Disneyland Paris

Freizeitpark in Frankreich
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Disneyland Paris (bis 1994 Euro Disney Resort bzw. Euro Disney Resort Paris, von 2002 bis 2009 Disneyland Resort Paris) ist ein 2.230 Hektar großer Freizeitkomplex in der zur Ville nouvelle Marne-la-Vallée gehörenden Kommune Chessy, 32 km östlich von Paris, Frankreich.

Disneyland Paris
Logo des Disneyland Paris

Logo des Disneyland Paris

Ort Marne-la-Vallée, Val d’Europe, Frankreich
Eröffnung 12. April 1992
Besucher 9,7 Mio. (Disneyland Park)
5,2 Mio. (Walt Disney Studios Park)[1] (beide 2017)
Fläche 22,3 km² (Gesamt)
51 Hektar (Disneyland Park)
27 Hektar (Walt Disney Studios Park)
15 Hektar (Disney Village)
Baukosten 22 Milliarden Französische Franc[2]

Gesamte Investition: 4,523 Milliarden Euro (Stand 2010, inklusive Grund)[3]

Personal 14.500 Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt)
Website https://www.disneylandparis.com/de-de/
Disneyland Paris (Frankreich)
Disneyland Paris
Disneyland Paris
Lage des Parks

Koordinaten: 48° 52′ 21″ N, 2° 46′ 34″ O

Das Resort wurde am 12. April 1992 nach vierjähriger Bauzeit eröffnet und seitdem von über 320 Millionen Menschen aus aller Welt besucht.[4] Heute umfasst es unter anderem die zwei Themenparks Disneyland Park (1992) und Walt Disney Studios Park (2002), den Unterhaltungsbereich Disney Village, die Golfanlage Golf Disneyland, mehrere Hotels sowie Wohn- und Geschäftsviertel. Mit schätzungsweise 9,9 (Disneyland) und 4,3 (Walt Disney Studios) Millionen Besuchern zählten beide Parks im Jahr 2014 zu den fünf meistbesuchten Vergnügungsparks Europas, wobei der Disneyland Park der besucherstärkste Park des Kontinents ist.

Die Abteilung Walt Disney Parks and Resorts der Walt Disney Company ist mit 76,71 % am Kapital des Disneyland Resort Paris beteiligt, dessen Entwicklung und Ausbau Aufgabe der Euro Disney SCA ist. Diese besitzt ihrerseits die Euro Disney SA und 82 % der Euro Disney Associés SNC. Letztere verwalten und bewirtschaften die Domäne.

ThemenparksBearbeiten

Disneyland ParkBearbeiten

 
Das Dornröschenschloss in der Mitte des Parks

Der Disneyland Park (bis 1994 EuroDisney, dann bis 2002 Disneyland Paris) mit einer Fläche von 51 Hektar ist der älteste Teil und das Kernstück des Resorts. Nach dem Vorbild des Magic Kingdoms aus den amerikanischen Disneyland-Resorts entworfen, unterteilt er sich in fünf Themenbereiche, die sich um das Dornröschen-Schloss gruppieren, das dem Park als Wahrzeichen dient. Die verschiedenen Bereiche, vom Parkeingang im Uhrzeigersinn gesehen, sind:

