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Edwin Vurens

niederländischer Fußballspieler

Edwin Vurens (* 6. Juni 1968 in Stompwijk) ist ein niederländischer ehemaliger Fußballspieler und heutiger Trainer. Er spielte in der Eredivisie für Sparta Rotterdam, den FC Twente und Roda JC; später war er in der Nationalliga A beim FC St. Gallen aktiv und wurde mit Servette FC Genève Schweizer Meister und Pokalsieger. Er machte außerdem ein Länderspiel in der niederländischen Nationalmannschaft.

Inhaltsverzeichnis

VereinskarriereBearbeiten

Vurens begann seine Laufbahn in seinem Heimatdorf bei den Stompwijkse Boys und kam über die RKAVV aus Leidschendam 1986 zu Sparta Rotterdam, wo er in der Saison 1987/88 sein Profidebüt gab und in 15 Spielen 2 Tore erzielte. Seine torreichste Saison in Rotterdam war 1991/92; 14-mal traf der im Sturm oder im offensiven Mittelfeld eingesetzte Vurens in 32 Spielen in den gegnerischen Kasten. Nach zwölften und 13. Plätzen in der Eredivisie erreichten die Spartaner 1993 den achten Platz, woran Vurens mit fünf Treffern in 18 Spielen der Hinrunde[1] seinen Anteil hatte. Er erregte die Aufmerksamkeit des Ligakonkurrenten FC Twente, wohin er in der Winterpause 1992/93 wechselte.

Bei den Enschedern machte er in zweieinhalb Jahren 80 Ligaspiele, in denen er 21 Tore erzielte.[2] Twente wurde mit ihm dreimal Fünfter und spielte zwei Saisons im UEFA-Pokal, schied jedoch jeweils in der ersten Runde aus; Vurens erzielte 1993 gegen Bayern München und 1994 gegen Kispest Honvéd FC jeweils ein Tor.[3] In dieser Zeit wurde er auch Nationalspieler. In der Saison 1995/96 machte er noch ein Pokalspiel mit dem FC Twente, ehe er zu Roda JC nach Kerkrade wechselte.

Mit Roda spielte er unter Trainer Huub Stevens ebenfalls zwei Saisons im UEFA-Pokal; 1996 erzielte er dabei ein Tor gegen den späteren UEFA-Pokalsieger Schalke 04. In der Ehrendivision erreichte er 1996 mit Roda Platz vier. Nachdem Stevens den Verein verlassen hatte, wechselte auch Vurens den Arbeitgeber; er ging in die Schweiz zum FC St. Gallen, wo er in der Saison 1996/97 noch sechs Spiele absolvierte.

Mit St. Gallen erreichte er 1998 das Schweizer Cupfinal, in dem er zwei Treffer zur 2:0-Führung erzielte. Nachdem Vurens anschliessend einen Penalty verschoss, konnte Lausanne Sports ausgleichen und gewann das Finale nach Penaltyschiessen.[4] Mit Servette, wohin er während der folgenden Saison wechselte, wurde er gleich in der Spielzeit 1998/99 Schweizer Meister. In seiner letzten Saison 2000/01 in Genf konnte er verletzungsbedingt nur zwölfmal auflaufen, wurde aber mit Servette Pokalsieger. Anschliessend beendete Vurens seine aktive Laufbahn.

StationenBearbeiten

als Profifußballer[5]

  • Sparta Rotterdam (Eredivisie 1987–1992, 147 Einsätze/34 Tore)
  • FC Twente (Eredivisie 1993–1995, 80/21; UEFA-Pokal 4/2; KNVB-Pokal 8/4)
  • Roda JC (Eredivisie 1995–1997, 56/10; UEFA-Pokal 6/1; KNVB-Pokal 7/5)
  • FC St. Gallen (Nationalliga A 1997–1999, 56/15)
  • Servette FC Genève (Nationalliga A 1998–2001, 49/13)

NationalmannschaftBearbeiten

Im Februar 1995 erhielt der gerade als Bondscoach verpflichtete Guus Hiddink acht Absagen von Ajax-Spielern, die er zum Freundschaftsspiel gegen Portugal berufen hatte, da deren Spielkalender zu voll war. Einen der Ersatzleute fand er beim FC Twente: Edwin Vurens. Am 22. Februar 1995 durfte Vurens in der Startformation der Elftal auflaufen und gab damit in diesem Spiel ebenso sein Debüt in Oranje wie Frank Verlaat und Michel Kreek. Den Endstand von 0:1 stellten die Portugiesen schon in der 8. Minute her. Vurens, im Verein meist auf der linken Seite, spielte auf der ungewohnten Rechtsaußenposition. In der Halbzeit wurde er gegen den ebenfalls erstmals in der Nationalmannschaft eingesetzten Kerkrader Eric van der Luer ausgewechselt. Die 45 Minuten gegen Portugal blieben sein einziger Länderspieleinsatz. Allerdings durfte er später noch einmal gegen die Nationalmannschaft spielen – in einem Testspiel der Niederlande gegen Servette.

ErfolgeBearbeiten

  • Schweizer Meister 1999 (mit Servette FC Genève)
  • Schweizer Cupsieger 2001 (mit Servette FC Genève)

TrainerBearbeiten

Vurens hat nach seiner aktiven Laufbahn mehrere niederländische Amateurvereine betreut, so in der Saison 2005/06 den FC Zoetermeer und ab 2007 in der Hoofdklasse, der dritten Liga der Niederlande, den VUC aus Den Haag. In der Saison 2009/10 ist er ebenfalls in der höchsten Amateurklasse Trainer der SVARC in Alphen aan den Rijn; sein Vertrag dort läuft bis 2012.[6]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Saisonbilanz bei Voetbal International
  2. Spielerprofil@1@2Vorlage:Toter Link/www.fctwente.nl (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. beim FC Twente
  3. Vurens Europapokalstatistik (Memento des Originals vom 8. Januar 2008 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/voetbalstats.nl bei Voetbalstats.nl
  4. di bescht niederlag: cupfinal gege lausanne (Memento des Originals vom 12. Juni 2008 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ralfmeile.ch mit Link zum Fernsehbericht des Finals
  5. Sparta und Roda laut Saisonbilanzen bei Voetbal International, Twente laut Spielerprofil beim FC Twente@1@2Vorlage:Toter Link/www.fctwente.nl (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Nationalliga laut Spielerprofil bei Top11.ch@1@2Vorlage:Toter Link/www2.top11.ch (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  6. ARC verlengt contract met Edwin Vurens, Voetbal op Zaterdag vom 18. Dezember 2009