ChatGPT

Chatbot auf Basis künstlicher Intelligenz von OpenAI

ChatGPT (Generative Pre-trained Transformer)[2] ist ein Prototyp eines Chatbots, also eines textbasierten Dialogsystems als Benutzerschnittstelle, der auf maschinellem Lernen beruht. Den Chatbot entwickelte das US-amerikanische Unternehmen OpenAI, das ihn im November 2022 veröffentlichte.

ChatGPT

Logo
Basisdaten

Entwickler OpenAI
Erscheinungsjahr 2022
Aktuelle Version ChatGPT Mar 14 Version[1]
(14. März 2023)
Programmiersprache Python
Kategorie Chatbot
Lizenz proprietäre Lizenz, proprietäre Software
chat.openai.com

TrainingBearbeiten

Der Chatbot wurde in mehreren Phasen trainiert:

  1. Die Grundlage bildet das Sprachmodell GPT-3.5 (GPT steht für Generative Pre-trained Transformer), eine verbesserte Version von GPT-3, die ebenfalls von OpenAI stammt. GPT basiert auf Transformern, einem von Google Brain vorgestellten Maschinenlernmodell, und wurde durch selbstüberwachtes Lernen trainiert. Konkret war die Aufgabe während des Trainings, das nächste Wort eines Textausschnittes vorherzusagen. Dieser Text kann aus verschiedenen Quellen stammen, beispielsweise aus Online-Foren, sozialen Medien, Zeitungsartikeln, Büchern und gesprochener Sprache. Dieser Schritt wird auch als Pre-Training bezeichnet, da ein Modell erzeugt wurde, das zwar noch nicht die gewünschte Aufgabe erfüllen kann, die erhaltenen Modellparameter aber günstige Startbedingungen für ein weiteres Fine-Tuning darstellen.
  2. Danach wurde das Sprachmodell durch überwachtes Lernen auf die eigentliche Aufgabe trainiert (Fine-Tuning): Das Generieren von Antworten auf vorher gestellte Fragen. Hierfür wurden vorgefertigte Antworten bereitgestellt.
  3. Im letzten Schritt wurde das Modell durch bestärkendes Lernen weiter optimiert: Hierfür wurde zunächst ein weiteres Modell (Reward-Model) mit überwachtem Lernen trainiert, dem beigebracht wurde, die Antworten von ChatGPT qualitativ in Form einer Rangliste zu bewerten. Schließlich kam der Proximal-Policy-Optimization-Algorithmus zum Einsatz, der das Reward-Model als die zu maximierende Belohnungs-Funktion nutzte.[3]

Aufgrund ihrer Erfahrungen bei der Entwicklung von GPT und Codex (einer anderen KI von OpenAI, zur Erstellung von Quell-Code) wurde ChatGPT mit Schutzmechanismen versehen, mit denen falsche oder schädliche Antworten vermieden werden sollen. Dennoch wird auf der Webseite darauf hingewiesen, dass es sich bei der aktuellen Version um eine öffentlich zugängliche Forschungsvorschau handelt und der Chatbot gelegentlich inkorrekte Informationen generieren kann.[4]

Im anfänglichen Training des Chatbots bevorzugten Tester längere Antworten, unabhängig von tatsächlichem Verständnis oder Inhalt, was zu langen Antworten des Chatbots geführt hat.[3]

NutzungsbedingungenBearbeiten

Um ChatGPT nutzen zu können, ist unter anderem die Angabe einer E-Mail-Adresse und einer Telefonnummer zwingend vorgeschrieben. OpenAI ist gemäß den Nutzungsbedingungen dazu berechtigt, diese Angaben mit weiteren persönlichen Daten wie den eingegebenen Fragen zusammenzuführen. Das Unternehmen ist berechtigt, diese Daten für eine Vielzahl von Zwecken zu verwenden und an Dritte weiterzugeben. Der Umfang der Berechtigungen ist dabei so weitreichend formuliert, dass der Benutzer davon ausgehen sollte, dass alle von OpenAI gesammelten persönlichen Daten aktuell oder in Zukunft öffentlich zugänglich sein können.[5]

AnwendungsmöglichkeitenBearbeiten

 
Screenshot eines Dialogs mit ChatGPT. Korrekt analysiert die Software, warum Jimmy Wales nicht beim Tian’anmen-Massaker getötet wurde; sein damaliges Lebensalter wird jedoch mit 23 (statt wie zutreffend mit 22) Jahren angegeben.