Main Street USABearbeiten

Die Main Street USA beginnt nach dem Eingangsbereich des Parks. Hier liegen vorwiegend Restaurants und Geschäfte. Sie führt, ähnlich den anderen Disney-Parks, zum sogenannten „Hub“ vor dem Schloss, von dem aus die Besucher Zugang zu allen verschiedenen Themenbereichen des Parks haben. Der Baustil der Gebäude versetzt die Besucher in eine Kleinstadt der USA zur Zeit der Jahrhundertwende. Die Architektur ist angelehnt an Marceline im Bundesstaat Missouri, die Stadt in der Walt Disney aufwuchs. Außerdem bietet sich die Gelegenheit, sich bei einem Friseur im Stil der Jahrhundertwende zum zwanzigsten Jahrhundert frisieren oder rasieren zu lassen. Hier fahren die Main Street Vehicles (Oldtimer, die Gäste transportieren). Hinter den Fassaden der Gebäude verlaufen parallel die Discovery Arcade und Liberty Arcade (Flanier- und Entdeckungsmeilen). Außerdem finden auf der Hauptstraße die offizielle Disneyparaden statt. Die Disneyland Railroad–Main Street Station, der „Hauptbahnhof“ der Disneyland Railroad, liegt hier ebenfalls. Mit der Bahn ist es möglich, den Park zu umfahren und einen Gesamtüberblick zu bekommen.

FrontierlandBearbeiten

Dieser Bereich ist einer typischen Wild-West-Kulisse nachempfunden. Frontierland beheimatet den als Geisterbahn thematisierten Darkride Phantom Manor. Außerdem befindet sich hier die Familienachterbahn Big Thunder Mountain, bei der die Züge durch einen unterirdischen Tunnel den See um Big Thunder Mountain unterqueren und auf dem Berg in der Kulisse einer alten Mine fahren. Daneben befinden sich im Frontierland weitere Attraktionen wie die Schießbude Rustler Roundup Shootin' Gallery, der Spielplatz Pocahontas Indian Village und das Chaparral Theater. Im hinteren Teil des Themenbereichs befindet sich auch eine Haltestelle der Disneyland Railroad.

AdventurelandBearbeiten

Im Adventureland begeben sich die Besucher auf die Pfade von bekannten Abenteurern wie zum Beispiel Indiana Jones oder können die Märchenstadt Agrabah erkunden. Ein Abenteuerspielplatz im Piratenstil nach Fluch der Karibik ist für Kinder ebenfalls vorhanden.

Attraktionen dieses Bereichs sind unter anderen der „Indiana Jones and the Temple of Peril“ (Indiana Jones und der Tempel der Gefahr), die „Adventure Isle“ (Abenteuerinsel), das Baumhaus der „Swiss Family Robinson“ und „Pirates of the Caribbean“. Die letztgenannte Attraktion bildete die Grundlage für die gleichnamige Filmreihe Pirates of the Caribbean.

FantasylandBearbeiten

Der Themenbereich Fantasyland (Fantasieland) ist besonders auf jüngere Besucher ausgerichtet. Die Attraktionen sind rund um bekannte, von Disney adaptierte Märchen gestaltet. Besonders bekannt ist das „Sleeping Beauty Castle“, das Dornröschen-Schloss im Zentrum des Parks mit einigen Einkaufsmöglichkeiten. Darin befindet sich auch „La Galerie de la Belle au Bois Dormant“, eine begehbare Galerie, in der sich Glasfenster und Wandteppiche zum Dornröschen-Märchen befinden. Unter dem Schloss befindet sich die begehbare Drachenhöhle „La Tanière du Dragon“.

Weitere Attraktionen sind auch „Schneewittchen und die Sieben Zwerge“, das die Geschichte von Schneewittchen erzählt und Elemente einer Geisterbahn enthält. „Peter Pan’s Flight“ – Peter Pans Flug ist eine Gondelbahn, mit der man über die Dächer von London hinweg ins Nimmerland fliegt. Hier befindet sich auch das „Alice’s Curious Labyrinth“, das im Schloss der Herzkönigin endet. „Pinocchios Reise“ erzählt die Geschichte von Pinocchio und bei der Bootsfahrt in „Le Pays des Contes de Fées“ (Das Märchenland) werden Märchen wie Schneewittchen, Peter und der Wolf oder Aladdin dargestellt. „Casey Jr.“ ist eine schöne, „langsame“ Familienachterbahn, die sich hinter dem Labyrinth befindet.

