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Die Chibinen (russisch Хибины) sind ein fast kreisrundes Gebirge von etwa 45 km Durchmesser auf der Halbinsel Kola in Russland. Sie repräsentieren eine Intrusion, die sich vor rund 362 Millionen Jahren im archaischen Grundgebirge der Halbinsel bildete.[1] Es handelt sich um den weltweit größten Alkali-Pluton, der zudem eine außergewöhnliche Mineralienvielfalt aufweist.[2][3] Die höchste Erhebung des Gebirges ist der Judytschwumtschorr (alle Gipfel tragen samische Namen) mit 1201 m Seehöhe. Auf Grund der nördlichen Lage liegt die Baumgrenze hier schon bei 400 m, darüber folgt die Tundra und schließlich eine polare Steinwüste, die man als Frostschuttwüste bezeichnet.

Chibinen
Höchster Gipfel Judytschwumtschorr (1201 m)
Lage Oblast Murmansk (Russland)
Chibinen (Oblast Murmansk)
Chibinen
Koordinaten 67° 44′ N, 33° 44′ OKoordinaten: 67° 44′ N, 33° 44′ O
Typ Pluton
Alter des Gesteins 362 Mio. Jahre

Am Südrand der Chibinen liegt die Bergbaustadt Kirowsk, bei der sich auch ein kleines Skigebiet befindet. Hier wird hauptsächlich Apatit für die Düngemittelproduktion abgebaut.

Die Chibinen sind bekannt für ihre nahezu unberührte Natur, wie zum Beispiel am Umbosero (ein See von der Fläche des Bodensees ohne ständige Siedlungen an seinen Ufern). Ferner befindet sich hier und an den verschiedenen Seen Infrastruktur für Camper wie zum Beispiel bei Kuelporr, das von Kirowsk über eine Straße erreichbar ist, im Sommer jedoch zumeist nur mit einem Geländewagen. Die Stadt Apatity in der Nachbarschaft von Kirowsk liegt an der Eisenbahnstrecke von Sankt Petersburg nach Murmansk (Murmanbahn) (etwa 160 km südlich der Hafenstadt), von wo aus Kirowsk öffentlich mit dem Bus erreichbar ist.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Chibinen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Archivlink (Memento des Originals vom 16. Dezember 2009 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/maurice.strahlen.org Khibiny Tundry [eng]
  2. http://www.koeln.netsurf.de/~w.steffens/khib.htm [eng]
  3. http://www.mindat.org/loc-2680.html Liste der vorkommenden Mineralien [eng]