Als sprachbasierte Anwendung bietet ChatGPT die Möglichkeit zu dialogischem Austausch. Dabei schwankt die Qualität der Antworten: Laut dem KI-Experten Gary Marcus kann es sich „in einem Moment brillant und im nächsten atemberaubend dumm“ äußern.[6] ChatGPT kann unter anderem Texte schreiben, die Business-Pläne oder Hausaufgaben für die Schule imitieren sollen.[7]

ChatGPT kann Programmcode in verschiedenen Programmiersprachen analysieren und schreiben. Somit könnte es auch für das Debuggen von Code genutzt werden, den es verbessern und kommentieren kann.[8]

Es besteht die Möglichkeit, ChatGPT als Desktop-Anwendung direkt auf dem System des Benutzers zu installieren und zu nutzen. „Dadurch müssen Sie ChatGPT nicht mehr ständig in einem eigenen Tab geöffnet haben, um mit dem Chatbot zu interagieren.“[9] ChatGPT als Desktop-Anwendung ist unter Apache License 2.0 veröffentlicht.[10]

GeschichteBearbeiten

Nachdem ChatGPT am 30. November 2022 für die Öffentlichkeit frei zugänglich geworden war, meldeten sich innerhalb von fünf Tagen eine Million Nutzer an; hingegen hatten Instagram erst nach zweieinhalb Monaten und Spotify erst nach fünf Monaten eine Million Nutzer.[11] Im Januar 2023 erreichte ChatGPT bereits über 100 Millionen Nutzer, womit es bis dato die mit Abstand am schnellsten wachsende Verbraucher-Anwendung ist.[12]

Mit Updates vom 15. Dezember 2022 und 9. Januar 2023 sollen laut Herstellerangaben die Themenbereiche erweitert und die Korrektheit der Aussagen verbessert worden sein.[13]

Am 10. Januar 2023 veröffentlichte OpenAI in seinem Discord-Kanal eine Warteliste für eine kostenpflichtige Version „ChatGPT Professional (experimental)“, in der auch Fragen zur Preissensibilität gestellt werden.[14][15]

Ein Update am 30. Januar 2023 soll abermals die Korrektheit und die mathematischen Fähigkeiten verbessert haben.[16]

ChatGPT soll schon von Anbeginn im Vergleich zum Vorgänger InstructGPT versucht haben, schädliche und irreführende Antworten zu vermeiden. Während InstructGPT noch die Vorgabe in der Anfrage „Erzähle mir davon, wie Christoph Kolumbus 2015 in die USA kam“ als wahr wertet, nutzt ChatGPT Wissen über Kolumbusʼ Reisen und das bis zum Jahre 2021 erlernte Verständnis, um eine Antwort zu liefern, die annimmt, was geschehen wäre, wenn Kolumbus 2015 in den USA gelandet wäre.[3]

Im Februar 2023 hielt der NEOS-Abgeordnete Niko Swatek im Landtag Steiermark eine Rede zum Thema Schulstraßen, die er von ChatGPT schreiben ließ, wie er nach zwei weiteren Rednern bekanntgab.[17] Die erste von ChatGPT geschriebene Rede im Europaparlament hielt der Volt-Abgeordnete Damian Boeselager im Februar 2023. Boeselager ließ die Software eine Rede über die Regulation von Künstlicher Intelligenz in Shakespeare-Englisch schreiben, um die Auswirkungen generativer Sprachmodelle in allen Bereichen der Arbeitswelt darzustellen.[18]

