Friedrich Wenner

deutscher Verwaltungsjurist

Friedrich Wenner (* 15. Mai 1876 in Waldfischbach; † 6. Februar 1955 in Neustadt an der Weinstraße) war ein deutscher Verwaltungsjurist.

LebenBearbeiten

Nach dem Besuch der Schule in Pirmasens und Ludwigshafen studierte Friedrich Wenner Rechtswissenschaften an den Universitäten München, Heidelberg und Berlin. 1896 wurde er Mitglied des Corps Suevia München.[1] 1899 legte er das erste juristische Staatsexamen und 1902 die große juristische Staatsprüfung ab. Anfang 1904 wurde er Regierungsakzessist bei der Regierung von Oberbayern. Im November desselben Jahres wurde er Bezirksamtsassessor in Obernburg, 1909 in Frankenthal und 1913 in Ludwigshafen. Am Ersten Weltkrieg nahm er als Offizier, zuletzt als Hauptmann der Reserve teil. Während des Krieges erhielt er 1915 den Titel und Rang eines Regierungsassessor.

Im Oktober 1919 wurde Wenner Bezirksamtmann des Landkreises Pirmasens. 1923 erhielt er Titel und Rang eines Oberregierungsrats und 1925 die Ernennung zum Oberregierungsrat. 1930 wurde er Bezirksamtmann von Neustadt an der Haardt. Von August 1934 bis April 1940 war er Regierungsdirektor und Direktor der Kammer des Innern der Regierung der Pfalz. Zugleich führte er die Geschäfte des Regierungspräsidenten. Im Mai 1937 trat er der NSDAP bei. Zu Beginn des Jahres 1939 wurde er zum Regierungsvizepräsidenten ernannt. Im Laufe des Jahres 1940 wechselte er zur Wehrmachtsverwaltung, wo er in der Folge Kriegsverwaltungschef in Bordeaux wurde. Im April 1941 erhielt er während seiner Abstellung zur Wehrmachtsverwaltung die Ernennung des Regierungspräsidenten der Pfalz. Zuletzt war er Verbindungsbeamter des Chefs der Zivilverwaltung beim Armeeoberkommando I. Im Dezember 1943 trat er in den Ruhestand ein.

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EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Kösener Korpslisten 1910, 178, 941