Franz Schwenzer

deutscher Jurist, preußischer Landrat und Oberregierungsrat

Franz Schwenzer (* 9. Oktober 1885 in Krefeld; † 21. Mai 1961 in Düsseldorf) war ein deutscher Jurist und preußischer Landrat.[1]

LebenBearbeiten

Der Katholik Franz Schwenzer war ein Sohn des Maschinenfabrikanten Gustav Schwenzer und dessen Ehefrau Maria, geborene Küsters. Nach dem Besuch des Görres-Gymnasiums in Düsseldorf und der abgelegten Reifeprüfung im Jahr 1906 absolvierte Franz Schwenzer in Bonn, Münster, Straßburg und Berlin ein Studium der Rechtswissenschaften. Nachdem er am 30. September 1909 am Oberlandesgericht Hamm sein Referendarexamen abgelegt hatte, wurde er ab dem 6. November 1909 als Gerichtsreferendar im Bezirk des Oberlandesgerichts Düsseldorf tätig. Nach dem Assessorexamen am 2. August 1914 wurde er als Gerichtsassessor beim Amtsgericht Krefeld übernommen, bevor er von 1914 bis 1916 Kriegsteilnehmer (Kriegsfreiwilliger) war. Am 29. September 1916 promovierte Schwenzer in Münster mit seiner Schrift Studien über den Giroverkehr zum Dr. iur.

Ab dem 1. November 1916 bis zum 15. Juni 1918 war Schwenzer Stadtassessor in Bergisch Gladbach, sowie im Anschluss daran Hilfsrichter an den Amtsgerichten in Dülken, Viersen, Rheydt, Grevenbroich und Wegberg. Ab dem 1. August 1918 war er zunächst als Syndikus in der Industrie sowie nach seiner Ernennung zum Rechtsanwalt am 9. November 1920 dort auch in dieser Funktion tätig. Ab Januar 1923 wurde Schwenzer als Probejustitiar bei der Regierung Düsseldorf beschäftigt und am 18. August 1923 zum Regierungsassessor ernannt, dem ab Mai 1924 eine Tätigkeit als Hilfsarbeiter beim Landratsamt Moers folgte.

Im Dezember 1924 wurde Schwenzer in Moers vertretungsweise mit der Verwaltung des Landratsamtes beauftragt. Unter Ernennung zum Regierungsrat am 9. April 1925 war er bei der Regierung Düsseldorf tätig, bevor er vertretungsweise die Verwaltung des Landratsamtes Monschau übernahm. Am 25. Juni 1926 erhielt er die Ernennung zunächst zum kommissarischen Landrat des Kreises Monschau, dem am 27. September 1926 die definitive Ernennung folgte. Am 24. April 1933 wurde Schwenzer in den einstweiligen Ruhestand versetzt, bevor er am 2. Oktober 1933 als Regierungsrat zur Regierung Trier überwiesen wurde. Nach der Charakterisierung als Oberregierungsrat in Trier wurde er 1945 in den endgültigen Ruhestand verabschiedet.[1]

PublikationBearbeiten

  • Studien über den Giroverkehr : insbesondere: Die rechtliche Natur des Girovertrages und der Girozahlungen. Die Zahlungseinstellung und der Konkurs des Girokunden. Das Aufrechnungsrecht der Girobank, doctoral Westfälische Wilhelms-Universität Münster, 1917. OCLC 52351507[2]

FamilieBearbeiten

Franz Schwenzer heiratete am 8. Oktober 1919 in Krefeld Leonie Clasen, Tochter des Commis Andreas Clasen zu Krefeld und dessen Ehefrau Josefine, geborene Schleuter.[1]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Horst Romeyk: Die leitenden staatlichen und kommunalen Verwaltungsbeamten der Rheinprovinz 1816–1945 (= Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 69). Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-7585-4, S. 741 f.
  2. Die Geschichte der Giroüberweisung: von den Anfängen im 19. Jahrhundert bis zum modernen Zahlungsdienstrecht, von Alexander DjazayeriV&R unipress Göttingen, 2011 in der Google-Buchsuche ISBN 978-3-89971-834-8