek sowie Räumlichkeiten für diverse Bildungsangebote und wissenschaftliche Mitarbeiter. Die Bauten sind um den Garten der Diaspora im Lichthof des Gebäudes herumgruppiert. Die Pflanzen aus unterschiedlichen Klimazonen sind auf stählernen Podesten ohne direkten Kontakt zur Erde und mit nur wenig natürlichem Licht untergebracht.

Der Platz vor der Akademie heißt seit April 2013 Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz. Der Benennung ging eine längere Diskussion auf Bezirksebene voraus, an der sich das Jüdische Museum beteiligte.[22]

Mit der Akademie will das Jüdische Museum Berlin einen Ort der Forschung und Diskussion schaffen. Man will sich nicht allein der jüdischen Geschichte und Gegenwart widmen, sondern das Spektrum um die Themen Migration und Diversität erweitern[23] und „eine Plattform (bieten) für die Auseinandersetzung mit Deutschland als Einwanderungsland und der damit verbundenen Pluralisierung der Gesellschaft“.[24]

Im Jahr 2012 eröffnete das Museum die W. Michael Blumenthal Akademie und erweiterte damit seine inhaltlichen Schwerpunkte.[25] Hinzu kamen zum einen das Jüdisch-Islamische Forum und zum anderen Migration und Diversität mit dem Themenschwerpunkt Erinnerungskultur(en) in der Migrationsgesellschaft.[25] Hier werden auch die Perspektiven anderer religiöser und ethnischer Minderheiten aufgezeigt.[26] Der Blick richtet sich nicht nur auf die Beziehung zwischen Mehrheitsbevölkerung und einzelnen Minderheiten, sondern es wird vor allem der Austausch und die Vernetzung von Minderheiten untereinander gefördert.[26]

Die Akademieprogramme umfassen Lesungen, Konferenzen, Workshops und Podiumsdiskussionen.[25]

Mit dem Lars Day Preis – Zukunft der Erinnerung zeichnen die Akademieprogramme seit 2016 zusammen mit der Lars Day Stiftung Projekte und Initiativen aus, „die in kreativer und zukunftsweisender Form das Gedenken an die nationalsozialistischen Verbrechen weitertragen und Verantwortung für eine Gegenwart und Zukunft ohne Hass und Ausgrenzung übernehmen“.[27]

AusstellungenBearbeiten

Ständige AusstellungBearbeiten

Seit dem 11. Dezember 2017 wird die Dauerausstellung im ersten und zweiten Obergeschoss des Libeskind-Baus modernisiert und ist für Besucher nicht zugänglich. Die Eröffnung der neuen Dauerausstellung ist für Frühjahr 2020 angesetzt.[1]

Die bisherige Dauerausstellung Zwei Jahrtausende deutsch-jüdischer Geschichte vermittelte einen Blick auf Deutschland aus der Sicht seiner jüdischen Minderheit. Sie begann mit den mittelalterlichen SchUM-Städten am Rhein, Speyer, Worms und Mainz.

 
Kopie des Modells der Mikwe in Speyer von Otto Martin aus dem Jahr 1911 im Jüdischen Museum Berlin. Das Original ist im Museum SchPIRA im Judenhof Speyer. Leihgabe des Historischen Museums der Pfalz, Speyer[28]

