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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Egesheim
Egesheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Egesheim hervorgehoben
Koordinaten: 48° 7′ N, 8° 51′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Tuttlingen
Höhe: 783 m ü. NHN
Fläche: 7,66 km2
Einwohner: 645 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 84 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 78592, 78580
Vorwahl: 07429
Kfz-Kennzeichen: TUT
Gemeindeschlüssel: 08 3 27 013
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 10
78592 Egesheim
Website: www.egesheim.de
Bürgermeister: Hans Marquart (parteilos)
Lage der Gemeinde Egesheim im Landkreis Tuttlingen
Landkreis KonstanzLandkreis RottweilLandkreis SigmaringenSchwarzwald-Baar-KreisZollernalbkreisAldingenBalgheimBärenthalBöttingenBubsheimBuchheimDeilingenDenkingenDürbheimDurchhausenEgesheimEmmingen-LiptingenFridingen an der DonauFrittlingenGeisingenGosheimGunningenHausen ob VerenaImmendingenIrndorfKönigsheimKolbingenMahlstettenMühlheim an der DonauNeuhausen ob EckReichenbach am HeubergRenquishausenRietheim-WeilheimSeitingen-OberflachtSpaichingenTalheim (Landkreis Tuttlingen)TrossingenTuttlingenWehingenWurmlingen (Landkreis Tuttlingen)Karte
Über dieses Bild

Egesheim ist eine Gemeinde im Landkreis Tuttlingen in Baden-Württemberg, Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

 
Blick über Egesheim

Geographische LageBearbeiten

Egesheim liegt auf dem Großen Heuberg im Südwesten der Schwäbischen Alb in einer Höhe von 700 bis 930 m ü. NN. Der südliche Flussarm der Bära, die so genannte Untere Bära, durchfließt die Gemeinde. Zwei Drittel der Gemeindefläche ist von Wald bedeckt.

NachbargemeindenBearbeiten

Die Gemeinde grenzt im Norden an Reichenbach am Heuberg, im Osten an Nusplingen im Zollernalbkreis, im Südosten an Bärenthal, im Süden an Königsheim und im Westen an Bubsheim.

GemeindegliederungBearbeiten

Zur Gemeinde Egesheim gehören das Dorf Egesheim und der Weiler Bärental (Hammer). Im Gemeindegebiet liegen die abgegangene Burg Granegg (auch Michelstein) und der abgegangene Aussiedlerhof Mauchenhof.[2]

GeschichteBearbeiten

Die Gemeinde Egesheim ist eine der ältesten Gemeinden der Region, sie wurde bereits im Jahre 770 in einer Schenkungsurkunde des Klosters St. Gallen erwähnt. Verschiedene geistliche und weltliche Herrschaften hatten Besitz am Ort. 1381 kam das Dorf zu Vorderösterreich und blieb dort, bis es 1805 württembergisch wurde. Im Königreich Württemberg wurde es dem Oberamt Spaichingen zugeordnet. Bei der Gebietsreform 1938 gelangte der Ort zum Landkreis Tuttlingen.

PolitikBearbeiten

VerwaltungsverbandBearbeiten

Die Gemeinde ist Mitglied im Gemeindeverwaltungsverbandes Heuberg mit Sitz in Wehingen.

GemeinderatBearbeiten

Nach der Wahl 2014 hat der Gemeinderat 8 Mitglieder.[3] Bis dato (2018) hat noch nie eine Frau dem Gemeinderat angehört.

BürgermeisterBearbeiten

Schultheißen (bis 1930) bzw. Bürgermeister waren:[4]

  • 1832–1869: Leonhard Reiser (1801–1875), Vater von Wilhelm von Reiser
  • 1869–1879: Josef Sauter (1842–1900), Bauer
  • 1879–1907: Johann Baptist Blikle (1842–1913), Schreiner
  • 1908–1931: Jakob Keller (1868–1950), Buchbinder
  • 1931–1945: Franz Josef Sauter (1894–1967), Zimmermeister
  • 1946–1952: Josef Paul (1896–1983), Wagner
  • 1952–1970: Gallus Stier (1914–1990), Landwirt und Säger
  • 1970–1982: Eugen Weber (1915–1987), zuvor Bürgermeister von Gosheim 1949–1967
  • 1982–2018: Josef Bär (* 1952, CDU), Dipl.-Verwaltungswirt (FH), zugleich Bürgermeister in Wehingen 1981–2016 und Reichenbach am Heuberg seit 1988
  • seit 2018: Hans Marquart (* 1959, parteilos), Dipl.-Verwaltungsbetriebswirt, 2002–2018 Wirtschaftsförderer der Stadt Hechingen[5]


Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Heidentor

Die Kommune ist dem Tourismusverband „Donaubergland“ angeschlossen.

NaturdenkmälerBearbeiten

  • Das Naturdenkmal Beilsteinhöhle bei Egesheim war wichtiger altsteinzeitlicher (10.000 v. Chr.) Lebensraum im Gebiet des Großen Heubergs. Der Name Beilsteinhöhle leitet sich von den in der Höhle gefunden steinernen Beilköpfen ab. Durch Funde von Stein-, Knochen- und Keramikgeräten konnte eine Nutzung durch den Steinzeitmensch bis 2000 v. Chr. nachgewiesen werden.
  • Heidentor, ein frühkeltischer Kultplatz

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Die Heubergbahn sollte nach der ursprünglichen Planung bis Nusplingen gebaut werden und damit auch Egesheim erreichen. Die Bahn wurde dann aber nur bis zum fast drei Kilometer entfernten Reichenbach am Heuberg gebaut und 1966 stillgelegt.

Aus einer armen, landwirtschaftlich geprägten Gemeinde wurde eine Industrie- und Arbeiterwohngemeinde. Die Landwirtschaft wird heute nur noch im Nebenerwerb betrieben. Egesheim hat eine ausgeglichene Pendlerbilanz, das heißt, es kommen gleich viele Arbeitskräfte von außerhalb zur Arbeit in die Gemeinde wie Egesheimer ihren Lebensunterhalt außerhalb der Gemeinde verdienen. Egesheim verfügt über rund 290 Arbeitsplätze.[6]

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

  • Wilhelm von Reiser (1835–1898), Bischof von Rottenburg, stiftete eine Schwesternstation und einen Kindergarten für Egesheim[7]

LiteraturBearbeiten

  • Egesheimer Heimatbuch. Eine Heuberggemeinde in Geschichte und Gegenwart, 1998, ISBN 3-89570-449-0

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2017 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2, S. 633–634.
  3. http://www.egesheim.de/index.php?id=100
  4. Egesheimer Heimatbuch, S. 121-125; dort sind lückenhaft weitere Schultheißen seit 1451 aufgelistet
  5. Hans Marquart kandidiert in Egesheim, swp.de, 3. April 2018
  6. http://www.egesheim.de/index.php?id=75
  7. http://www.egesheim.de/index.php?id=74

WeblinksBearbeiten

  Commons: Egesheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  Wikisource: Egesheim – in der Beschreibung des Oberamts Spaichingen von 1876