It’s a small world“ ist eine Bootsfahrt mit singenden Kindern verschiedener Nationen. Dies ist eine Attraktion, welche ursprünglich für eine Weltausstellung konzipiert wurde und jedes Land bzw. jede Region der Erde darstellt: Europa, Regenwald, Afrika, Alaska etc. Die Park-Dampfloks legen auf ihrer Parkrundfahrt an der „Fantasyland Station Disney Railroad“ einen Zwischenstopp ein. Außerdem befindet sich im Fantasyland „Le Théâtre du Château “ (Theater für Inszenierungen und Shows).

DiscoverylandBearbeiten

Im Discoveryland („Land der Entdeckungen“) erlebt der Besucher unter anderem die fiktive Zukunft des Jules Verne. Zur Eröffnung 1992 wurde dieser Themenbereich bewusst in eine Zukunft der klassischen Visionäre aus der Sicht des 19. Jahrhunderts gebaut – weg von klassischen Star-Wars- und Science-Fiction-Motiven.

Im Mittelpunkt des Themenbereiches steht die 1995 eröffnete[5] Indoor-Achterbahn Space Mountain: De la Terre à la Lune. Im April 2005 eröffnete die Achterbahn nach einer Umbauphase als Space Mountain: Mission 2 und verließ mit dem neuen Erscheinungsbild im Inneren der Attraktion die klassische Jules Verne-Thematik.

Von 2004 bis 2009[6] lief die Show The Legend of the Lion King („Die Legende des Königs der Löwen“) im Videopolis gegenüber dem Space Mountain. Die Show ist bei etwa 30-minütiger Dauer wie ein Musical aufgebaut. Seit 2010 besteht das Showprogramm im Videopolis aus einer afrikanischen Drums-Show.

Weitere Attraktionen im Discoveryland sind der Buzz Lightyear Laser Blast (ein interaktiver Darkride), der das 360° Kino Visionarium ersetzt. Star Tours (Flug-Simulator), Orbitron (Karussell mit Raketen) sowie Autopia (eine Art Kartbahn mit Benzinfahrzeugen) erweitern das Programm. Weitere Angebote sind der nach langjähriger Pause wieder ins Programm aufgenommene 3D-Film Captain EO als Ersatz für den 4D-Film Honey, I shrunk the audience! („Liebling, ich habe das Publikum geschrumpft!“) und Filmvorführungen klassischer Micky Maus-Cartoons im Videopolis.

Walt Disney Studios ParkBearbeiten

 
Eingang zum Walt Disney Studios Park

Weiterhin gibt es seit 2002 die „Walt Disney Studios“, die direkt an den ursprünglichen Park und das Disney Village angrenzen. In diesem Park sollen die Besucher hinter die Kulissen von Filmen schauen können. Der Park ist in drei (ehemalig vier) Themenbereiche unterteilt: Front Lot, Production Courtyard und Toon Studio.

Front LotBearbeiten

Im Front Lot befindet sich der Eingangsbereich des Parks zusammen mit der Eingangshalle (Studio 1), die nach dem Hollywood Boulevard gestaltet ist.

Production CourtyardBearbeiten

Seit dem 22. Dezember 2007 können die Besucher hier den Freifallturm „Twilight Zone Tower of Terror“ erleben. Im März 2008 wurde im Gebäudekomplex des Disney Channels „Stitch Live“ („Stitch Encounter“ im Disneyland in Hong Kong) eröffnet.

Des Weiteren gibt es in diesem Bereich die Stunt Show „Moteurs… Action!“, in der mit Fahrzeugen, Explosionen und allerlei „Action“ Stunt-Effekte gezeigt werden. Diese Show ist der letzte Bestandteil des ehemaligen Backlot und wird bald in Vorbereitung für den Avengers Campus schließen.