Den Barock erlebten die Besucher durch Glikl bas Judah Leib (1646–1724, alias Glückl von Hameln) und deren Tagebuch, das ihr Leben als jüdische Kauffrau in Hamburg veranschaulichte. Das 18. Jahrhundert wurde durch das intellektuelle und persönliche Erbe des Philosophen Moses Mendelssohn (1729–1786) erfahren. Ergänzt wurden diese Sichtweisen durch die Beschreibung jüdischen Lebens am Hof und auf dem Land. Das Bild der Emanzipation des 19. Jahrhunderts war von Optimismus, sozialen und politischen Errungenschaften und zunehmendem Wohlstand geprägt. Doch auch die Rückschläge und Enttäuschungen für die jüdischen Gemeinden jener Zeit wurden thematisiert. Die Erlebnisse deutsch-jüdischer Soldaten des Ersten Weltkriegs standen am Anfang der Darstellung des 20. Jahrhunderts. In der Sektion über den Nationalsozialismus sahen Besucher, wie deutsche Juden auf ihre zunehmende Diskriminierung reagierten und wie dies beispielsweise zu Neugründungen jüdischer Schulen und Sozialdienste führte. Die Ausgrenzung und Vernichtung der Juden setzte diesen Initiativen jedoch ein baldiges Ende. Nach der Schoa fanden sich 250 000 Überlebende in Lagern für Displaced Persons wieder, wo sie auf eine Emigrationschance warteten. Zugleich entstanden neue kleine jüdische Gemeinden in Ost und West. Am Ende der Ausstellung wurden zwei große NS-Prozesse der Nachkriegszeit thematisiert: der Frankfurter Auschwitz-Prozess (1963–1965) und der Majdanek-Prozess in Düsseldorf (1975–1981). Den Schluss des Ausstellungsrundgangs bildete eine Audioinstallation, in der in Deutschland aufgewachsene Juden über ihre Kindheit und Jugend nach 1945 berichten. Mit ihnen begann ein neues Kapitel des jüdischen Lebens in Deutschland.

SonderausstellungenBearbeiten

Die Sonderausstellungen beschäftigen sich mit Themen aus unterschiedlichen Epochen, präsentiert in verschiedenen Genres.

2017–2019 Welcome to Jerusalem [29]
2017 Cherchez la femme. Perücke, Burka, Ordenstracht [30]
2016–2017 Golem
2014–2015 Haut ab! Haltungen zur rituellen Beschneidung
2013–2014 Alles hat seine Zeit. Rituale gegen das Vergessen
2013 Die ganze Wahrheit … was Sie schon immer über Juden wissen wollten
(aufgrund von 32 ausgewählten Fragen von Museumsbesuchern gestaltet)
2012–2013    R. B. Kitaj (1932–2007). Obsessionen
2011–2012 Heimatkunde. 30 Künstler blicken auf Deutschland
2009–2010 Koscher & Co. Eine Ausstellung über Essen und Religion
2008–2009 Raub und Restitution. Kulturgut aus jüdischem Besitz von 1933 bis heute
2008 typisch! Klischees von Juden und Anderen
2006–2007 Heimat und Exil
2005–2006 Weihnukka. Geschichten von Weihnachten und Chanukka
2004 10+5=Gott [31]
2003 Kontrapunkt. Die Architektur von Daniel Libeskind

Sonderausstellung Welcome to Jerusalem

Die von Cilly Kugelmann und Margret Kampmeyer kuratierte Ausstellung Welcome to Jerusalem wurde durch den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und durch die Jüdische Gemeinde zu Berlin als einseitig kritisiert. Netanjahu gefällt schon lange nicht die BDS-tolerante Haltung des Hauses. Der Antisemitismusbeauftragte der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Sigmount Königsberg, meint, dass in der (sehr umfänglichen) Ausstellung „durch systematisches Weglassen das Bild verzerrt“ würde. So würden demnach Israel einseitig als Agressor und die Palästinenser als sich auf legitime Weise (im Befreiungskampf) wehrende Opfer dargestellt. Der Kritik schloss sich auch der Grünen-Politiker Volker Beck an: „Es wird behauptet, Israel hätte 1967 anlasslos Ost-Jerusalem erobert“. Jedoch würde der Vormarsch der ägyptischen Armee, der jordanische Beschuss West-Jerusalems und Israels Warnung an Jordanien vor dem Kriegseintritt „mehr oder minder unter den Tisch“ fallen.[32] Die Vertreibung von hunderttausenden Juden aus arabischen Staaten nach der Staatsgründung Israels und die Zusammenarbeit des ehemaligen Jerusalemer Großmuftis Mohammed Amin al-Husseini mit deutschen Nationalsozialisten würden verschwiegen.[33]

Rafael Roth Learning CenterBearbeiten

Das Rafael Roth Learning Center befand sich bis März 2017[34] im Untergeschoss des Jüdischen Museums Berlin. Hier wurde an 17 Computerstationen für Einzelbesucher und Gruppen jüdische Geschichte multimedial und interaktiv präsentiert. Unter den Stichworten „Dinge“, „Geschichten“, „Gesichter“ lernten die Besucher besondere Höhepunkte der Sammlung kennen und konnten sich in größer angelegte virtuelle Ausstellungen vertiefen – beispielsweise zur Lebensgeschichte von Albert Einstein oder zur osteuropäischen Einwanderung zwischen 1880 und 1924. Videointerviews boten Einblicke in aktuelles jüdisches Leben in Deutschland. Speziell für Kinder wurde das Computerspiel Sansanvis Park entwickelt. Benannt war die Einrichtung nach dem Berliner Immobilienunternehmer und Mäzen Rafael Roth (1933–2013).