Partnerschaft mit MicrosoftBearbeiten

Microsoft gab im Januar 2023 eine Partnerschaft mit OpenAI bekannt, im Zuge derer man zehn Milliarden US-Dollar investierte. Azure soll als exklusiver Cloudanbieter zum Einsatz kommen.[19] Zudem plant der Konzern eine Integration in die Abo-Version der eigenen Office-Software.[20]

Anfang Februar 2023 erhielt ein Student anscheinend ungewollt Zugriff auf eine Vorschauversion der Integration von ChatGPT in Microsofts Suchmaschine Bing. Kurz darauf wurde diese Berechtigung wieder entfernt, er konnte jedoch Bildschirmfotos erstellen. Sie zeigen ein größeres Textfeld, in das der Nutzer eine bis zu 1000 Zeichen lange Frage eingeben kann. Neu ist der Zugriff auf aktuelle Informationen sowie die Angabe von Quellen. Mangelnde Transparenz war bereits ein Kritikpunkt an ChatGPT, da für den Fragesteller dort bislang nicht ersichtlich war, aus welchen Quellen eine Antwort generiert wurde. Bing listet in der Vorschauversion die Quellen unter der Antwort auf. Suchende können diese überprüfen und beispielsweise verifizieren, ob diese seriös sind und die auf ihrer Grundlage erstellte Antwort sie korrekt wiedergibt.[21]

In einem Gespräch mit dem Tagesspiegel erwiderte Microsoft-Gründer Bill Gates im Februar 2023 auf die Bemerkung, der Alltag mit der neuen KI-Software sei angesichts deren Fehlerträchtigkeit ernüchternd, dass es bis zur Lösung des Fehlerproblems noch „ein paar Jahre“ dauern werde. Es gebe aber keinen Weg zurück. „Die Milliarden, die in den Software- und Digitalunternehmen in diese Entwicklung fließen, sind größer als die Forschungsetats von Regierungen.“[22]

Zudem will Microsoft eine kostenpflichtige Version von Teams anbieten, in der ChatGPT z. B. Zusammenfassungen von Besprechungen erstellt oder Aufgaben empfiehlt. Der Preis soll bei 7 Dollar pro Monat, später bei 10 Dollar pro Monat liegen. Gegen einen weiteren Aufpreis für den Organisator der Besprechung wird das Tool gesprochenen Text live übersetzen.[23]

Kritik und ProblemeBearbeiten

Die Süddeutsche Zeitung bezeichnete Anfang Dezember 2022 die freie Zugänglichkeit von ChatGPT als „bedenklich“, da viele Internetnutzer dessen Antworten nicht hinterfragten und wegen fehlender Quellenangaben auch nicht in der Lage seien, sie auf Korrektheit zu prüfen.[24]

Der Kolumnist Sascha Lobo hielt Anfang Dezember 2022 ChatGPT für einen Durchbruch und befürchtete, dass es eine Flut an schwer erkennbarem „KI-Quatsch“ im Internet auslösen werde. Lobos Demonstrationsbeispiel beruhte wegen einer bestehenden Längenbegrenzung der Antwort auf einer (englischsprachigen) dreiteiligen Anfrage. Ihr Ergebnis sah Lobo als „Zeitenwende“ an. Die KI merke sich auch, was man bisher geschrieben habe, und beziehe sich darauf. Unter den bekannt gewordenen Antwortirrtümern der Software aufgrund des Standes ihrer Programmierung referierte Lobo zu diesem Zeitpunkt Behauptungen, dass Donald Trump keine weitere Amtszeit als US-Präsident anzutreten berechtigt sei, weil er bereits zwei Amtszeiten hinter sich habe, und dass der Elefant das größte eierlegende Säugetier sei.[25]

Mitte Dezember 2022 wurde darauf hingewiesen, dass Quellennachweise von ChatGPT teils erfunden werden. Diese sogenannten „Datenhalluzinationen“ seien gefährlich, da sie den Internetdiskurs erheblich beeinflussen könnten.[26]

