Eldar Issakadze

georgischer Cellist

Eldar Issakadze (Issakadse) (georgisch ელდარ ისაკაძე[1]; * 5. Januar 1936 in Tiflis; † 27. Juli 2005 in Ingolstadt) war ein georgischer Cellist und Cellopädagoge.

Er ist der Bruder der Geigerin Liana Issakadse und der Vater der Pianistin Irma Issakadse.

Leben und WirkenBearbeiten

Von 1954 bis 1957 studierte Eldar Issakadze am Staatlichen Konservatorium Vano Sarajishvili Tiflis. Von 1957 bis 1960 führte er sein Studium am Staatlichen Konservatorium Peter Tschaikowsky weiter.

Ab 1962 war er Violoncello-Lehrer am Staatlichen Konservatorium Sarajishvili Tiflis, 1984 erhielt er eine Professur. Von 1974 bis 1976 war er Violoncello-Professor am Konservatorium von Kairo. Nach seiner Rückkehr nach Tiflis hatte er bis 1990 eine Lehrtätigkeit am Konservatorium in Tiflis inne. Ab 1990 lebte Eldar Issakadze in Deutschland.

CellopädagogeBearbeiten

Ab 1962 war Eldar Issakadze Violoncello-Lehrer am Staatlichen Konservatorium Sarajishvili Tiflis, 1984 erhielt er eine Professur. Von 1974 bis 1976 war er Violoncello-Professor am Konservatorium von Kairo. Nach seiner Rückkehr nach Tiflis hatte er bis 1990 eine Lehrtätigkeit am Konservatorium in Tiflis inne. Ab 1990 lebte Eldar Issakadze in Ingolstadt, Deutschland.[1]

Ab 1994 lehrte er in Ingolstadt an der David-Oistrach-Akademie als Cellolehrer. Er brachte viele erfolgreiche Schüler hervor, unter anderem Maximilian Hornung, Alexander Suleiman[2], Jessica Kuhn[3], Nikoloz Shamugia[4] und Johanna Varner.

CellosolistBearbeiten

Sein Spiel war geprägt von Virtuosität, Aufführungskultur und Temperament. Er war der erste Interpret einer Reihe neuer Werke georgischer Komponisten, darunter V. Azarashvili und O. Taktakischwili Cellokonzerte.[5] Auch das Cellokonzert von Sulkhan Tsintsadze war Eldar Issakadze gewidmet. Sein Meisterschüler Maximilian Hornung hat dem Konzert auf einer CD ein Denkmal gesetzt und das Album Eldar Issakadze gewidmet, da er von ihm vor über 20 Jahren eine Kiste Noten erhielt, in der sich das Konzert von Tsinsadze befand.

Zitat aus einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk: "Seit diesem Moment wusste Max, dass er dieses Konzert eines Tages spielen und aufnehmen möchte. Zwei Jahrzehnte hat er dafür gebraucht, die Partitur ausfindig zu machen und zu rekonstruieren. Jetzt konnte er das Konzert endlich einspielen. 'In dieser Musik ist jeder Ton wirklich gelebt...Musik muss aus tiefster Seele empfunden sein - und das alles ist in dem Cellokonzert von Sulkhan Tsintsadze enthalten'."[6]

Eldar Issakadze führte als erster Cellist in Georgien die Prokofjew-Konzert-Symphonie und das Schostakowitsch-Cello-Konzert auf. Später hatte er viele Tourneen in der UdSSR und im Ausland. Ab 1990 arbeitete Issakadze in Ingolstadt in dem von ihm und Liana Issakadze geleiteten Georgischen Kammerorchester.[7]

EhrungenBearbeiten

  • 1983 – Volkskünstler Georgiens[1]
  • 1960 – Transkaukasischer Musikwettbewerb, Preisträger[1]
  • 1957 – Republikanischer Cellowettbewerb, erster Preis[1]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d e National Parlamentary Library of Georgia: Bios. In: www.nplg.ge. National Parlamentary Library of Georgia, 1. Januar 2000, abgerufen am 8. Februar 2022 (georgisch).
  2. Creusen: Künstler Suleiman. In: www.creusen-concert.de. Creusen, 1. Januar 2000, abgerufen am 8. Februar 2022 (deutsch).
  3. Jessica Kuhn: Bio. In: Jessicakuhn. Jessica Kuhn, 1. Januar 2012, abgerufen am 8. Februar 2022 (deutsch).
  4. Georgisches Kammerorchester: Nikoloz Shamugia. In: georgisches-kammerorchester.de. Georgisches Kammerorchester, 1. Januar 2022, abgerufen am 8. Februar 2022 (deutsch).
  5. Naxos: Eldar Issakadze. In: Naxos.com. Naxos, 1. Januar 1999, abgerufen am 8. Februar 2022 (deutsch).
  6. Victoria Schulmann: Maximilian Hornung Violoncello. In: www.br-klassik.de. Bayerischer Rundfunk, 8. November 2018, abgerufen am 8. Februar 2022 (deutsch).
  7. Presto Music: Kartuli Musica. In: www.prestomusic.com. Prestomusic, 1. Januar 2000, abgerufen am 8. Februar 2022 (englisch).