Im Zuge der Planungen für eine neue Dauerausstellung hatte sich das Jüdische Museum entschieden, das Learning Center mit seiner technischen Ausstattung nach über 15 erfolgreichen Jahren so nicht weiter zu betreiben. Für die Zukunft wird nach neuen Wegen der multimedialen Vermittlung gesucht.

Installation Schalechet – Gefallenes LaubBearbeiten

Schalechet: Gang über die Scheiben, mit Schwenk zur Decke und zurück

Die Installation Schalechet – Gefallenes Laub von Menashe Kadishman befindet sich im „Memory Void“, einem der „Voids“, der Leerstellen oder Hohlräume, die das Gebäude durchziehen. Es befindet sich im Erdgeschoss des Neubaus. Im Raum sind über 10.000 Gesichter aus Stahlblech unterschiedlicher Ausführungen auf dem Boden verteilt, die nicht nur an die im Holocaust ermordeten Juden erinnern sollen, sondern allen Opfern von Krieg und Gewalt gewidmet sind. Dem Besucher steht es dabei frei, darüber zu gehen. Wenn man sich dafür entscheidet, über die Gesichter zu laufen, so erzeugt dies metallische Klänge. Es ist nicht möglich, sich leise fortzubewegen. Dies ist jedoch die Absicht des Künstlers: Dadurch, dass man darüber geht, gibt man den Menschen ihre Stimmen zurück.

Galerie der verschwundenen DingeBearbeiten

Die Galerie der verschwundenen Dinge (‚Gallery of the Missing‘) ist ein Projekt des Künstlers Via Lewandowsky. Es handelt sich dabei um drei Klanginstallationen in schwarz verspiegelten, nicht einsehbaren Glasvitrinen an verschiedenen Stellen der momentan nicht zugänglichen Dauerausstellung. Dargestellt werden zerstörte Gegenstände jüdischer Kultur: die Encyclopaedia Judaica, das jüdische Krankenhaus in Frankfurt und die Skulptur Großer Kopf von Otto Freundlich. Über Infrarotkopfhörer können Besucher zu dem jeweils vorgestellten Objekt bis zu 40 Tonaufzeichnungen mit Beschreibungen, Erläuterungen und Hintergründen, Geräuschen und Musik hören, wenn sie sich entlang der schwarzen Glaswände bewegen.[35]

BesucherdienstBearbeiten

Die Besucher im Jüdischen Museum werden durch „Hosts“ (englisch ‚Gastgeber‘) betreut, deren Aufgabe neben dem Schutz der Objekte vor allem darin besteht, den Besuchern als erste Ansprechpartner zur Seite zu stehen.[36] Im Jahr 2006 entstand über den Besucherdienst im Jüdischen Museum eine Reportage von Günther B. Ginzel mit dem Titel Die Vermittler, die unter anderem auf Arte und im Ersten ausgestrahlt wurde. Die „Hosts“ können an ihren roten Schals erkannt werden.[37]

