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Christian Hafenecker

österreichischer Politiker (FPÖ)
Christian Hafenecker 2012
Christian Hafenecker 2014 am Rednerpult des Nationalrates

Christian Hafenecker (* 11. August 1980 in Mödling, Niederösterreich) ist ein österreichischer Politiker (FPÖ). Er ist neben Harald Vilimsky einer der beiden Generalsekretäre der FPÖ.[1]

Hafenecker war von 2010 bis 2013 Abgeordneter zum Landtag von Niederösterreich und im Jahr 2013 ein halbes Jahr lang Mitglied des Bundesrates. Seit Oktober 2013 ist er Abgeordneter zum österreichischen Nationalrat. Von 2013 bis 2018 war er Landesparteisekretär der FPÖ Niederösterreich.[2]

LebenBearbeiten

Hafenecker besuchte nach der Hauptschule in Hainfeld das Militärrealgymnasium in Wiener Neustadt und begann danach eine Lehrausbildung zum Landmaschinentechniker. Er legte 2002 die Berufsreifeprüfung ab und studierte einige Semester Rechtswissenschaften an der Universität Wien. 2014 schloss er den Universitätslehrgang Führung, Politik und Management am FH-Campus Wien mit der Zertifizierung zum Master of Arts in Political Management (MA) ab, die nicht dem gleichnamigen akademischen Grad Master of Arts (MA) entspricht.[3]

Hafenecker war von April 2008 bis März 2011 als Landespressereferent der FPÖ Niederösterreich tätig. Er wurde 1999 Mitglied der Bezirksleitung Lilienfeld und im Jahr 2000 in den Gemeinderat der Marktgemeinde Kaumberg gewählt. Von 2006 bis Jänner 2018 war er geschäftsführender Gemeinderat. Des Weiteren war er von 2001 bis 2003 Landesobmann-Stellvertreter des Rings Freiheitlicher Jugend und von 2003 bis 2005 geschäftsführender FPÖ-Bezirksparteiobmann im Bezirk Lilienfeld, bevor er 2005 zum FPÖ-Bezirksparteiobmann gewählt wurde. 2005 übernahm er zudem die Funktion des Ortsparteiobmanns der Ortsgruppe Kaumberg, 2008 wurde er Mitglied des Landesparteivorstandes der FPÖ Niederösterreich. Am 1. Juli 2010 wurde er nach dem Ausscheiden von Karl Schwab als Abgeordneter zum Landtag von Niederösterreich angelobt. Dort war er für die Fachbereiche Landesverteidigung, Kommunales, Jugend und Luftfahrt zuständig.

Er wechselte per 24. April 2013 als vom niederösterreichischen Landtag entsandtes Mitglied in den Bundesrat und war von 2013 bis zu seiner Bestellung zum FPÖ-Generalsekretär, 2018, auch Landesparteisekretär der FPÖ Niederösterreich. In dieser Funktion folgte ihm am 19. September 2018 Michael Schnedlitz nach.[4] Am Landesparteitag der FPÖ Niederösterreich am 30. Juni 2018 wurde er zum stellvertretenden Landesparteiobmann gewählt.

Bei der Nationalratswahl am 29. September 2013 konnte Hafenecker in seinem Wahlkreis Niederösterreich Mitte ein Grundmandat erreichen, das er mit der konstituierenden Sitzung des Nationalrates am 29. Oktober annahm. Er ist im aktuellen Nationalrat stellvertretender Obmann des Verkehrsausschusses und des Ausschusses für Petitionen und Bürgeranliegen. Darüber hinaus ist er Mitglied im Landesverteidigungs-, Bauten- und Wissenschaftsausschuss. Weiters engagiert er sich im Südtirol-Unterausschuss für die Doppelstaatsbürgerschaft von Südtiroler Bürgern.

Seit September 2014 ist Hafenecker FPÖ-Bereichssprecher für Petitionen und Bürgeranliegen. Weiters war er 2014 Mitglied der Vergabekommission für die Sanierung des Parlaments und ist nun in deren Nachfolgegremium, dem Nutzerbeirat, tätig. Als Mitglied der Enquete-Kommission zur direkten Demokratie arbeitet der Abgeordnete daran mit, Bürgerbeteiligung stärker in politische Entscheidungsprozesse einzubinden. Im Jänner 2015 wurde Christian Hafenecker neben dem damaligen Fraktionsführer Elmar Podgorschek und den weiteren Abgeordneten Gernot Darmann und Walter Rauch als eines von vier FPÖ-Mitgliedern für den Hypo-Untersuchungsausschuss nominiert. Mit dem Wechsel von Elmar Podgorschek in die oberösterreichische Landesregierung und der Bestellung von Gernot Darmann zum FPÖ-Fraktionsführer übernahm Hafenecker im Dezember 2015 die Funktion des stellvertretenden Fraktionsführers der freiheitlichen Mannschaft im Untersuchungsausschuss.

Bei den Nationalratswahlen 2017 konnte Hafenecker neuerlich ein Grundmandat erreichen. Im November 2017 war Hafenecker Chefverhandler der Freiheitlichen für den Bereich Verkehr und Infrastruktur, nach dem Eintritt der FPÖ in die Bundesregierung wurde er auch zum Verkehrssprecher seiner Fraktion ernannt. Im Dezember 2017 wurde er auch zum Obmann des parlamentarischen Ausschusses für Forschung, Innovation und Technologie sowie Digitalisierung gewählt.

Im Mai 2018 folgte er Marlene Svazek als FPÖ-Generalsekretär nach.[5]

PrivatlebenBearbeiten

Hafenecker lebt mit seiner Ehefrau und den gemeinsamen Kindern in Kaumberg. Er ist Alter Herr der Burschenschaft Nibelungia zu Wien, eines Mitgliedsbunds der Deutschen Burschenschaft.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Christian Hafenecker – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Christian Hafenecker neuer FPÖ-Generalsekretär. In: news.ORF.at. 14. Mai 2018 (orf.at [abgerufen am 15. Mai 2018]).
  2. Landbauer auch geschäftsführender Parteichef. 19. September 2018 (orf.at [abgerufen am 19. September 2018]).
  3. Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung: Mastergrade in der Weiterbildung. Abgerufen am 17. Juni 2019.
  4. Landbauer auch geschäftsführender Parteichef. 19. September 2018 (orf.at [abgerufen am 19. September 2018]).
  5. orf.at: Christian Hafenecker neuer FPÖ-Generalsekretär. Artikel vom 14. Mai 2018, abgerufen am 14. Mai 2018.