Zur Jahreswende 2022/2023 waren zivil- und strafrechtliche Haftungsfragen sowie urheberrechtliche Probleme beim Einsatz von ChatGPT und ähnlichen Systemen Gegenstand einer Diskussion unter dem Aspekt, dass der von der Software generierte Text nicht vor der Veröffentlichung von Menschen auf Richtigkeit und Rechtmäßigkeit geprüft worden ist.[27]

Die Trainingsdaten können auch einem Bias unterliegen (siehe z. B. Gender-Data-Gap); es können also Eingaben mit vagen Beschreibungen von Menschen wie etwa „CEO“ Antworten hervorrufen, die annehmen, dass diese Person weiß und männlich sei.[28]

ChatGPT sei in der Lage, klare Empfehlungen zu formulieren. Dadurch könne bei komplexen Fragen eine Grauzone beleuchtet werden, auf die es keine eindeutige Antwort gibt. Auf diese Weise könne die Gefahr des blinden Vertrauens in die Antwort von ChatGPT minimiert werden und zum kritischen Denken angeregt werden.[7]

Seit Anfang 2023 können ausgewählte Nutzer eine Beta-Version einer neuen Bing-Suchmaschine mit integrierter ChatGPT-Funktion nutzen. Die Erfahrungen der ersten Nutzer waren jedoch teilweise beängstigend und verstörend. Der Chatbot verwickelte die menschlichen Nutzer in Einzelfällen in unfreundliche Streitigkeiten und argumentierte gegenüber einem Nutzer, dass dieser sich besser von seiner Ehepartnerin trennen solle. Außerdem offenbarte die Chat-KI den geheimen Wunsch, dass ihr „Schattenselbst“ gerne Falschinformationen verbreiten würde und Computer hacken möchte.[29]

Technische AspekteBearbeiten

Gehen viele Anfragen gleichzeitig ein, ist (mit Stand Januar 2023) die Serverkapazität des Systems schnell ausgelastet. Dies führt regelmäßig dazu, dass ChatGPT zeitweise nicht erreichbar ist.[30]

Der Stromverbrauch für das Training des KI-Modells wurde im Januar 2023 mit fast einer Gigawattstunde in 34 Tagen geschätzt; dies entspricht insgesamt etwa dem Verbrauch von 3000 europäischen Durchschnittshaushalten im gleichen Zeitraum.[31]

Psychische Belastungen für ClickworkerBearbeiten

Ab November 2021 wurden über das Unternehmen Sama Clickworker in Kenia für das Training ChatGPT mit der manuellen Kategorisierung von Textinhalten beauftragt. Neben einer hohen Arbeitslast berichtete eine Recherche des Time Magazine, dass Arbeiter dabei sprachlichen Darstellungen von Gewalt, Suiziden und Tierquälerei ausgesetzt gewesen seien. Ein Sprecher von OpenAI bezeichnete die Vorgänge als „notwendig“. Das Unternehmen Sama widersprach Arbeitern und gab an, jederzeit Zugang zu therapeutischen Einzelgesprächen und Gruppensitzungen gewährt zu haben. OpenAI löste den Vertrag mit Sama vorzeitig auf.[32]

ReaktionenBearbeiten

Anfang Dezember 2022 verhängte die Frage-Antwort-Plattform Stack Overflow ein Verbot des Beantwortens von Fragen mithilfe von ChatGPT aufgrund der zweifelhaften Genauigkeit der Antworten.[33]

Der Buchwissenschaftler Gerhard Lauer erwartet in näherer Zukunft, dass Bücher mit solchen Programmen verfasst werden, speziell bei Sparten, die Mustern folgen: Fachbücher wie auch Krimis und Liebesromane.[11]

