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Florian Schroeder, 2017

Florian Schroeder (* 12. September 1979 in Lörrach) ist ein deutscher Kabarettist, Autor, Kolumnist, Hörfunk- und Fernsehmoderator.

LebenBearbeiten

Ausbildung und erste AuftritteBearbeiten

Florian Schroeder wuchs in Lörrach auf. Mit 14 Jahren hatte er seinen ersten kurzen Auftritt in Harald Schmidts Fernsehsendung Schmidteinander (1993), in dem er Prominente parodierte. Nach dem Abitur in Lörrach leistete er seinen Zivildienst ab und arbeitete beim Uni-Radio in Freiburg. Dort begann er mit seinem Studium der Germanistik und Philosophie und wechselte 2006 nach Berlin, wo er heute lebt. Nach seiner Schulzeit tourte er drei Jahre lang mit dem Kabarett-Ensemble „Heinz!“, einer Hommage an Heinz Erhardt. Er moderierte zeitweise bei den SWR-Radiosendern Dasding sowie SWR3 und sammelte Bühnenerfahrung mit Soloauftritten.

2004 bis 2013Bearbeiten

 
Schroeder 2008: Gestik und Mimik sind charakteristisch für seine Parodien auf Angela Merkel.

Schroeder ist bekannt für sein breites Repertoire an Prominenten-Imitationen, er bedient sich zur Karikatur seiner Stimme, Mimik und Gestik. Seine Darbietungen werden als eine Mischung aus politischer Satire und Comedy beschrieben. Mit seinem ersten eigenen Kabarettprogramm Auf Ochsentour debütierte er im November 2004. Seit 2004 tritt Schroeder zum Jahreswechsel im Duett mit Volkmar Staub zu einem „kabarettistischen Jahresrückblick“ auf. Neben zahlreichen Auftritten in Radio und Fernsehen war er seit Oktober 2007 mit Du willst es doch auch! zum zweiten Mal mit einem Kabarettprogramm bundesweit auf Tour.

2007 lief im SWR Fernsehen der Pilot seiner Late-Night-Kabarettsendung Schroeder!, die 2008 fest ins Programm genommen wurde. 2009 produzierte der SWR sechs Folgen der Kabarettshow im Theaterhaus Stuttgart.[1] Von 2008 bis 2010 präsentierte Florian Schroeder den Live-Kabaretttalk Seitensprung beim Fernsehsender 3sat.[2] Für die Frankfurter Neue Presse schrieb er 2009 regelmäßig eine Kolumne.[3] 2011 veröffentlichte Schroeder sein erstes Buch Offen für Alles – und nicht ganz dicht, wie auch sein drittes Tourprogramm hieß. Von Januar 2012 bis 2014 hatte er jeden Samstag seine eigene Radio-Comedy auf 1 Live. Die Sendung hieß Schroeders Netzwerk und dort parodierte er bekannte Prominente.[4] Radio Eins,[5] WDR2,[6] hr1[7] und SWR1[8] strahlen regelmäßig Schroeders Radiokolumnen aus. Im Dezember 2012 präsentierte Schroeder im Ersten Deutschen Fernsehen die Pilotfolge der Nachrichtensatire Das Ernste. Unterstützt wurde er dabei als Moderator im Studio der Tagesthemen vom ehemaligen Tagesschau-Sprecher Jo Brauner.[9] Im Februar 2013 trat er beim 9. Politischen Aschermittwoch der Kabarettisten in Berlin auf, dessen Aufzeichnung am 20. Februar in der Deutschlandfunk-Sendung Querköpfe ausgestrahlt wurde.[10]

Seit 2014Bearbeiten

Seit Mai 2014 moderiert er Spätschicht – Die Comedy Bühne im SWR Fernsehen. Von September 2014 bis Juni 2017 tourte er mit seinem Programm „Entscheidet euch!“ durch Deutschland. Im Juli 2017 ging Schroeder mit Peer Steinbrück auf eine kabarettistische Tournee durch Deutschland.[11] Im selben Jahr begann sein neues Programm Ausnahmezustand. 2018 fand nach 15 Jahren gemeinsamen Auftritten mit Volkmar Staub die Zugabe, der kabarettistische Jahresrückblick zum letzten Mal in dieser Form statt. Fortan werden die beiden Künstler getrennte Jahresrückblicke kabarettistisch aufarbeiten.[12] Seit 2015 moderiert Florian Schroeder Die große radioeins Satireshow, seit 2016 Die hr1 Satire Lounge. Beide Shows im Late-Night-Format laufen mittlerweile unter dem Namen Die Florian Schroeder Satire Show in Programmen der ARD.[13]

2016 erwirkte das Cartoonistenduo Hauck & Bauer eine einstweilige Verfügung gegen Schroeder, nachdem er 2015 bei Fernsehauftritten einen Witz über Hochbegabte vorgetragen hatte, der ein wörtliches Zitat eines ihrer Cartoons von 2014 enthielt. Auf dem Bild sind zwei Eltern zu sehen, denen ein Lehrer erklärt: „Ihr Kind ist nicht hochbegabt. Sie sind einfach nur sehr, sehr dumm.“ Schroeder musste daraufhin Videos seiner Fernsehauftritte von mehreren Plattformen löschen lassen.[14]

AuszeichnungenBearbeiten

PublikationenBearbeiten

BuchBearbeiten

CDBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. SWR Fernsehen produziert eine neue Kabarettstaffel "Schroeder!" Am Samstag starten sechs neue Folgen der Kabarettshow mit Florian Schroeder
  2. Seitensprung 3sat-Kabaretttalk mit Florian Schroeder
  3. Frankfurter Neue Presse, 27. Mai 2009: Vom Klassen-Clown zum Comedy-Star
  4. Schroeders Netzwerk: Social-Network-Comedy. In: 1 Live. WDR, abgerufen am 29. Mai 2019.
  5. Einfach Schroeder! In: Radio Eins. Abgerufen am 28. Mai 2019 (Archiv).
  6. Florian Schroeder: Kinderschutzkonferenz, quo vadis? In: WDR2. 26. Februar 2019, abgerufen am 28. Mai 2019.
  7. hr1-Comedians. Abgerufen am 28. Mai 2019.
  8. Fein gehackt und durchgeschroedert! In: SWR1. Abgerufen am 28. Mai 2019.
  9. DWDL.de: „Mit Florian Schroeder und Jo Brauner: "Das Ernste" kommt: ARD testet neue Comedyshow“ (abgerufen am 2. Dezember 2012)
  10. Querköpfe. Der 9. Politische Aschermittwoch der Kabarettisten in Berlin. Deutschlandfunk, Sendungsbegleitung zur Aufzeichnung vom 13. Februar 2013.
  11. F.A.S. exklusiv: Peer Steinbrück startet Comedy-Karriere. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 22. April 2017, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 17. Juli 2017]).
  12. Letzte „Zugabe“ – kabarettistischer Rückblick auf 2018 mit Volkmar Staub & Florian Schroeder – Kritik, Artikel vom 29. Dezember 2018, zuletzt aufgerufen am 16. Januar 2019
  13. Die Florian Schroeder Satire Show. In: ARD Mediathek. Abgerufen am 29. Mai 2019.
  14. Witzdiebstahl? Florian Schroeder muss Videos löschen. Abgerufen am 22. August 2019.
  15. Liste der Preisträgerinnen und Preisträger des Kleinkunstpreises Baden-Württemberg (PDF), zuletzt aufgerufen am 18. Januar 2019
  16. „Sprungbrett“, Überich und Außersich, Handelsblatt, 26. März 2006