Göle

Distrikt von Ardahan

Göle (georgisch კოლა K'ola, armenisch Մերդենեկ Merdenik, griechisch Μερτενέκ Mertenék, bis 1928 auch offiziell Merdenik) ist eine Stadt und ein Landkreis der Provinz Ardahan im Nordosten der Türkei. Göle erhielt 1926 den Status einer Belediye. Dies ist auch am Stadtsiegel erkenntlich.[2]

Göle
Wappen fehlt
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Göle (Türkei)
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Göle
Basisdaten
Provinz (il): Ardahan
Koordinaten: 40° 48′ N, 42° 37′ OKoordinaten: 40° 47′ 34″ N, 42° 36′ 31″ O
Einwohner: 5.986[1] (2020)
Telefonvorwahl: (+90) 478
Postleitzahl: 75 700
Kfz-Kennzeichen: 75
Struktur und Verwaltung (Stand: 2021)
Gliederung: 4 Mahalle (Stadtviertel)
Bürgermeister: İlhan Gültekin (AKP)
Postanschrift: Fevzi Çakmak Mah.
Belediye Sok. No:1
75700 Göle
Website:
Landkreis Göle
Einwohner: 24.822[1] (2020)
Fläche: 1.290 km²
Bevölkerungsdichte: 19 Einwohner je km²
Kaymakam: Haluk Koç
Website (Kaymakam):

Der Landkreis liegt im Süden der Provinz und grenzt an die Provinzen Erzurum, Kars und Artvin. Er besteht aus 49 Dörfern (Köy), von denen 19 Dörfer mehr Einwohner als der Kreisdurchschnitt (341) haben. Senemoğlu, das größe Dorf der Provinz ist hier zu finden (1014 Einw.). Neben der Kreisstadt (mit 24,1 % der Kreisbevölkerung) ist mit Köprülü eine weitere Kleinstadt (Belde/Belediye) vorhanden (2147 Einw.). Die Bevölkerungsdichte des Kreises liegt mit 19,2 etwas unterhalb des Kreisdurchschnitts (19,5 Einw. je km²).

Der Name des Ortes Göle ging auf das dortige Tal über, das Teil eines weitläufigen Sumpfgebietes in einer Senke nördlich der Stadt ist. Der Botaniker Karl Heinrich Koch berichtete über die Sümpfe von Göle und die westlich gelegene Kathedrale von Bana, die er auf einer Expedition 1843 besuchte. Zwischen 1878 und 1917 war der heutige Ort Göle Teil der russischen Oblast Kars und von Pontosgriechen besiedelt.[3] Danach war Göle/Merdenik bis 1920 Teil der kurzlebigen Demokratischen Republik Armenien, bevor es durch den Türkisch-Armenischen Krieg an die Türkei fiel.

Göle ist heute Sitz einer großen Garnison.[4]

WeblinksBearbeiten

Commons: Göle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Nufusune.com, abgerufen am 1. März 2021
  2. TARİHÇEMİZ
  3. Bevölkerungsstatistik des Bezirks Gjol 1886 (in russisch)
  4. Robert W. Edwards: The Vale of Kola: A Final Preliminary Report on the Marchlands of Northeast Turkey. Dumbarton Oaks Papers, Vol. 42, 1988, S. 119–141