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BuzzFeed, Inc.

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Rechtsform Corporation
Gründung 2006
Sitz New York City, Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Leitung Jonah Peretti (CEO)[1]
Umsatz 170 Mio. US-Dollar[2]
Branche Medienunternehmen
Website buzzfeed.com
Stand: 31. Dezember 2015

BuzzFeed ist ein 2006 gegründetes amerikanisches Medienunternehmen mit Sitz im Flatiron District in New York City. Die Website buzzfeed.com ist mit 150 Millionen Besuchern pro Monat[3] eines der beliebtesten Medienportale im englischsprachigen Raum. Die Form des dort praktizierten Journalismus stellt eine Mischung aus Blog, Nachrichtenticker und Online-Magazin dar. Die meisten Artikel sind reich an Bildern und Videos und werden als Listicles, also in Listen geführt.[4] Im August 2014 zählte das Unternehmen über 1300 Angestellte.[5]

Geschichte und HintergrundBearbeiten

BuzzFeed wurde 2006 von Jonah Peretti (Mitbegründer der The Huffington Post) mit dem Claim The Media Company for the Social Age (deutsch: Das Medienunternehmen für das soziale Zeitalter) gegründet, wobei mit sozial die sozialen Netze im Internet gemeint sind. Trotz inzwischen gewachsener Redaktion ist ein Großteil der Artikel User-generiert, also von registrierten Besuchern der Website geschaffen.

In seiner Anfangszeit präsentierte BuzzFeed fast ausschließlich unterhaltende, schnell konsumierbare Inhalte, die darauf ausgelegt waren, möglichst direkt in sozialen Netzwerken verbreitet (geteilt) zu werden. Typisch dafür waren Katzenvideos. Seit der Anstellung von Ben Smith als Chefredakteur im Jahr 2012 wurden Redaktion und Inhalte kontinuierlich ausgebaut. Heute deckt BuzzFeed ein breites Themenspektrum ab und positioniert sich immer stärker gegen die klassischen Zeitungsportale im Internet.

Im Jahr 2014 erzielte BuzzFeed nach Angaben von Jonah Peretti erstmals einen Umsatz von über 100 Millionen Dollar.[6] Für 2015 wurde ein Umsatzziel von 250 Millionen Dollar angepeilt, erzielt wurden 170 Millionen Dollar. Gleichzeitig mit der Veröffentlichung der Zahlen für 2015 wurde das Umsatzziel von 500 Millionen Dollar im Jahr 2016 auf 250 Millionen Dollar halbiert.[5]

Die Website erreichte im Januar 2017 eine größere Aufmerksamkeit, nachdem auf dieser von dem ehemaligen britischen Geheimdienstmitarbeiter Christopher Steele ein sogenanntes „schmutziges Dossier“ (dirty dossier) veröffentlicht wurde.[7][8] Zuvor stand schon die russische Einflussnahme auf den Wahlkampf 2016 im Fokus. Nach Medienberichten geriet BuzzFeed im ersten Halbjahr 2019 wirtschaftlich unter Druck und musste rund 200 Mitarbeiter, etwa 15 Prozent der Belegschaft, entlassen.[9]

FinanzierungBearbeiten

Bislang ist Buzzfeed mit insgesamt 450 Millionen US-Dollar Risikokapital finanziert. Unter anderem hatte im August 2014 das Risikokapital-Unternehmen Andreessen Horowitz 50 Millionen Dollar investiert.[10] Der Unternehmenswert von Buzzfeed wurde im Zuge des Investments auf einen Wert von 850 Millionen US-Dollar beziffert.[11] Mittlerweile wird der Unternehmenswert auf 1,5 Milliarden Dollar beziffert. Größter Anteilseigner ist NBCUniversal mit 33 Prozent.[5]

Buzzfeed verzichtet komplett auf klassische Werbung auf seiner Website. Stattdessen setzt das Unternehmen auf Virales Marketing und Native Advertising. Mit letzterem können zahlende Kunden eigene Artikel auf Buzzfeed veröffentlichen.

Regionale AblegerBearbeiten

Buzzfeed ist inzwischen in verschiedenen Ländern mit eigenen Büros vertreten, so unter anderem in Großbritannien, Frankreich, Brasilien und Indien. Im Oktober 2014 wurde eine deutschsprachige Ausgabe von Buzzfeed mit Sitz in Berlin gestartet. Bis Januar 2016 war Juliane Leopold ihre Chefredakteurin. Ihr folgte im April 2017 Daniel Drepper, nachdem die Position zuvor über ein Jahr lang nicht besetzt worden war.[12]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Team
  2. Ranj Brandt: Buzzfeed missed big on its ~$250 million revenue target last year, and this year isn’t looking much better. In: Business Insider. 12. April 2016, abgerufen am 29. April 2017.
  3. Sramana Mitra: The Buzz About BuzzFeed: Some Reflections. 20. August 2014, abgerufen am 29. April 2017.
  4. Vermutlich stammt der Begriff des Listicle von BuzzFeed.
  5. a b c Thomas Jahn: Buzzfeed-Gründer will Kasse machen. In: Handelsblatt. 30. März 2017, abgerufen am 29. April 2017.
  6. Jonah Peretti: Buzzfeed passes $100 Million in revenue for 2014. In: Politico. 25. November 2014, abgerufen am 29. April 2017.
  7. Sarah Dean: Ex-MI6 spy 'worked for nothing' to get Trump 'dirty dossier' out. In: DailyMail. 14. Januar 2017, abgerufen am 29. April 2017.
  8. Kim Sengupta: Ex-MI6 agent so worried by his Donald Trump discoveries he started working without pay. In: The Independent. 13. Januar 2017, abgerufen am 29. April 2017.
  9. Martina Kix: Früher war mehr Buzz : Online-Magazine wie "Vice" und "BuzzFeed" wollten die klassischen Medien beerben. Nun geraten auch sie unter Druck, in: Die Zeit, 6. Juni 2019, Seite 25. Online, Zeitplus für Abonnenten Laut Zeit traf es auch die Konkurrenten Vice und etwa die deutsche Ausgabe der Huffington Post, die eingestellt wurde.
  10. Mike Isaac: 50 Million New Reasons BuzzFeed Wants to Take Its Content Far Beyond Lists. In: The New York Times. 10. August 2014, abgerufen am 29. April 2017.
  11. Alison Griswold: What Makes BuzzFeedWorth $850 Million? In: Slate. 11. August 2014, abgerufen am 29. April 2017.
  12. Daniel Drepper wird Chefredakteur. In: Spiegel online. 31. März 2017, abgerufen am 4. Januar 2019.