Toon Studio (ehemals Animation Courtyard)Bearbeiten

Die letzte Attraktion aus dem Eröffnungsjahr in diesem Bereich sind die Flying Carpets Over Agrabah. Im Juni 2007 eröffneten der Spinning Coaster Crush’s Coaster, der auf dem Film „Findet Nemo“ basiert, sowie eine teetassenähnliche Attraktion zum Film „Cars“.

Im Sommer 2010 zog ein neues Themenland „Toy Story Playland“ in das Toon Studio ein. Dieser neue Themenbereich ist mit drei neuen Attraktionen bestückt – einem Parachute-Ride („Toy Soldiers Parachute Drop“) mit dem Thema der kleinen Plastiksoldaten, einem Halfpipe-Coaster („RC Racer“) mit dem Thema von RC Racer und einem Musikexpress mit dem Thema von Slinky Dog („Slinky Dog Zigzag Spin“).

2014 wurde der Park um einen Dark-Ride basierend auf dem Film Ratatouille inklusive angeschlossenem Restaurant und Shop erweitert. Seit 2016 befindet sich in diesem Bereich auch die Show Mickey and the Magician. Die neueste Show dieses Themenbereichs befindet sich mit „Frozen: A Musical Invitation“ im ehemaligen Gebäude von „Art Of Disney Animation“.

Geplante ErweiterungenBearbeiten

Die neue Attraktion „Car Route 66 Route Trip“ wird noch 2020 im Toon Studio Bereich des Parks öffnen.

Bis 2025 soll der Park um drei weitere Themenbereiche rund um die Marvel, Frozen und Star Wars erweitert werden.

Im Jahr 2021 wird mit Avengers Campus der erste dieser Themenbereiche eröffnen. Der Avengers Campus wird sich auf dem ehemaligen Gebiet des Backlots befinden und mit zwei neuen Attraktion eröffnen: einem interaktiven Spider Man Dark-Ride und einer Iron Man Achterbahn, welche eine Neugestaltung des „Rock ’n’ Roller Coaster“ ist. Später soll der Bereich auch noch durch einen Avengers Dark-Ride ergänzt werden.[7]

Der zweite neue Themenbereich „Frozen: Kingdom of Arendelle“ wird voraussichtlich im Jahr 2023 eröffnen. Neben einem Restaurant und einem Souvenirshop wird die Hauptattraktion dieses Bereiches eine längere Version des Dark-Rides „Frozen Ever After“ aus Epcot in Disenyworld sein.[8]

Der dritte und letzte Schritt dieser Erweiterung wird eine kleinere Version des Themenbereichs Star Wars Galaxys Edge, der bereits 2019 in Disneyland und Disneyworld eröffnet hat. Anders als in den amerikanischen Parks wird in Paris nur der Dark-RideStar Wars: Rise of the Resistance“ gebaut und nicht der Flugsimulator „Millennium Falcon: Smugglers Run“. Der Bereich soll im Jahr 2025 eröffnen.[7]

Ehemalige AttraktionenBearbeiten

Die meisten ehemaligen Attraktionen befanden sich in dem Backlot Bereich des Parks, der aktuell in den Avengers Campus umgewandelt wird. Dazu gehört zum Beispiel die seit 2019 geschlossene Achterbahn namens „Rock ’n’ Roller Coaster“. Hier wurden die Mitfahrer in weniger als drei Sekunden von 0 auf 92 km/h beschleunigt, und während der Fahrt war ein von der Band Aerosmith komponierter Rock-Soundtrack zu hören. Auch der 2019 geschlossene Effekt-Simulator Armageddon – Les Effets Speciaux, befand sich im Backlot Themenbereich.

In der Show „CinéMagique“, die sich im Toon Studio befand, gab es viele kleine Filmausschnitte, verbunden mit einer Liebesgeschichte, zu sehen. In diesem Bereich befand sich bis 2019 auch die Attraktion „Art Of Disney Animation“.

