Frauenberg (Euskirchen)

Stadtteil in Euskirchen, Nordrhein-Westfalen

Frauenberg mit dem angrenzenden Weiler Irresheim ist ein Stadtteil von Euskirchen im Kreis Euskirchen in Nordrhein-Westfalen.

Frauenberg
Koordinaten: 50° 41′ 3″ N, 6° 44′ 20″ O
Höhe: 168 (165–170) m ü. NHN
Fläche: 6,51 km²
Einwohner: 658 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 101 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1969
Postleitzahl: 53881
Vorwahl: 02251
Karte
Lage von Frauenberg in Euskirchen
Frauenberg, Luftaufnahme (2016)
Frauenberg, Luftaufnahme (2016)
Frauenberg (Euskirchen), St. Georg, Luftaufnahme (2016)
Weiler Irresheim

LageBearbeiten

Frauenberg liegt im Nordwesten von Euskirchen, im Norden liegt der Stadtteil Oberwichterich. Westlich an den Ort grenzt das Stadtgebiet von Zülpich, südwestlich mit dem Ort Dürscheven.

GeschichteBearbeiten

Frauenberg, Irresheim und Oberwichterich waren immer sehr eng verbunden. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts bildeten sie eine „Freie Herrlichkeit des jülich’schen Landes“. Später bildeten sie mit einigen anderen Orten die Bürgermeisterei Frauenberg, die von der Stadt Zülpich in Verwaltungsunion mitbetreut wurde.

Grundherren von Frauenberg waren im frühen Mittelalter die Äbte der Reichsabtei Prüm. In einer Urkunde von 899 wird Frauenberg „villa montis in pago Tulpiacensi“ (Landgut am Berge im Zülpicher Gau) genannt.

Die damalige Kirche wurde 1067 durch den Kölner Erzbischof Anno II. dem neu gegründeten Stift St. Georg in Köln überwiesen; St. Georg wurde Kirchenpatron.

Am 1. Juli 1969 wurde Frauenberg nach Euskirchen eingemeindet.[2]

Am 31. Dezember 2017 hatte Frauenberg 647 Einwohner.[3]

VerkehrBearbeiten

Frauenberg liegt unmittelbar an der Anschlussstelle Euskirchen (110) der südlich verlaufenden A 1, westlich führt die B 56n unmittelbar am Ort vorbei. Zwischen Oberwichterich und Frauenberg verläuft die Landstraße 264. Die Hauptdurchgangsstraße des Ortes ist die Landesstraße 61.

Da an der Anschlussstelle Euskirchen von der A 1 Richtung Zülpich abfahrenden Fahrzeuge durch den Ort fahren mussten und dies durch die Zunahme des Verkehrs eine erhebliche Belastung der engen Landesstraße 61 zur Folge hatte, begannen am 15. November 2007 Umbauarbeiten an der B 56n. Durch einen neuen Anschluss der B 56n an die L 61 wird der Verkehr in Richtung Zülpich seit Mai 2008 über die südliche Ausfahrt der Anschlussstelle 110 auf die L 61 geleitet, die Ortsdurchfahrt wurde in eine Tempo-30-Zone umgestaltet.[4]

Die VRS-Buslinie 807 der RVK verbindet den Ort mit Euskirchen und Erftstadt. Zusätzlich verkehren einzelne Fahrten der auf den Schülerverkehr ausgerichteten Linie 733 der SVE.

Linie Betreiber Verlauf
733 SVE Schülerverkehr Euskirchen: Wißkirchen – Euenheim / (Oberwichterich → Frauenberg →) Elsig (← Frauenberg ← Oberwichterich) – Euskirchen
807 RVK Euskirchen Bf – Frauenberg – Oberwichterich / (← Oberelvenich ← Rövenich ← Niederelvenich) – Wichterich – Mülheim – Niederberg – Borr – (Scheuren ← Weiler in der Ebene ← Erp ←) Friesheim – Ahrem – Lechenich – Frauenthal – Liblar – Erftstadt Bf

KulturdenkmälerBearbeiten

  • Katholische Pfarrkirche St. Georg
  • Hofanlage, Backstein, Fachwerkstall, datiert 1844, Annostr. 31
  • Hauskreuz, 18. Jahrhundert, Annostr. 31
  • Kriegerdenkmal, Reiterstatue des Hl.Georg, 1918
  • Wegekreuz, Relief des Hl. Petrus, 18. Jahrhundert, Annostr.
  • Wegekreuz, datiert 1856, In den Weiden
  • Wegekreuz, 18. Jahrhundert, Nideggener Straße
  • Fachwerkhofanlage, datiert 1772, Nideggener Straße 17
  • Friedhofskreuz, 19. Jahrhundert

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Peter Bömmels (* 11. November 1951 in Frauenberg), Maler und Zeichner

WeblinksBearbeiten

Commons: Frauenberg – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Einwohnerzahl Stand 31.12.2020: Hauptwohnsitze. (PDF; 27,2 kB) In: euskirchen.de. Kreisstadt Euskirchen, abgerufen am 22. Mai 2021.
  2. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 86.
  3. Einwohnerzahlen Ortsteile. Stadt Euskirchen, 31. Dezember 2017, abgerufen am 7. Juli 2018 (Hauptwohnsitze).
  4. Kölner Stadt-Anzeiger: Noch ein paar Wochen Geduld. 30. April 2008, archiviert vom Original am 2. Mai 2008; abgerufen am 21. Juli 2011.