Leo-Baeck-ArchivBearbeiten

Seit September 2001 gibt es in Berlin eine Außenstelle des Archivs des New Yorker Leo Baeck Institutes. Sie erschließt in Deutschland fast die gesamten Bestände dieses weltweit bedeutendsten Archivs zur deutsch-jüdischen Geschichte. Das Leo Baeck Institute in New York wurde 1955 mit Zweigstellen in Jerusalem und London vom Council of Jews from Germany mit dem Ziel gegründet, wissenschaftliche Forschung zur Geschichte der Juden im deutschsprachigen Raum seit der Zeit der Aufklärung zu betreiben, das dazu nötige Material zu sammeln und entsprechende Veröffentlichungen zu fördern. Das Archiv besitzt die umfassendste Sammlung von Materialien zur Geschichte der Juden in Deutschland, Österreich und anderen deutschsprachigen Gebieten in Mitteleuropa während der letzten 300 Jahre – darunter etwa eine Million Dokumente wie Gemeindeakten, persönliche Unterlagen, Briefwechsel, ein Fotoarchiv sowie vielfältige Zeugnisse aus dem religiösen, sozialen, kulturellen, intellektuellen, politischen und wirtschaftlichen Leben. Einmalig ist die Sammlung von mehr als 1200 Memoiren deutschsprachiger Juden (auch und besonders aus der Nach-NS-Zeit). In New York besteht eine bedeutende Kunstsammlung mit Werken bekannter deutsch-jüdischer Maler, Illustratoren und Architekten, sowie eine große Zahl von Zeichnungen von Insassen der Konzentrationslager.

on.tour – Das JMB macht SchuleBearbeiten

Mit dem Projekt on.tour – Das JMB macht Schule, das 2007 gestartet wurde, möchte das Jüdische Museum Berlin noch mehr Jugendliche erreichen. Inzwischen hat on.tour alle 16 Bundesländer zum Teil mehrmals bereist und neben 430 Schulen auch die Jugendstrafanstalt Berlin Plötzensee besucht.[38] Im direkten Kontakt mit den Schülern soll das Interesse und die Begeisterung für deutsch-jüdische Geschichte geweckt und die Fähigkeit zu vorurteilsfreiem und kritischem Denken gestärkt werden. Indem das Museum zu den Schulen fährt, will es Lehrer darin bestärken, sich im Unterricht mit der deutsch-jüdischen Geschichte zu beschäftigen – über die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus hinaus. Ein weiteres Ziel von on.tour – Das JMB macht Schule formulierte W. Michael Blumenthal, Gründungsdirektor des Jüdischen Museums Berlin: „Jeder Schüler und jede Schülerin in Deutschland sollte das Jüdische Museum Berlin mindestens einmal besucht haben, bevor sie die Schule beenden.“[38]

Die mobile Ausstellung wird auf dem Schulhof oder im Schulgebäude aufgebaut. Fünf robuste und flexibel einsetzbare Ausstellungswürfel mit 16 Vitrinen und leicht verständlichen Texttafeln geben Einblick in die jüdische Geschichte und Lebenswelt. Anhand von Alltagsgegenständen und Zeremonialobjekten werden die Themen „Jüdischer Alltag“, „Leben und Überleben“, „Chancen und Diskriminierung“ und „Feste feiern“ vorgestellt. So verweisen beispielsweise koschere Gummibärchen, die mit dem Stempel des Rabbinats versehen sind, auf die jüdischen Speisegesetze. Das Spannungsfeld im 19. Jahrhundert zwischen dem Wunsch nach Anerkennung und Chancengleichheit einerseits, Berufsverboten und Diskriminierungen andererseits wird beispielhaft an den Lebensgeschichten des Kondomfabrikanten Julius Fromm und des berühmten Physikers und Weltbürgers Albert Einstein deutlich. Die Verknüpfung der deutsch-jüdischen Geschichte mit der Lebenswelt der Schüler soll auch Lust auf einen Besuch des Jüdischen Museums Berlin machen.

KontroversenBearbeiten

Anfang des Jahres 2019 forderte der israelische Ministerpräsident Netanjahu in einem Brief an Bundeskanzlerin Merkel dazu auf, die Sonderschau Welcome to Jerusalem, die bis Ende April 2019 im Jüdischen Museum Berlin zu sehen war, zu schließen, weil sie eine einseitige, „palästinensisch-muslimische Sicht“ auf die Stadt präsentiere. Museumsdirektor Peter Schäfer und die Kulturministerin Grütters wiesen die Vorwürfe als politische Einmischung zurück. Auf Kritik am Museum stieß ebenso, dass Schäfer im März den Botschafter des Kulturrats der Islamischen Republik Iran, Seyed Ali Moujani, empfangen hatte,[39] der Judaica aus iranischem Besitz übergeben wollte. Das Treffen war mit Fotos auf der Internetseite der iranischen Botschaft dokumentiert worden.[40][41]

