Gödestorf

Stadtteil von Syke

Gödestorf ist ein Ortsteil der Stadt Syke (Landkreis Diepholz, Niedersachsen).

Gödestorf
Stadt Syke
Koordinaten: 52° 53′ 51″ N, 8° 54′ 29″ O
Höhe: 16 m
Fläche: 9,95 km²
Einwohner: 578 (2015)
Bevölkerungsdichte: 58 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 28857
Vorwahlen: 04240, 04242
Gödestorf (Niedersachsen)
Gödestorf

Lage von Gödestorf in Niedersachsen

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GeografieBearbeiten

LageBearbeiten

Zusammen mit den Syker Ortsteilen Henstedt, Heiligenfelde, Wachendorf und Jardinghausen wird ein südlicher Bereich gebildet. Zu Gödestorf gehören die historischen Ortsteile Falldorf und Holldiek. Gödestorf gehört zusammen mit Henstedt, Heiligenfelde, Wachendorf und Jardinghausen zum Kirchspiel Heiligenfelde.

NachbarorteBearbeiten

Nachbarn des im südöstlichen Bereich von Syke gelegenen Ortes Gödestorf sind die Syker Ortsteile Osterholz, Schnepke, Heiligenfelde und Wachendorf. Östlich ist es die Syker Nachbargemeinde Samtgemeinde Thedinghausen.

Flüsse/BächeBearbeiten

Im östlichen Ortsbereich, zur Samtgemeinde Thedinghausen hin, fließt der Süstedter Bach, der in Süstedt entspringt und östlich von Weyhe-Kirchweyhe in den Kirchweyher See mündet. Zeitweise ist er Grenzfluss zur Samtgemeinde Thedinghausen (Emtinghausen und Riede).

GeschichteBearbeiten

Das Kriegerdenkmal in der Ortsmitte nennt die Namen der Gefallenen und Vermissten aus dem Ersten Weltkrieg und aus dem Zweiten Weltkrieg.

Am 1. März 1974 wurde die Gemeinde Gödestorf in die Stadt Syke eingegliedert.[1]

Einwohnerentwicklung

  • 1950: 765 Einwohner
  • 1961: 492 Einwohner[1]
  • 1966: 477 Einwohner
  • 1970: 455 Einwohner[1]
  • 1982: 402 Einwohner
  • 2006: 432 Einwohner
  • 2015: 578 Einwohner

InfrastrukturBearbeiten

Gödestorf hat keine eigene Kirche und auch keinen Friedhof.

VerkehrBearbeiten

StraßeBearbeiten

Gödestorf liegt fernab des großen Verkehrs, was eigentlich den Wohnwert steigert. Die nächste Bundesstraße, die B 6, verläuft 3,5 km entfernt südwestlich durch Heiligenfelde und schafft gute Verbindungen zum Norden (nach Bremen, zur A 1 und zur A 27) und zum Süden (nach Hannover, zur A 2).

Spätestens im Jahr 1974 haben alle Gödestorfer Straßen und einige Wege Namen bekommen. Insgesamt gibt es in Gödestorf 20 Straßen und Wege, die Namen haben. Daneben gibt es einige Feldwege, die namenlos geblieben sind. Zwei gut ausgebaute Hauptstraßen (die Landesstraßen L 354 und L 356) durchschneiden den Kernort und unterteilen ihn in verschiedene Bereiche:

  • die „Schnepker Straße“ (L 354) verläuft nordwestlich nach Schnepke
  • die „Gödestorfer Straße“ (L 354 / K 121) verläuft nördlich nach Osterholz
  • die „Gödestorfer Straße“ (L 356 / K 121) verläuft südlich nach Wachendorf (dort als K 121)
  • die Straße „Holzkamp“ (L 356) verläuft südwestlich nach Heiligenfelde
  • die Straße „Gödestorfer Damm“ (L 354) verläuft östlich nach Emtinghausen

Namen der Gödestorfer Straßen (in alphabetischer Reihenfolge): Am Moor, Bi’n Spritzenhus, Falldorf, Falldorfer Weg, Gödestorfer Damm, Gödestorfer Straße, Heerweg, Holldiek, Hollwischdamm, Holzkamp, Kreuzbusch, Langendamm, Norderheide, Schnepker Straße, Specken, Twillbeeke, Wiedhoop, Zum Heitkamp, Zum Kolk, Zum Storchennest

SchieneBearbeiten

  • Der ca. 8 km nordwestlich vom Gödestorfer Ortskern entfernt gelegene DB-Bahnhof in Syke gehört zur Strecke Bremen-Osnabrück.

VereineBearbeiten

Gödestorf hat ein reges Vereinsleben vorzuweisen. Diese Vereine schaffen Identifikation für viele Bürger.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Naturschutzgebiet „Wachendorfer / Gödestorfer Bruch“ (im Bereich "Langendamm" und "Hollwischdamm")
  • die sog. "Gödestorfer Betglocke" (an der Straße "Specken"): Die Betglocke wurde 1707 im Auftrag sämtlicher Einwohner von Gödestorf gegossen und in ein freistehendes Holzgerüst gehängt. Dreimal täglich läutete sie zum Gebet. Daneben übernahm sie die wichtige Funktion der Alarmierung, z. B. bei Bränden.
  • Kriegerdenkmal an der Straße „Specken“. Es enthält die Namen von 18 Gefallenen und 2 Vermissten aus dem Ersten Weltkrieg und die Namen von 29 Gefallenen und 9 Vermissten aus dem Zweiten Weltkrieg – (siehe Kriegerdenkmale in Syke#Gödestorf)

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Gödestorf. In: Heinz-Hermann Böttcher, Heiner Büntemeyer, Hermann Greve und Wilfried Meyer: SYKE und umzu. Syke 1983, ISBN 3-923965-00-1, Seite 198–201
  • Gödestorf. In: Hermann Greve u. Gabriele Ullrich: 13mal Syke. Eine historische Lesereise. Weyhe 1992, Seite 118–128
  • Storchen-Route (u. a. Gödestorf). In: Hermann Greve u. Gabriele Ullrich: Unterwegs ... in Syke. Ein Kultur- und Naturreiseführer für Syke und seine Ortsteile. Ein Führer durch die Hachestadt. Natur – Kultur – Geschichte. Fischerhude 2002, Seite 84–101
  • Gödestorf. In: Hermann Greve u. Klaus Fischer: Stadtbilder aus Syke. Leipzig 1996, Seite 8 u. 46
  • Ingrid Fandrich u. Else Schröder: Chronik Gödestorf. Bassum 2005, 312 S. m. zahlr. Abb.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 191.

WeblinksBearbeiten

 Commons: Gödestorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien