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LebenBearbeiten

Christopher Rüping assistierte zunächst am Schauspielhaus Hannover, bevor er sein Regiestudium an der Theaterakademie Hamburg und der Zürcher Hochschule der Künste begann. Im Rahmen des Studiums erarbeitete er erste Projekte auf Kampnagel, die auf Festivals inner- und außerhalb Deutschlands zu sehen waren. Seine Diplominszenierung JEKYLL/HYDE nach Robert Louis Stevensons Roman Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde bildete 2011 den Auftakt zu Rüpings Karriere. Im selben Jahr folgten erste Inszenierungen am Schauspiel Frankfurt, unter anderem eine Adaption von F. Scott Fitzgerald's Roman Der große Gatsby, die 2012 zum Festival für junge Regie radikal jung im Münchner Volkstheater eingeladen wurde. Seither arbeitet Rüping als freier Regisseur an Theaterhäusern im deutschsprachigen Raum.

Rüping inszeniert regelmäßig am Thalia Theater (Hamburg), am Deutschen Theater (Berlin), dem Schauspiel Frankfurt, am Staatstheater Hannover sowie am Staatstheater Stuttgart. 2014 und 2015 wurde Christopher Rüping in der Kritikerumfrage der Theaterzeitschrift Theater heute zum Nachwuchsregisseur des Jahres gewählt.

In Stuttgart inszenierte Rüping 2014 Das Fest – Jede Familie hat ein Geheimnis nach dem gleichnamigen Film von Thomas Vinterberg, das 2015 auf dem Berliner Theatertreffen zu sehen war. 2018 folgte die zweite Einladung zum Theatertreffen mit seiner Inszenierung von Bertolt Brechts Trommeln in der Nacht, in der Rüping zunächst die Uraufführungsinszenierung des Werkes aus dem Jahr 1922 an den Münchner Kammerspielen „re-imaginiert“, um den Stoff dann Akt für Akt in die Gegenwart zu transponieren.[1]

2019 wurde Rüpings Inszenierung Dionysos Stadt an den Münchner Kammerspielen zum Theatertreffen nach Berlin eingeladen.[2] Die zehnstündige Inszenierung widmet sich den Stoffen der griechischen Antike und orientiert sich formal am Ablauf der dionysischen Festspiele im antiken Griechenland – angelehnt an den Tragödienagon zeigt Rüping zunächst drei in Form und Inhalt differeriende Überschreibungen antiker Stoffe (1. Teil: Prometheus, 2. Teil: Ilias & Die Troerinnen, 3. Teil: Orestie).[3] Den Abschluss der Tetralogie bildet eine zeitgenössische Interpretation des Satyrspiels unter der Verwendung von Jean-Philippe Toussaints La mélancolie de Zidane, in der der Autor den legendären Kopstoss Zidanes im Weltmeisterschafts-Finale 2006 zum Anlass einer Meditation über das Aufhören nimmt.[4] Für Dionysos Stadt wurde Rüping sowohl von der Theaterzeitschrift Die Deutsche Bühne[5] als auch von der Theaterzeitschrift Theater heute[6] zum Regisseur des Jahres gewählt.

Rüping arbeitet seit seinem Studium regelmäßig mit dem Bühnenbildner Jonathan Mertz, der Kostümbildnerin Lene Schwind und dem Musiker Christoph Hart zusammen.

Von 2016 bis 2019 war er Hausregisseur an den Münchner Kammerspielen.[7] Zur Spielzeit 2019/20 wechselte er in der gleichen Funktion an das Schauspielhaus Zürich.[8]