Im Juni 2019 trat Museumsdirektor Schäfer von seinem Amt zurück. Anlass war ein Tweet der Pressestelle des Museums mit der Empfehlung eines Artikels, in dem jüdische und israelische Wissenschaftler den Beschluss des Bundestages kritisierten, die BDS-Bewegung als antisemitisch einzustufen. Dieser Tweet sei gegen den ausdrücklichen Willen von Peter Schäfer formuliert worden, so Michael Wolffsohn im Tagesspiegel.[42] Der Zentralrat der Juden in Deutschland brach daraufhin den Kontakt zu dem Museum ab. Zentralratspräsident Josef Schuster schrieb: „Unter diesen Umständen muss man darüber nachdenken, ob die Bezeichnung ‚jüdisch‘ noch angemessen ist.“[40] Der frühere israelische Botschafter Schimon Stein und der israelische Historiker Moshe Zimmermann warnten vor diesem Hintergrund in einem Gastbeitrag im Tagesspiegel vor einer Beschneidung der Meinungsfreiheit in Deutschland.[43]

In einem Gastbeitrag für die FAZ kommentierte der amerikanische Judaist David N. Myers, Schäfer sei „ein Opfer der immer giftigeren Auseinandersetzungen um Israel und die Israel-Kritik in Deutschland, Europa und Nordamerika“ geworden.[44] Micha Brumlik kritisierte in der Taz, der Zentralrat der Juden habe mit dem Rücktritt Schäfers „einen Pyrrhussieg“ errungen. Denn dies sei auch ein „Sieg über den Pluralismus innerhalb der jüdischen Gemeinschaft – national wie weltweit“.[45] Auch Michael Wolffsohn nahm Schäfer in Schutz. Er kritisierte das Stiftungsgesetz für die Stiftung Jüdisches Museum Berlin von 2001, laut dem es Zweck der Stiftung ist, „jüdisches Leben in Berlin und in Deutschland, die von hier ausgehenden Einflüsse auf das europäische und das außereuropäische Ausland sowie die Wechselbeziehungen zwischen jüdischer und nichtjüdischer Kultur zu erforschen und darzustellen sowie einen Ort der Begegnung zu schaffen“. Damit sei „die deutschjüdische Geschichte samt sechsmillionenfachen Judenmordens um die islamische Dimension sowie um die universalistische erweitert“ worden. Indem sich Schäfer an das Gesetz gehalten habe, sei er „Opfer dieser Denkdefizite“ geworden.[42]

Der Stiftungsrat beschloss am 22. Juni 2019, dass das Museum ein Jahr lang kommissarisch geleitet werden soll, bis ein Nachfolger für Schäfer gefunden wird.[46]

SonstigesBearbeiten

  • Durch die ehemalige Dauerausstellung wurden Führungen mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten und in verschiedenen Sprachen inklusive Gebärdensprache angeboten. Themen waren beispielsweise das Mittelalter, Musik, jüdische Traditionen, Emanzipation, Architekturbetrachtungen und die jüdische Frauenbewegung. Für blinde Besucher werden weiterhin Architekturführungen angeboten ("Architektur für alle Sinne").
  • Seit 2002 ehrt das Jüdische Museum Berlin mit dem Preis für Verständigung und Toleranz Persönlichkeiten, die sich in diesem Sinne auf herausragende Weise verdient gemacht haben.
  • Im Jahr 2013 wurde das Jüdische Museum Berlin mit dem Ehrenpreis des Roland Berger Preises für Menschenwürde ausgezeichnet.[47]
  • Besucher müssen sich auf umfangreichere Sicherheitskontrollen einstellen als bei anderen Museen üblich.

Siehe auchBearbeiten

FilmeBearbeiten

LiteraturBearbeiten

Allgemein

  • Daniel Bussenius: Von der Hauptstadtposse zur Erfolgsgeschichte. Die Entstehung des Jüdischen Museums Berlin 1971–2001. Vandenhoeck & Ruprecht, Berlin 2014, ISBN 978-3-525-30071-8.
  • Stiftung Jüdisches Museum Berlin (Hrsg.): Gesammelt, gefaltet, gezählt. Highlights aus den Sammlungen des Jüdischen Museums Berlin. Nicolai-Verlag, Berlin 2009, ISBN 978-3-89479-568-9.