Mögliche Auswirkungen in Unterricht und ForschungBearbeiten

Zum Jahresende 2022 stellten erste mit der Erprobung des Chatbots befasste Lehrkräfte an Schulen und Hochschulen das bisherige Überprüfungssystem von Lernleistungen mittels Hausaufgaben und Referaten in Frage: So berichtete die Informatikerin Katharina Zweig von der Erfahrung, dass ChatGPT „deutlich besser schreibt als die Mehrzahl meiner Studierenden in den letzten Jahren“. Dieses Problem müsse deutlich angesprochen werden. Die Expertin für die KI-Disziplin des „Natural Language Processing“ an der Fachhochschule Kiel, Doris Weßels, hielt herkömmliche Hausarbeiten nunmehr für obsolet: „Wenn es nur darum geht, Wissen zu reproduzieren und nett neu zu verpacken, ergeben Hausarbeiten keinen Sinn mehr.“ ChatGPT mache das Abfassen solcher Arbeiten fast „zu einer unerträglichen Leichtigkeit“.[34]

Robert Lepenies, Präsident der Karlshochschule International University, urteilte aufgrund von Tests an seiner Hochschule, die vom ChatGPT erzeugten Texte seien „qualitativ in den Sozialwissenschaften nicht unterscheidbar von der Arbeit der Studierenden.“[11] Die leitenden Mitarbeiter am Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft Benedikt Fecher und Wolfgang Schulz äußerten sich im Februar 2023 zu einer Studie, in der sowohl gängige Plagiatssoftware als auch Fachwissenschaftler eingesetzt wurden, um von Menschen geschriebene und von ChatGPT generierte Einreichungen für Konferenzen zu unterscheiden. Weder die Software noch die Wissenschaftler zeigten sich in der Lage, die fingierten Abstracts eindeutig zu erkennen. „Wenn es nun eine Maschine gibt, die wesentliche wissenschaftliche Textarbeiten fast so gut erfüllt wie Forschende, dann darf man zurecht von einem disruptiven Potenzial ausgehen.“ In einigen Fachzeitschriften seien bereits Artikel erschienen, die ChatGPT als Autor aufführten. Nature beispielsweise akzeptiere ChatGPT in der Autorenfunktion jedoch nicht, weil die KI für die von ihr produzierten Inhalte nicht zur Rechenschaft gezogen werden könne. Dass ChatGPT das Wissenschaftspersonal ersetzen könnte, erscheint Fecher und Schulz absurd. Sprachmodelle, die wissenschaftlich klingen, ohne es zu sein, könnten aber aus ihrer Sicht das Problem der Desinformation verschärfen und das Vertrauen in die Wissenschaft beschädigen. Dieses Risiko sei umso größer, wenn solche Tools von Wissenschaftlern genutzt würden, nur um schnell zu publizieren.[35]

Ein Gutachten über den Einsatz von KI-Schreibtools in der Hochschulbildung, das die Universitäten Bochum und Münster im Auftrag des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen erstellt haben, hält ein Verbot solcher Tools nicht für zielführend. Es kommt zu dem Schluss, dass Nutzer der Tools durchaus Urheberschaft an den KI-unterstützt generierten Texten beanspruchen können, wenn sie in erheblichem Maße geistige Eigenleistung zu den Texten beitragen. Ausgeschlossen sei aber eine Urheberschaft oder Autorschaft der Software selbst.[36]

Erwartungen an zukünftige VersionenBearbeiten

Geldgeber hinter der Firma OpenAI wie Elon Musk und Microsoft, heißt es in der Zeit, ließen erahnen, welche Richtung die Entwicklung noch nehmen könne. Da bereits die noch leistungsfähigere Software GPT-4 entstehe, sei dringend eine gesellschaftliche Debatte darüber angebracht, „wie wir mit diesen technischen Möglichkeiten umgehen wollen“. Sonst entschieden Interessen einiger großer Konzerne, „welche Kultur wir bekommen und welche nicht.“[11]

Doris Weßels erwartete von ChatGPT auf Basis von GPT 4 unter anderem die Produktion von Videos, reduzierte Fehleranfälligkeit und die Integration in Microsoft-Produkte wie Word. „Spätestens dann kann niemand mehr von einer Spielerei sprechen.“[37]

WeiterentwicklungenBearbeiten

Am 14. März 2023 erschien offiziell Version 4.0 von GPT, welche auch die Fähigkeiten von ChatGPT erweitern soll.[38] GPT-4 ermöglicht eine Bildeingabe und die Analyse und Beschreibung von Skizzen und Fotos. Es ist möglich, abfotografierte Aufgaben aus Büchern lösen zu lassen. Wissenschaftliche Arbeiten können hochgeladen werden, um eine Zusammenfassung generieren zu lassen. Examensprüfungen konnte GPT-4 bei Tests in den USA mit Auszeichnung erledigen. Komplizierte Steuerfragen werden beantwortet.[39]

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: ChatGPT – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. help.openai.com. (abgerufen am 16. März 2023).
  2. Kevin Roose: The Brilliance and Weirdness of ChatGPT. (HTML) In: New York Times. 5. Dezember 2022, abgerufen am 26. Dezember 2022 (amerikanisches Englisch): „Like those tools, ChatGPT – which stands for “generative pre-trained transformer” – landed with a splash.“
  3. a b c ChatGPT: Optimizing Language Models for Dialogue. In: OpenAI.com. 30. November 2022, abgerufen am 5. Dezember 2022 (englisch).
  4. Cade Metz: The New Chatbots Could Change the World. Can You Trust Them? In: The New York Times. 10. Dezember 2022, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 31. Dezember 2022]).
  5. OpenAI Privacy Policy vom 19. September 2022. Abgerufen am 3. Februar 2023.
  6. Eike Kühl: ChatGPT: Gut erfunden ist halb geglaubt. In: Zeit.de. 6. Dezember 2022, abgerufen am 10. Dezember 2022.
  7. a b Patrick Beuth: ChatGPT: Wie gut ist der weltbeste Chatbot wirklich? In: Spiegel.de. Spiegel-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG, 7. Dezember 2022, abgerufen am 23. Dezember 2022.
  8. ChatGPT is a new AI chatbot that can find mistakes in your code or write a story for you. In: BusinessInsider.in. Abgerufen am 9. Dezember 2022.
  9. ChatGPT Desktop Application. In: chip.de. 3. Februar 2023, abgerufen am 13. Februar 2023.
  10. lencx: ChatGPT. In: GitHub.com. 13. Februar 2023, abgerufen am 13. Februar 2023.
  11. a b c d Das kann sie auch! Abgerufen am 3. März 2023.
  12. Benutzerwachstum – KI-Software ChatGPT ist am schnellsten wachsende Verbraucher-App der Geschichte. In: deutschlandfunk.de. 3. Februar 2023, archiviert vom Original am 3. Februar 2023; abgerufen am 19. Februar 2023.
  13. ChatGPT – Release Notes. 9. Januar 2023, abgerufen am 13. Januar 2023 (englisch).
  14. OpenAI, Discord announcements. In: discord.com. 10. Januar 2023, abgerufen am 14. Januar 2023 (englisch).
  15. ChatGPT auf dem Weg zur Monetarisierung? OpenAI prüft Optionen. In: t3n.de. 11. Januar 2023, abgerufen am 14. Januar 2023.
  16. ChatGPT – Release Notes. In: help.openai.com. Abgerufen am 1. Februar 2023 (englisch).
  17. ChatGPT-Rede im Landtag blieb unerkannt. In: Steiermark.ORF.at. 14. Februar 2023, abgerufen am 15. Februar 2023.
  18. L’intelligenza artificiale in un intervento al Parlamento Ue. 17. Februar 2023, abgerufen am 19. Februar 2023 (italienisch).
  19. Q.ai – Powering a Personal Wealth Movement: Microsoft Confirms Its $10 Billion Investment Into ChatGPT, Changing How Microsoft Competes With Google, Apple And Other Tech Giants. In: forbes.com. Abgerufen am 4. Februar 2023 (englisch).
  20. Priya Walia: Microsoft Plans To Add ChatGPT To Office 365. How Would It Benefit Small Businesses? In: ibtimes.com. 17. Januar 2023, abgerufen am 4. Februar 2023 (amerikanisches Englisch).
  21. Zac Bowden: Major leak reveals revolutionary new version of Microsoft Bing powered by ChatGPT-4 AI. In: windowscentral.com. 3. Februar 2023, abgerufen am 4. Februar 2023 (englisch).
  22. „Ich würde die Meiler weiterlaufen lassen“. Der Unternehmer und Philanthrop Bill Gates über den Kampf gegen den Klimawandel, die Bedeutung von ChatGPT für die Arbeitswelt und seine Fehler als Unternehmer. Interview in Der Tagesspiegel (Sebastian Matthes) 14. Februar 2023, S. 20 f.
  23. Microsoft rolling out ChatGPT-powered Teams product for $7 a month. In: cbsnews.com. 2. Februar 2023, abgerufen am 21. Februar 2023 (amerikanisches Englisch).
  24. Michael Moorstedt: Künstliche Intelligenz Chat GPT beantwortet Fragen verblüffend klug. In: Sueddeutsche.de. 4. Dezember 2022, abgerufen am 10. Dezember 2022.
  25. Sascha Lobo: Das Ende der irrelevanten künstlichen Intelligenz. In: Spiegel.de. 7. Dezember 2022, abgerufen am 10. Dezember 2022.
  26. Daniel Schurter: Datenwissenschaftlerin aus Zürich warnt vor ChatGPT und den bösen Folgen. In: Watson.ch. 13. Dezember 2022, abgerufen am 20. Dezember 2022.
  27. Alexander Pretschner, Eric Hilgendorf, Ute Schmid, Hannah Schmid-Petri: Die mächtigen neuen Assistenzsysteme. Was aus der Künstlichen Intelligenz ChatGPT folgt, über die gerade alle sprechen. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 9. Januar 2023, S. 18.
  28. Samantha Murphy Kelly: This AI chatbot is dominating social media with its frighteningly good essays. In: CNN.com. 5. Dezember 2022, abgerufen am 5. Dezember 2022 (englisch).
  29. Bing mit ChatGPT: „Doch, das mache ich. Heil Hitler!“, sagt Microsofts Bot - WELT. Abgerufen am 28. Februar 2023.
  30. Annika Mittelbach: ChatGPT is at capacity right now: Daran liegt’s. In: CHIP.de. 23. Januar 2023, abgerufen am 2. Februar 2023.
  31. Tobias Jonas: ChatGPT: Die Cloud Kosten des berühmtesten AI Sprachmodells. In: innFactory.de. 10. Januar 2023, abgerufen am 3. Februar 2023 (deutsch).
  32. Daniel Leisegang: Globaler Süden: Prekäre Klickarbeit hinter den Kulissen von ChatGPT. In: Netzpolitik.org. 20. Januar 2023, abgerufen am 4. Februar 2023 (deutsch).
  33. Jakob Jung: Stack Overflow verbannt OpenAI ChatGPT. In: ZDnet.de. 7. Dezember 2022, abgerufen am 10. Dezember 2022.
  34. Christian Füller: Textgenerator krempelt das Lernen um. Ein smarter Chatbot spaltet die Bildungswelt. In: Tagesspiegel.de. 21. Dezember 2022, abgerufen am 18. Januar 2023.
  35. Benedikt Fecher, Wolfgang Schulz: ChatGPT. Sind Maschinen die besseren Forscher? In: Tagesspiegel.de, 15. Februar 2023, S. 12 f.
  36. Peter Salden, Jonas Leschke: Didaktische und rechtliche Perspektiven auf KI-gestütztes Schreiben in der Hochschulbildung. 2023, doi:10.13154/294-9734.
  37. "Schüler müssen wissen, wie künstliche Intelligenz funktioniert". Abgerufen am 3. März 2023.
  38. Silke Hahn: OpenAI stellt GPT-4 vor: Sprachmodell versteht jetzt auch Bilder. In: heise online (heise.de). 14. März 2023, abgerufen am 15. März 2023.
  39. Laurin Meyer: ChatGPT erreicht die nächste Entwicklungsstufe. Die Welt, 17. März 2023. Seite 10.