Duilio Arigoni

Schweizer Chemiker
Duilio Arigoni (2002)

Duilio Arigoni (* 6. Dezember 1928 in Lugano; † 10. Juni 2020) war ein Schweizer Chemiker.

LebenBearbeiten

Er studierte Chemie an der ETH Zürich. 1955 schrieb er seine Doktorarbeit („Über konfigurative Beziehungen bei Steroid- und Terpenverbindungen“) bei Oskar Jeger.[1] Ab 1961 war Arigoni Privatdozent, ab 1962 ausserordentlicher Professor und von 1967 bis 1996 ordentlicher Professor für spezielle Organische Chemie am Laboratorium für Organische Chemie der ETH Zürich, 1999 wurde er emeritiert. Als A. D. White-Professor-at-Large an der Cornell University (1980 bis 1987), sowie als Alexander Todd Visiting Professor an der University of Cambridge (1981) und als R. B. Woodward Visiting Professor an der Harvard University (1983) wirkte er danach.

Seine Forschungsgebiete waren die bioorganische Stereochemie und die Biosynthese von Naturstoffen (u. a. Vitamin B12). Er erweiterte in seinen Studien wesentlich den Einblick in die Dynamik enzymatischer Prozesse, besonders deren Stereochemie.[2]

Arigoni wurde unter anderem 1991 mit dem Marcel-Benoist-Preis für sein Werk geehrt. Er starb im Juni 2020 im Alter von 91 Jahren.[3]

Ehrungen, Auszeichnungen und MitgliedschaftenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Lebensdaten, Publikationen und Akademischer Stammbaum von Duilio Arigoni bei academictree.org, abgerufen am 1. Januar 2018.
  2. Winfried R. Pötsch, Annelore Fischer und Wolfgang Müller unter Mitarbeit von Heinz Cassenbaum: Lexikon bedeutender Chemiker, VEB Bibliographisches Institut Leipzig, 1988, S. 15, ISBN 3-323-00185-0.
  3. Julia Ecker: Prof. em. Duilio Arigoni dies at 91. ETH Zürich, Departement Chemie und Angewandte Biowissenschaften, 12. Juni 2020, abgerufen am 16. Juni 2020.