Zur Ausstellung

Zum Gebäude

  • Elke Dorner: Daniel Libeskind – Jüdisches Museum Berlin. Gebr. Mann Verlag, Berlin, 3. Aufl. 2006, ISBN 3-7861-2532-5.
  • Christina Haberlik: 50 Klassiker. Architektur des 20. Jahrhunderts. Gerstenberg Verlag, Hildesheim 2001, ISBN 3-8067-2514-4.
  • Bernhard Schneider: Daniel Libeskind. Jüdisches Museum Berlin. Zwischen den Linien. Prestel, München u. a. 1999, ISBN 3-7913-2073-4.
  • Chris van Uffelen: Museumsarchitektur. Ullman, Potsdam 2010, S. 214–217. ISBN 978-3-8331-6058-5.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Wir planen eine neue Dauerausstellung. Voraussichtliche Eröffnung Frühjahr 2020. In: jmberlin.de. Abgerufen am 27. Januar 2019.
  2. Florentine Anders: Jüdisches Museum öffnet Akademie in ehemaliger Blumenhalle. In: morgenpost.de. 30. Juni 2013, abgerufen am 17. Dezember 2018.
  3. Jüdisches Museum erweitert. (Memento vom 9. April 2014 im Internet Archive) In: Berliner Zeitung Online, 16. November 2012
  4. Stiftungsgesetz für die Stiftung Jüdisches Museum Berlin. In: jmberlin.de. 16. August 2001, abgerufen am 17. Dezember 2018.
  5. Über die Organisation – Jüdisches Museum Berlin. In: jmberlin.de. Abgerufen am 17. Dezember 2018.
  6. Direktor der Stiftung Jüdisches Museum zurückgetreten
  7. a b c Leitung des Jüdischen Museums Berlin
  8. Wechsel an der Spitze des Jüdischen Museums Berlin. Jüdisches Museum Berlin, Pressemitteilung vom 19. Juni 2014; abgerufen am 19. Juni 2014
  9. Jahresbericht des Jüdischen Museums Berlin 2015/2016
  10. Jüdisches Museum. In: Vossische Zeitung, Nr. 42, 25. Januar 1933
  11. a b Ausstellung Auf der Suche nach einer verlorenen Sammlung. Das Berliner Jüdische Museum 1933–1945. (Memento vom 12. März 2014 im Internet Archive) Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, 2011
  12. Katharina Rauschenberger: Jüdische Tradition im Kaiserreich und in der Weimarer Republik: zur Geschichte des jüdischen Museumswesens in Deutschland, S. 160, Hahnsche Buchhandlung, 2002
  13. Dominik Bartmann: Zur Geschichte des Berlin Museums 1981–1995, in: Jahrbuch 1999 Stadtmuseum Berlin, Berlin 1999, S. 156 f
  14. Stiftungsrat des Jüdischen Museums Berlin
  15. 1,2 Millionen für neues Jüdisches Museum. In: Berliner Zeitung, 25. Januar 1999
  16. Bernhard Schneider: Daniel Libeskind. Jüdisches Museum Berlin. Prestel-Verlag, München 1999, ISBN 3-7913-2073-4, S. 40.
  17. Ute Christina Bauer, Irene Moessinger: Neue Parks und Gärten Berlin. Stadtwandel Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-937123-33-4, S. 25–26.
  18. Liste, Karte, Datenbank. Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
  19. Ute Christina Bauer, Irene Mössinger: Neue Parks und Gärten Berlin. Stadtwandel Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-937123-33-4, S. 22–24.
  20. Website von Lützow 7 C. Müller J. Wehberg Garten- und Landschaftsarchitekten
  21. Akademie des Jüdischen Museums Berlin im Eric F. Ross Bau
  22. Sofie Albers: Warum Mendelssohns Frau mit aufs Schild darf. In: Stern, 27. April 2013
  23. Sibylle Biermann, Daniel Bax: Wider die einstudierte Engstirnigkeit. In: taz, 22. November 2013
  24. Akademie des Jüdischen Museums Berlin
