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Curt Swolinzky (* 19. Dezember 1887 in Lobbe/Rügen; † 1. Dezember 1967 in Berlin) war ein deutscher Politiker (SPD).

Swolinzky machte in Greifenhagen im Regierungsbezirk Stettin eine kaufmännische Lehre als Textilkaufmann. Im Ersten Weltkrieg war er Soldat. 1919 wurde er Mitglied der SPD. Er wurde als Stadtverordneter in Greifenhagen gewählt, anschließend in gleicher Funktion in Breslau. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde er zunächst in „Schutzhaft“ genommen, in der NS-Zeit arbeitete er als Textilvertreter.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Swolinzky Kreisvorsitzender der SPD Tempelhof. Von 1946 bis 1958 war er Mitglied der Stadtverordnetenversammlung von Groß-Berlin bzw. des Abgeordnetenhauses von Berlin. 1955 trat er aus der SPD aus, bis zum Ende der Legislaturperiode war er fraktionsloser Abgeordneter.

LiteraturBearbeiten

  • Werner Breunig, Andreas Herbst: Biografisches Handbuch der Berliner Stadtverordneten und Abgeordneten 1946–1963 (= Schriftenreihe des Landesarchivs Berlin. Bd. 14). Landesarchiv Berlin, Berlin 2011, ISBN 978-3-9803303-4-3, S. 260.
  • Ditmar Staffelt: Der Wiederaufbau der Berliner Sozialdemokratie 1945/46 und die Einheitsfrage – ein Beitrag zur Nachkriegsgeschichte der unteren und mittleren Organisationsgliederungen der SPD. Verlag Peter Lang 1986, ISBN 978-3-8204-9176-0, S. 434.
  • Nils Ferberg: Zu Unrecht vergessen: Curt Swolinzky, 1887–1967. In: 100 Jahre Arbeiterbewegung in Tempelhof. Herausgegeben vom Verein zur Heimatpflege, Heimatkunde, Geschichte und Kultur Tempelhofs, Berlin 1991, S. 137–140.