Übermedien

deutsches Online-Magazin über Medien

Übermedien ist ein deutschsprachiges Onlinemagazin für Medienkritik, das im Januar 2016 von Stefan Niggemeier und Boris Rosenkranz gegründet wurde. 2017 erhielt das Magazin den Bert-Donnepp-Preis für Medienpublizistik.

Übermedien
Übermedien-Logo.svg
Onlinemagazin für Medienkritik

Sprachen

Deutsch

Sitz

Berlin

Gründer

Stefan Niggemeier & Boris Rosenkranz

Betreiber

Übermedien GmbH

Redaktion

Stefan Niggemeier, Boris Rosenkranz, Frederik von Castell und Lisa Kräher

Online 13. Jan. 2016
(aktualisiert 26. Juli 2022)
https://uebermedien.de/

InhalteBearbeiten

Übermedien beschäftigt sich mit dem Mediengeschehen in Deutschland und der Arbeit von Journalisten. In Stil und Themenwahl richtet es sich an ein breites Publikum. Die Redaktion besteht aus Stefan Niggemeier und Boris Rosenkranz, der auch für das Fernsehmagazin Zapp schreibt. Ihrer Meinung nach fehlt es in Deutschland an guter Medienkritik. Die Aufgabe von Übermedien sei es, zu analysieren, „wo Medien falschliegen und warum“, aber auch, was gelungen ist.[1] Das Magazin enthält Texte, darunter Interviews, sowie Fotostrecken, moderierte Videos, Karikaturen und den von Holger Klein moderierten Interview-Podcast Holger ruft an. In der Rubrik Kolumne schreiben verschiedene freie Autoren zu unterschiedlichen Schwerpunkten. Unter dem Titel „Bahnhofskiosk“ widmet sich jeweils ein Autor einer Zeitschrift.

Mit der redaktionellen Idee verbindet Niggemeier ein geschäftliches Konzept. Um unabhängig zu sein, wird Übermedien ausschließlich von den Nutzern finanziert.[1]

RezeptionBearbeiten

Der Ansatz von Übermedien sei „differenzierte, ausgeglichene Medienkritik“, schrieb Felix Stephan zum Start des Magazins 2016 in Zeit Online. Es sei „das Medienressort, das sich die etablierten Häuser nicht mehr leisten können“.[2]

Laut Stephan Ruß-Mohl machen Niggemeier und Rosenkranz mit Übermedien „hintergründigen Medienjournalismus“. Sie prüften speziell die Fakten bei etablierten Medien und interessierten sich weniger für die Fakes und Verschwörungstheorien, die auf Youtube und in den sozialen Medien kursieren.[3]

Das Magazin wurde 2017 mit dem Bert-Donnepp-Preis ausgezeichnet. Die Jury befand: „Übermedien vereint kluge Kommentare, tiefgreifend-hintergründige Recherchen und satirische Ansätze – stets mit klarer Haltung und dem unverbrüchlichen Optimismus: das geht besser!“[4]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Anne Fromm, Jörn Kruse: Neues Projekt von Stefan Niggemeier. Kritik für Kritische , Taz, 13. Januar 2016
  2. Felix Stephan: Übermedien. Der Journalistenflüsterer. In: Zeit Online, 17. Januar 2016.
  3. Stephan Russ-Mohl: Die informierte Gesellschaft und ihre Feinde. Warum die Digitalisierung unsere Demokrtie gefährdet, Sonderausgabe für die Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2018, ISBN 978-3-7425-0236-0, S. 258f.
  4. Uwe Mantel: Bert-Donnepp-Preis für Übermedien und Georg Seeßlen. Medienmagazin.de, 16. Januar 2018.