  25. a b c israel news: Engagement für eine Zukunft ohne Hass und Ausgrenzung – Israel Nachrichten – Jüdische Zeitung aus Israel auf Deutsch. In: israel-nachrichten.org. 10. Oktober 2016, archiviert vom Original am 23. Oktober 2016; abgerufen am 23. Oktober 2016.
  26. a b Akademieprogramme – Jüdisches Museum Berlin. In: jmberlin.de. Abgerufen am 23. Oktober 2016.
  27. Lars Day Preis – Zukunft der Erinnerung – Jüdisches Museum Berlin. In: jmberlin.de. Abgerufen am 23. Oktober 2016.
  28. Siehe hierzu: Elmar Worgull: Blicke auf Vita und museale Werke des in Speyer wirkenden Holzbildhauers Otto Martin (1872–1950). In: Pfälzer Heimat: Zeitschrift der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften in Verbindung mit dem Historischen Verein der Pfalz und der Stiftung zur Förderung der pfälzischen Geschichtsforschung. Verlag der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Speyer. Heft 1 (2009), S. 19–26.
  29. Welcome to Jerusalem. In: jmberlin.de. Archiviert vom Original am 7. Januar 2018; abgerufen am 2. Februar 2018.
  30. Cherchez la femme. Perücke, Burka, Ordenstracht. In: jmberlin.de. Archiviert vom Original am 19. Juli 2017; abgerufen am 2. Februar 2018.
  31. 10+5=Gott – Die Macht der Zeichen. In: jmberlin.de. Abgerufen am 17. Dezember 2018.
  32. Jüdische Gemeinde kritisiert Leitung des Jüdischen Museums. morgenpost.de, 23. Januar 2019, abgerufen am 2. Mai 2019.
  33. Grüne streiten über Jerusalem-Schau. taz.de, 2. Februar 2019, abgerufen am 22. Mai 2019.
  34. Das Rafael Roth Learning Center ist seit April 2017 Geschichte. In: jmberlin.de. Abgerufen am 17. Dezember 2018.
  35. Jüdisches Museum Berlin: Galerie der verschwundenen Dinge, abgerufen am 15. Oktober 2016
  36. Daniel Ihde, Johannes Rinke: „Nicht das, was Sie erwarten“ – warum eigentlich nicht? Besucherbetreuung im Jüdischen Museum Berlin. In: Matthias Dreyer, Rolf Wiese (Hrsg.): Serviceorientierung im Museum (= Schriften des Freilichtmuseums am Kiekeberg, 80). Ehestorf 2012, ISBN 978-3-935096-42-3, S. 75–88.
  37. Museumsplan. (PDF) Jüdisches Museum Berlin, archiviert vom Original am 19. Februar 2016; abgerufen am 18. Februar 2016.
  38. a b Pressemitteilung des Jüdischen Museums Berlin, 28. Februar 2014
  39. Michael Wuliger: Besuch von den Mullahs, Jüdische Allgemeine, 19. März 2019
  40. a b Thorsten Schmidt: Direktor des Jüdischen Museums Berlin tritt zurück, Süddeutsche Zeitung, 14. Juni 2019
  41. Harry Nutt: Nach Schäfer-Rücktritt. Jüdisches Museum Berlin als Spielball ideologischer Manöver, Frankfurter Rundschau, 17. Juni 2019
  42. a b Michael Wolffsohn: Streit ums Jüdische Museum Berlin. Unfreiwillige Verwässerung, Der Tagesspiegel, 17. Juni 2019
  43. Schimon Stein, Moshe Zimmermann: Streitfall Jüdisches Museum Berlin. Wer bestimmt, was jüdisch ist? Der Tagesspiegel, 19. Juni 2019
  44. David N. Myers: Rücktritt im Jüdischen Museum. Da läuft etwas ganz fürchterlich schief, FAZ, 22. Juni 2019
  45. Peter Schäfers Rücktritt schadet dem Pluralismus in der jüdischen Gemeinschaft, sagt Micha Brumlik, Taz, 17. Juni 2019
  46. Jüdisches Museum Berlin. Kommission soll neue Leitung finden, Deutschlandradio, 23. Juni 2019
  47. Roland Berger Stiftung zur Verleihung (Memento vom 14. Juli 2014 im Internet Archive)

Koordinaten: 52° 30′ 5″ N, 13° 23′ 44″ O