Eine weitere Show im Walt Disney Studios Park war die seit 2016 geschlossene Schwarzlichtshow Animagique, die sich im Produktion Courtyard befand und in der bekannte Disneymelodien in einer Geschichte verpackt gezeigt wurden. Auch in diesem Bereich befand sich bis Januar 2020 die sogenannten „Studio Tram Tour“, eine Hinter-den-Kulissen-Tour mit Spezialeffekt-Präsentation.

Vergnügungszentrum Disney VillageBearbeiten

Zur Einweihung 1992 unter dem Namen Festival Disney eröffnet, befindet sich das Disney Village im Zentrum des Resorts zwischen den Hotels und den beiden Parks. Die ursprüngliche Gestaltung wurde vom Architekten Frank Gehry geplant und gebaut. Durch Umbauten und Nutzungsänderungen im Laufe der Jahre ist vom originalen Konzept fast nichts mehr erhalten.[9]

Das Disney Village mit einer Fläche von ungefähr 15 ha und zahlreichen Attraktionen, wie Shops, Restaurants, einer Diskothek, einem Kinokomplex und Geschäften, wie z. B. einem Disney Store, wird als eine komplette „Stadt“ vorgestellt, die auch noch nach Parkschluss geöffnet ist. Angrenzend befinden sich zudem ein Bowling- und Videospiel-Center, sowie ein eigenes Besucher-Parkhaus, um auch den „Nicht-Parkbesucher“ des Umlandes als Besucher gewinnen zu können. In den drei vorhandenen Disney Stores sind im Wesentlichen alle auch im Park zu erwerbenden Merchandise-Artikel zu finden.

Im Disney Village befindet sich auch die Halle für Buffalo Bill’s Wild West Dinner Show, eine Darbietung im Western-Stil mit Pferden, Akrobatik und Stunts, wobei der Besucher ein Abendessen serviert bekommt und als eines von vier Teams einen Wettkämpfer anfeuert.

Des Weiteren steht in Disney Village ein IMAX 3D-Kino zur Verfügung. Zahlreiche Diskotheken und mehrere Restaurants wie zum Beispiel das Rainforest Cafe, das Billy-Bobs, in dem es regelmäßig Live-Musik gibt oder das Restaurant Annette’s, in dem den Besuchern das Essen bei Rock’n’Roll-Musik von mit Rollschuhen fahrenden Kellnern gebracht wird, haben sich hier angesiedelt. Ein McDonald’s-Schnellrestaurant ist genauso dort zu finden, wie auch eine Filiale der Starbucks-Kaffeehaus-Kette.

Golf DisneylandBearbeiten

Einige Autominuten von den Disney Parks entfernt, liegt im Disneyland Resort Paris der zwischen Wasserfällen, Felsen, Bächen und Bäumen gelegene 27-Loch-Golfplatz. Der Parcours eignet sich sowohl für Anfänger als auch für Profis.

Direkt nebenan befindet sich das Radisson Blu Hotel at Disneyland Paris mit vier Sternen.

UnterkünfteBearbeiten

Von Disney betriebene HotelsBearbeiten

  • Disneyland Hotel (5 Sterne)
  • Disney’s Hotel New York (4 Sterne)
  • Disney’s Newport Bay Club (4 Sterne)
  • Village Nature Paris (4 Sterne)
  • Disney’s Sequoia Lodge (3 Sterne)
  • Disney’s Hotel Cheyenne (3 Sterne)
  • Disney’s Hotel Santa Fe (2 Sterne)
  • Disney’s Davy Crockett Ranch

PartnerhotelsBearbeiten

Verkehrsinfrastruktur – VerkehrsanbindungBearbeiten

Mit dem Bahnhof Marne-la-Vallée - Chessy verfügt das Resort über einen direkten Anschluss an die Pariser „S-Bahn“ RER, an das TGV-Hochgeschwindigkeits-Bahnnetz sowie an den Eurostar-Zug nach London. Über die RER-Linie A ist es aus dem Zentrum von Paris (Stationen Charles-de-Gaulle - Étoile, Auber, Châtelet - Les Halles, Gare de Lyon oder Nation) in etwa einer halben Stunde zu erreichen.