Inszenierungen (Auswahl)Bearbeiten

AuszeichnungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Sven Ricklefs: TROMMELN IN DER NACHT - revisited. br.de, abgerufen am 18. Februar 2018.
  2. Berliner Festspiele: Theatertreffen - Die 10er Auswahl 2019. Abgerufen am 17. Mai 2019.
  3. Fabian Wallmeier: Schafe, Kriege, Standing Ovations. Abgerufen am 9. Juli 2019.
  4. Alfred Schlienger: Ich Gott. Du Mensch. Abgerufen am 9. Juli 2019.
  5. Saisonbilanz 2018/19. Die Deutsche Bühne, abgerufen am 30. August 2019.
  6. Kritiker-Umfrage 2019: Der Theaterverlag. Der Theaterverlag, abgerufen am 30. August 2019.
  7. Tobias Krone: Neuer Hausregisseur der Kammerspiele: Die U-Bahn als Proberaum. In: sueddeutsche.de. ISSN 0174-4917 (sueddeutsche.de [abgerufen am 24. Januar 2017]).
  8. Andreas Klaeui: Schauspielhaus Zürich – Das Intendantenduo Nicolas Stemann & Benjamin von Blomberg stellt die erste Spielzeit vor. Abgerufen am 10. Juli 2019 (deutsch).
  9. Schauspiel Frankfurt: Schauspiel Frankfurt - Der grosse Gatsby, F. Scott Fitzgerald. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 24. Januar 2017; abgerufen am 24. Januar 2017.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.schauspielfrankfurt.de
  10. Tschick. thalia-theater.de, abgerufen am 24. Januar 2017.
  11. Schauspiel Frankfurt: Schauspiel Frankfurt - Woyzeck. Als ging die Welt in Feuer auf, Nach dem Fragment von Georg Büchner. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 24. Januar 2017; abgerufen am 24. Januar 2017.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.schauspielfrankfurt.de
  12. Bye Bye Hamburg. thalia-theater.de, abgerufen am 24. Januar 2017.
  13. Schauspiel Frankfurt: Schauspiel Frankfurt - Dekalog - Die Zehn Gebote, Krzysztof Kieslowski, Krzysztof Piesiewicz. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 24. Januar 2017; abgerufen am 24. Januar 2017.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.schauspielfrankfurt.de
  14. Staatsschauspiel Hannover Spielplan  >  Repertoire A-Z  >  Hiob. (Nicht mehr online verfügbar.) schauspielhannover.de, archiviert vom Original am 24. Januar 2017; abgerufen am 24. Januar 2017.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.schauspielhannover.de
  15. Schauspiel Stuttgart - Das Fest. (Nicht mehr online verfügbar.) Schauspiel Stuttgart - Kommunikation & Marketing, archiviert vom Original am 24. Januar 2017; abgerufen am 24. Januar 2017.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.schauspiel-stuttgart.de
  16. Die lächerliche Finsternis. thalia-theater.de, abgerufen am 24. Januar 2017.
  17. Schauspielhaus Zürich. schauspielhaus.ch, abgerufen am 24. Januar 2017.
  18. Deutsches Theater Berlin - Romeo und Julia, von William Shakespeare. Deutsches Theater Berlin, abgerufen am 24. Januar 2017.
  19. Schauspiel Stuttgart - Peer Gynt. (Nicht mehr online verfügbar.) Schauspiel Stuttgart - Kommunikation & Marketing, archiviert vom Original am 24. Januar 2017; abgerufen am 24. Januar 2017.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.schauspiel-stuttgart.de
  20. Deutsches Theater Berlin - 100 Sekunden (wofür leben). Deutsches Theater Berlin, abgerufen am 24. Januar 2017.
  21. DER SPIELER Nach dem Roman von Fjodor Dostojewski Inszenierung Christopher Rüping. (muenchner-kammerspiele.de [abgerufen am 24. Januar 2017]).
  22. Staatsschauspiel Hannover Spielplan  >  Repertoire A-Z  >  23 - Nichts ist so wie es scheint. (Nicht mehr online verfügbar.) schauspielhannover.de, archiviert vom Original am 24. Januar 2017; abgerufen am 24. Januar 2017.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.schauspielhannover.de
  23. Schauspiel Frankfurt - Clockwork Orange, Anthony Burgess. (Nicht mehr online verfügbar.) Schauspiel Frankfurt, archiviert vom Original am 24. Januar 2017; abgerufen am 24. Januar 2017.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.schauspielfrankfurt.de
  24. Schauspiel Stuttgart - Lolita. (Nicht mehr online verfügbar.) Schauspiel Stuttgart - Kommunikation & Marketing, archiviert vom Original am 24. Januar 2017; abgerufen am 24. Januar 2017.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.schauspiel-stuttgart.de
  25. HAMLET von William Shakespeare Inszenierung Christopher Rüping. (muenchner-kammerspiele.de [abgerufen am 24. Januar 2017]).
  26. MIRANDA JULYS DER ERSTE FIESE TYP von Miranda July Inszenierung Christopher Rüping. (muenchner-kammerspiele.de [abgerufen am 19. Oktober 2017]).
  27. Deutsches Theater Berlin - It can't happen here. Deutsches Theater Berlin, abgerufen am 19. Oktober 2017.
  28. Trommeln in der Nacht von/nach Bertolt Brecht. Abgerufen am 18. Februar 2018.
  29. Panikherz. thalia-theater.de, abgerufen am 18. Februar 2018.
  30. Dionysos Stadt von Christopher Rüping. Abgerufen am 25. Dezember 2018.
  31. Deutsches Theater Berlin - In der Sache J. Robert Oppenheimer. Deutsches Theater Berlin, abgerufen am 25. Dezember 2018.
  32. Schauspielhaus Zürich - Früchte des Zorns. Schauspielhaus Zürich, abgerufen am 30. August 2019.