Ellenberg (Guxhagen)

Ortsteil von Guxhagen

Ellenberg ist ein Ortsteil der Gemeinde Guxhagen im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis.

Ellenberg
Gemeinde Guxhagen
Koordinaten: 51° 11′ 7″ N, 9° 28′ 1″ O
Höhe: 197 m ü. NHN
Fläche: 2,78 km²[1]
Einwohner: 687 (1. Jun. 2009)
Bevölkerungsdichte: 247 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Februar 1971
Postleitzahl: 34302
Vorwahl: 05665
Karte
Ellenberg von oben

Das Dorf liegt südlich des Kernorts Guxhagen, östlich der Eder. Östlich des Ortes verläuft die Bundesautobahn 7.

GeschichteBearbeiten

Erstmals urkundlich erwähnt wird das Dorf Ellinberg im Jahre 1357, als sich Landgraf Heinrich II. von Hessen mit dem Abt des Klosters Breitenau dahingehend einigte, dass im Gericht Ellinberg die Niedere Gerichtsbarkeit dem Abt, die Hohe Gerichtsbarkeit aber dem Landgrafen zustehen sollte.

1585 wurde die erste Kirche erbaut. Das heutige Gotteshaus stammt aus dem Jahre 1787.

Die 1907 und 1923/24 gefundenen Stelen von Ellenberg gehören neben dem Menhir von Wellen zu den seltenen verzierten archäologische Raritäten im Fritzlar-Kasseler Raum.

GebietsreformBearbeiten

Am 1. Februar 1971 wurde die Gemeinde Ellenberg im Zuge der Gebietsreform in Hessen als Ortsteil der Gemeinde Guxhagen eingegliedert.[2][3]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Das einst landwirtschaftlich geprägte Dorf erfuhr in den letzten Kriegsjahren und den ersten Nachkriegsjahren ein erzwungenes Bevölkerungswachstum durch die Aufnahme von Ausgebombten, Flüchtlingen und Heimatvertriebenen. Danach ging die Einwohnerzahl durch Abwanderung allmählich wieder zurück, ehe sie ab den 1960er Jahren mit der Erschließung von Neubaugebieten im Süden des Dorfes verhältnismäßig schnell wieder anwuchs.

  • 1834: 365
  • 1852: 372
  • 1875: 402
  • 1905: 429
  • 1939: 484
  • 1946: 715
  • 1950: 673
  • 1961: 581
  • 1967: 655
  • 2009: 687

PersönlichkeitenBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ellenberg, Schwalm-Eder-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 29. Juli 2015). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. Gemeindegebietsreform: Zusammenschlüssen und Eingliederungen von Gemeinden vom 20. Januar 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 6, S. 248, Punkt 328, Abs. 43 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 6,2 MB]).
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 404.

WeblinksBearbeiten