Zu den beiden Pariser Flughäfen (ORLY und CDG) verkehren VEA-Busse (Val d’Europe Airport). Vom Flughafen Paris-CDG ist die bequemste Verbindung der Hochgeschwindigkeitszug TGV, die Fahrt dauert nur 10 Minuten.

Das Gelände ist mit zwei eigenen Abfahrten (13 und 14) an die französische Autobahn A4 angeschlossen.

Pendelbusse verkehren alle 10 bis 20 Minuten zwischen dem RER-Bahnhof, den Themenparks und den Disney-Hotels sowie den sogenannten angeschlossenen Hotels (siehe oben). Wohnt man auf der „Davy Crockett Ranch“, dann ist ein Auto erforderlich, da keine Busverbindung besteht.

VerstädterungsprogrammeBearbeiten

Geschäftsviertel Val d’EuropeBearbeiten

  • Einkaufszentrum Val d’Europe
  • Bürohäuser des Parc International d’Entreprises Arlington Val d’Europe
  • La Vallée Outlet Shopping Village, Quartier du Parc, Val d’Europe

Ferien- und WohngebieteBearbeiten

  • Quartier du Parc
  • Quartier du Golf
  • Quartier Val de France

WartezeitenBearbeiten

Aufgrund der steigenden Besucherzahlen und der Größe des Parks ist es kaum möglich, alle Attraktionen an einem Tag zu sehen bzw. zu absolvieren, da Wartezeiten von 60 bis 90 Minuten und mehr für eine Fahrt nicht ungewöhnlich sind. Während der Nebensaison (z. B. im Winter) sind jedoch auch Wartezeiten von wenigen Minuten möglich (vor allem an Werktagen).

An den beliebtesten Attraktionen wurde ein System namens Fastpass eingeführt. Diese begrenzt erhältlichen Sonderkarten enthalten ein Zeitfenster, innerhalb dessen Besucher über eine Extra-Warteschlange die Attraktion betreten können. Dadurch können die Wartezeiten deutlich verringert werden.[10] In vielen vergleichbaren Parks gibt es ähnliche Systeme.

Wirtschaftliche AspekteBearbeiten

BesucherzahlenBearbeiten

Die Besucherzahlen blieben in den Anfangsjahren nahezu konstant bei etwa 10 Millionen Besuchern pro Jahr. Ende der 1990er Jahre stiegen sie auf rund 11 Millionen, 2001 besuchten 12,3 Millionen Menschen den Park. 2002 folgte ein Einbruch der Besucherzahlen auf 9,2 Millionen, in den folgenden Jahren erholten sie sich und lagen 2006 bei 12,8 Millionen. Im Geschäftsjahr 2007 verbesserten sich die Zahlen erneut und stiegen auf 14,5 Millionen. Ein neuer Besucherrekord wurde im Geschäftsjahr 2008 mit 15,3 Millionen Besuchern erzielt. Im Jahr 2008 wurde auch der 200 Millionste Besucher seit der Eröffnung begrüßt. Im Geschäftsjahr 2009 fiel die Besucherzahl auf 12,74 Millionen Besucher.[11]

2011/12 wurden rund 16 Millionen Besucher gezählt, im folgenden Geschäftsjahr 2012/13 sank die Zahl wieder auf knapp unter 15 Millionen. Mit diesen Zahlen ist Disneyland Paris nach eigenen Angaben die besucherstärkste Touristenattraktion in Europa.[12]

Durchschnittlich kommen etwa 36 % der Besucher in den Walt Disney Studios Park, 53 % in den Disneyland Park und 11 % in das Disney Village.

