Erdemli

Distrikt von Mersin

Erdemli ist eine Stadtgemeinde (Belediye) im gleichnamigen Ilçe (Landkreis) der Provinz Mersin in der türkischen Mittelmeerregion und gleichzeitig ein Stadtbezirk der 1993 gebildeten Büyükşehir belediyesi Mersin (Großstadtgemeinde/Metropolprovinz). Seit der Gebietsreform ab 2013 ist die Gemeinde flächenmäßig deckungsgleich mit dem Landkreis. Die im Stadtlogo manifestierte Jahreszahl (1954) dürfte ein Hinweis auf das Jahr der Erhebung zur Stadtgemeinde (Belediye) sein.

Erdemli
Wappen fehlt
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Erdemli (Türkei)
Mersin location Erdemli.svg
Basisdaten
Provinz (il): Mersin
Koordinaten: 36° 36′ N, 34° 16′ OKoordinaten: 36° 36′ 28″ N, 34° 15′ 58″ O
Höhe: 10 m
Fläche: 2.279 km²
Einwohner: 141.476[1] (2020)
Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: (+90) 324
Postleitzahl: 33 730
Kfz-Kennzeichen: 33
Struktur und Verwaltung (Stand: 2020)
Gliederung: 71 Mahalle
Bürgermeister: Mükerrem Tollu (MHP)
Postanschrift: Merkez Mahallesi
Hal Caddesi No:18
33730 Erdemli / Mersin
Website:
Landkreis Erdemli
Einwohner: 141.476[1] (2020)
Fläche: 2.279 km²
Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner je km²
Kaymakam: Avni Kula
Website (Kaymakam):

GeografieBearbeiten

Erdemli liegt im Zentrum der Provinz und grenzt im Westen an Silifke, im Norden an die Provinz Karaman sowie im Osten an Mezitli und Toroslar, beides jetzt auch Stadtbezirke der Provinzhauptstadt Mersin. Die Stadt selbst liegt direkt am Mittelmeer an der Küstenstraße D-400 (Europastraße 90). Der Alatafluss fließt direkt durch die Stadt ins Mittelmeer. 62 Prozent des Landkreises sind Waldgebiet und 17 Prozent werden landwirtschaftlich genutzt.

VerwaltungBearbeiten

Der Landkreis Erdemli wurde am 1. Juni 1954 durch das Gesetz Nr. 6325 aus Teilen des Zentralen Landkreises (Merkez Ilçe) und des Kreises Silifke gebildet und zwar:

  • der Nahiye Elvanli aus dem Merkez Kaza (Nahiye Elvanli mit allen 22 Ortschaften (Mevkiler))
  • der Merkez Nahiye aus dem Silifke Kaza (27 Ortschaften aus den Nahiye Yağda, Kırobası und Merkez)

Die namensgebende, neue Kreisstadt kam aus dem Nahiye Yağda im Kaza Silifke und hatte zur Volkszählung 1955 5.215 Einwohner (der Kreis Erdemli mit 49 Orten: 32.676 Einw.).[2]

(Bis) Ende 2012 bestand der Landkreis neben der Kreisstadt aus zehn Stadtgemeinden (Belediye) mit insgesamt 47 Mahalle (Einwohnerstand: 31. Dezember 2020):

  • Arpaçbahşiş (6.010)
  • Ayaş (2.203)
  • Çeşmeli (4.375)
  • Esenpınar (1.664)
  • Kargıpınarı (11.923)
  • Kızkalesi (1.687)
  • Kocahasanlı (5.459)
  • Kumkuyu (2.806)
  • Limonlu (3.475)
  • Tömük (10.907 Einw.)

Ihre Mahalles wurden verschmolzen und ebenso wie die zu Mahalles herabgestuften 49 Dörfer (Köy) zu den zwölf unveränderten Mahalle der Kreisstadt hinzugefügt. Die Zahl der Mahalle stieg somit auf 71 (12+10+49). Den Mahalle stand und steht ein Muhtar als oberster Beamter vor.

Ende 2020 lebten durchschnittlich 2.036 Menschen in jedem Mahalle, Die bevölkerungsreichsten waren Ende 2012:[3]

  • Merkez Mah. (15.357)
  • Akdeniz Mah. (13.576)
  • Kargıpınarı Mah. (13.145)
  • Alata Mah. (13.018)
  • Tömük Mah. (11.273 Einw.)

Erdemli ist der Ort der antiken Siedlung Kalanthia. Im nordwestlichen Ortsteil Eski Erdemli (Alt-Erdemli) sind Reste einer frühbyzantinischen Basilika zu sehen.[4] Im Noerwesten des Stadtgebiets liegen auf dem Hügel Çet Tepe die Ruinen eines spätrömischen Wirtschaftshofes.

SehenswertesBearbeiten

Im Landkreis Erdemli befinden sich mehrere archäologische Stätten:

Fotografische Eindrücke aus ErdemliBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Erdemli – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Erdemli Nüfusu, Mersin, abgerufen am 23. Mai 2021
  2. Gesetz Nr. 6325, erschienen am 10. März 1954 im Amtsblatt Nr. 8654; PDF-Datei, Seite 10/11
  3. Mahalle Muhtarları – Die Mahalle von Erdemli
  4. Friedrich Hild, Hansgerd Hellenkemper: Kilikien und Isaurien. Tabula Imperii Byzantini Band 5. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1990, ISBN 3-7001-1811-2, S. 281.