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Daniel Friedrich Hindersin

Bürgermeister von Königsberg

Daniel Friedrich Hindersin, auch Hindersinn, jun. (II), (* 1704 in Stolp; † 1780 in Königsberg) war Bürgermeister von Königsberg zur Zeit von Immanuel Kant.

Er war in seiner Jugend im Königsberger Waisenhaus, sein Vormund war sein Onkel, der Schlossbaumeister Johann Caspar Hindersin. 1721 studierte Hindersin in Königsberg und wurde später Amtmann und General-Pächter des Amts Czichen.

1770 war er „Königl. Preuß. Kriegs-Rath, Policey-Director, dirigirender Bürgermeister u. Pupillaris, wohnet an dem Altstädtischen Marckt im Bürgermeister-Hause“, auch Mitglied der Servies-Commission von Königsberg und wurde dann Polizeibürgermeister von Königsberg. Als die Russen zu Beginn des Siebenjährigen Krieges nach Königsberg kamen, hat Hindersin die Kapitulationsfrage mitbesprochen.

Sein Sohn, Pfarrer Friedrich Wilhelm Hindersin, wurde Vater des preußischen Generals Gustav Eduard von Hindersin. Die Tochter Eleonore Henriette (* 7. September 1744 in Barten; † 30. Juli 1806 in Stargard) war mehrfach verheiratet, zunächst mit dem Grafen Otto Karl Ludwig von Schwerin, nach der Scheidung mit den General Franz Otto von Pirch.[1]

LiteraturBearbeiten

  • Adress-Calender für das Königreich Preussen und insbesondere der Hauptstadt Königsberg (…). 1770, S. 59, 72, 82, 91 (Nachdruck Hamburg 1965).
  • Paul Aberger: Aus den Aufzeichnungen von Walter Grunert. Quellen, Materialien und Sammlungen zur altpreußischen Familienforschung (QMS) Nr. 4. In: Sonderschriften des Vereins für Familienforschung in Ost- und Westpreußen e. V. Nr. 6. Hamburg 1990, S. 174.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Geschichte des Geschlechts von Schwerin, S.323