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Brotterode-Trusetal

Gemeinde in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Brotterode-Trusetal
Brotterode-Trusetal
Deutschlandkarte, Position der Stadt Brotterode-Trusetal hervorgehoben

Koordinaten: 50° 49′ N, 10° 27′ O

Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Schmalkalden-Meiningen
Höhe: 280-916 m ü. NHN
Fläche: 49,68 km2
Einwohner: 6021 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 121 Einwohner je km2
Postleitzahl: 98596
Vorwahl: 036840
Kfz-Kennzeichen: SM, MGN
Gemeindeschlüssel: 16 0 66 074
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausstraße 7
98596 Brotterode-Trusetal
Website: www.brotterode-trusetal.de
Bürgermeister: Kay Großmann
Lage der Stadt Brotterode-Trusetal im Landkreis Schmalkalden-Meiningen
BelriethBirxBreitungenBrotterode-TrusetalChristesDillstädtEinhausen (Thüringen)EllingshausenErbenhausenFambachFloh-SeligenthalFrankenheim/RhönFriedelshausenGrabfeldKaltennordheimKaltennordheimKühndorfLeutersdorfMehmelsMeiningenMeiningenNeubrunnOberhofObermaßfeld-GrimmenthalOberweidRhönblickRippershausenRitschenhausenRohrRosaRoßdorf (Thüringen)SchmalkaldenSchwallungenSchwarzaSteinbach-HallenbergStepfershausenSülzfeldUntermaßfeldUtendorfVachdorfWasungenWasungenZella-MehlisThüringenKarte
Über dieses Bild

Brotterode-Trusetal ist eine thüringische Kleinstadt im Landkreis Schmalkalden-Meiningen.

GeografieBearbeiten

Brotterode-Trusetal liegt im Norden des Landkreises Schmalkalden-Meiningen im Thüringer Wald am Oberlauf der Truse. Im Norden ist die Grenze der Stadt zugleich Grenze des Landkreises Schmalkalden-Meiningen zum Landkreis Gotha, im Osten grenzt die Gemeinde Floh-Seligenthal an das Stadtgebiet, im Süden die Gemeinden Fambach und Breitungen/Werra. Im Westen sind die Grenzen der Stadt zugleich Grenze des Landkreises Schmalkalden-Meiningen zum Wartburgkreis. Der Rennsteig markiert die nördliche Gemarkungsgrenze von Brotterode, in seinem Verlauf trifft man auf die Beerberggrotte, sie befindet sich im Westhang des Beerbergstein.

GeschichteBearbeiten

 
Gliederung der Stadt Brotterode-Trusetal

Die Gemeinde Trusetal entstand am 1. Juli 1950 durch Zusammenschluss der Ortsteile Herges-Auwallenburg, Trusen, Elmenthal und Laudenbach. Der Ortsteil Wahles wurde 1994 eingemeindet.

Zum 1. Dezember 2011 wurde die Stadt Brotterode in die Gemeinde Trusetal eingegliedert. Die Bürgermeister der beiden beteiligten Gemeinden unterzeichneten am 22. Dezember 2010 den Eingliederungsvertrag, die die Umbenennung in Brotterode-Trusetal und die Verleihung des Stadtrechts zum 1. Dezember 2011 vorsah. Grundlage war das Thüringer Gesetz zur freiwilligen Neugliederung kreisangehöriger Gemeinden im Jahr 2011, welches der Thüringer Landtag am 16. November 2011 verabschiedet hatte.[2]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

Jahr Einwohner Veränderung
2011 6563
2012 6457 -106 -1,62%
2013 6398 -059 -0,91%
2014 6326 -072 -1,13%
2015 6266 -060 -0,95%
2016 6109 -157 -2,51%
2017 6090 -19 -0,31 %
2018 6021 -69

mittlere Veränderung pro Jahr seit 2011: ∅ = −78,8 (−1,24 %)[3]

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

Bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 wurde Kay Großmann mit 78,4 % der Stimmen zum neuen Bürgermeister von Brotterode-Trusetal gewählt.[4] Er trat die Nachfolge des am 21. Januar 2019 verstorbenen Tilo Storch an.[5]

StadtratBearbeiten

Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 mit einer Wahlbeteiligung von 61,7 % führte zu folgender Verteilung der 20 Sitze im Stadtrat:[6]

Partei / Liste Stimmenanteil Sitze
Bürger für Brotterode-Trusetal 28,8 % 6
CDU 21,3 % 4
#AuftragHeimat WIR FÜR EUCH 17,6 % 3
SPD 13,0 % 3
Freie Wähler Brotterode-Trusetal 10,6 % 2
Die Linke 08,7 % 2

WappenBearbeiten

Auf grünem Grund befindet sich im Stadtwappen oben ein silbernes siebenwelliges Band und darunter rechts in Gold gekreuzte Schlägel und Eisen mit senkrecht dazu stehendem Meißel und links vier goldene kreuzförmig angeordnete Schneidblätter. Das siebenwellige Band symbolisiert den Fluss Truse und die Siebenzahl die Zahl der Orte, welche die Gemeinde bilden. Schlägel und Eisen mit Meißel verweist auf die Bergbaugeschichte, die Schneidblätter sollen auf die Metallindustrie verweisen. Das Wappen kombiniert Bestandteile der Wappen der ehemaligen Orte Brotterode (Eisen, Schlägel, Meißel) und Trusetal (Wellenband, Schneidblätter).

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Partnerstädte von Brotterode-Trusetal sind Saint-Martin-le-Vinoux im französischen Département Isère (seit 1966) sowie Bad Vilbel und Nentershausen in Hessen (beide seit 1990). Ein Freundschaftsvertrag verbindet die Stadt mit Hachenburg in Rheinland-Pfalz.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Einige Sehenswürdigkeiten
 
Der große Inselsberg
 
Die evangelische Kirche in Brotterode
 
Brotterode, Carolus-Quintus-Brunnen
 
Brotterode, Inselbergschanze (2008)
 
Trusetaler Wasserfall
 
Turm der Wallenburg

SportBearbeiten

Der Rennsteig bei Brotterode wird ganzjährig als Rad- und Fernwanderweg genutzt, im Winter bestehen gespurte Loipen und Abfahrtshänge. Brotterode war seit den 1920er Jahren ein frühes Zentrum des Wintersports in Thüringen. Rings um den großen Inselsberg entstanden verschiedene Abfahrtshänge und Trainingsanlagen für den Rodel- und Skisport. Der Ort wurde in der DDR-Zeit zum Leistungsstützpunkt aufgewertet, Betreiber wurde der Armeesportklub ASK Brotterode. Am Stadtrand befindet sich die Inselbergschanze, ein Austragungsort der Skisprung-Continental-Cup-Wettkampfserie im Skispringen. Drei Gedenksteine am Inselsberg erinnern an Todesfälle prominenter DDR-Sportler, die beim Training durch Unfälle verstarben. Am Südwesthang befindet sich der Bergwachtstützpunkt Kurt-Lesser-Hütte.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Brotterode-Trusetal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Thüringer Gesetz zur freiwilligen Neugliederung kreisangehöriger Gemeinden im Jahr 2011; GVBl. Thüringen Seite 293
  3. Thüringer Landesamt für Statistik. In: statistik.thueringen.de. Abgerufen am 13. April 2018.
  4. Übersicht über Bürgermeisterwahlen des MDR
  5. https://www.insuedthueringen.de/region/schmalkalden/Brotterode-Trusetals-Buergermeister-Tilo-Storch-ist-tot;art83450,6533019
  6. Thüringer Landesamt für Statistik: Gemeinderatswahl 2019 – endgültiges Ergebnis Brotterode-Trusetal
  7. Zwergen Park Trusetal – Thüringen. In: thueringen.info. Abgerufen am 13. April 2018.
  8. Urlaub in Brotterode-Trusetal. In: inselsberg-brotterode.panomax.com. Abgerufen am 13. April 2018.