GeschäftsergebnisseBearbeiten

Aus den Anfangsinvestitionen standen auch 2013 noch rund 1,7 Mrd. Euro Schulden in den Geschäftsbüchern. In der Mehrzahl der Jahre machte Euro-Disney Verluste; zwischen 2008 und 2013 in jedem Jahr. Alleine aus dieser Periode addieren sich die Verluste auf 78 Millionen Euro Schulden. Der Park reagierte mit einem mehrfach verschärften Sparprogramm, das von Beschäftigten als erheblicher Druck empfunden wurde. Auch Besucher waren von den Sparmaßnahmen betroffen und reagierten auf die Schließung von Fahrgeschäften, Absagen von Shows und Einsparungen bei der Gastronomie mit Protesten.

2012 musste die Muttergesellschaft die Altschulden übernehmen, die Tilgungsfristen strecken und Zinsen herabsetzen. Als wesentlicher Faktor der roten Zahlen gelten die Lizenzzahlungen an das Mutterunternehmen von 70 Millionen Euro im Jahr.[12] 2017 endete ein zweijähriges Modernisierungsverfahren, im Rahmen dessen zahlreiche Attraktionen erneuert sowie teilweise neu eröffnet und Hotels renoviert wurden.[4]

InvestitionenBearbeiten

Die Fahrgeschäfte und Attraktionen sind in die Jahre gekommen. Für eine systematische Erneuerung fehlen jedoch die Mittel, die Einsparungen durch die Unterstützung der Muttergesellschaft sollen aber die Situation verbessern. 2014 wurde der Park um einen Dark-Ride basierend auf dem Film Ratatouille inklusive angeschlossenem Restaurant und Shop erweitert.[12] Im Februar 2018 gab Disney bekannt, in den kommenden Jahren rund 2 Milliarden Euro in die Erweiterung des Parks zu investieren.[13]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Global Attractions Attendance Report 2017. (PDF) TEA, abgerufen am 14. Februar 2019 (englisch).
  2. The History of DisneyLand Paris. solarius.com, abgerufen am 26. Juni 2013 (englisch).
  3. Geschäftsbericht zum 31. März 2010. (PDF; 231 kB) (Nicht mehr online verfügbar.) EURO DISNEY S.C.A. GROUP, archiviert vom Original am 23. Oktober 2013; abgerufen am 26. Juni 2013 (englisch).
  4. a b Disney kündigt mehrjähriges Erweiterungsprojekt für Disneyland Paris an Artikel vom 27. Februar 2018, abgerufen am 24. August 2018
  5. Space Mountain, 20 years of interstellar travel at Disneyland Paris. 31. Mai 2015, abgerufen am 16. Januar 2016.
  6. Lion King GONE, Tarzan Encounter CANCELLED! 14. Februar 2009, abgerufen am 17. Januar 2016.
  7. a b Tom Bricker: $2.5 Billion Disneyland Paris Expansion: Star Wars, Frozen & Marvel. Disney Tourist Blog, abgerufen am 27. Mai 2020 (englisch).
  8. Frozen Land / Kingdom of Arendelle. www.dein-dlrp.de, abgerufen am 27. Mai 2020.
  9. Lost Treasures - Disney Village. 14. Juni 2010, abgerufen am 8. Juni 2019 (englisch).
  10. Info: Fastpass verkürzt die Wartezeit an den Hauptattraktionen. In: Disneyland Paris. Abgerufen am 28. November 2019.
  11. Begrüßung des 200 Millionsten Besuchers. In: dlrppressinternational.com. Abgerufen am 18. Dezember 2008.
  12. a b c Spiegel online: Krise beim Pariser Vergnügungspark: Euro Disney in der Mäusefalle, 6. Dezember 2013
  13. Der Standard: Disney investiert zwei Milliarden Euro in Disneyland Paris Artikel vom 28. Februar 2018, abgerufen am 24. August 2018

WeblinksBearbeiten

Commons: Disneyland Paris – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien