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Bob Hanning

deutscher Handballtrainer und -funktionär
Bob Hanning, am 9. Dezember 2008
Bob Hanning, als Co-Kommentator

Hans Robert „Bob“ Hanning (* 9. Februar 1968 in Essen) ist ein deutscher Handballtrainer und Sportfunktionär.

Inhaltsverzeichnis

KarriereBearbeiten

Seine Karriere als Trainer begann beim TV Cronenberg in Essen. Anschließend wurde er Co-Trainer und A-Jugendtrainer bei TUSEM Essen.[1] Seine nächste Trainerstation war die SG Solingen. Mit dieser Mannschaft stieg er in die Handball-Bundesliga auf.

Bis zu den Olympischen Spielen in Sydney im Jahr 2000 war Hanning Assistent von Bundestrainer Heiner Brand[2] und Cheftrainer der B-Nationalmannschaft. Anschließend wechselte er als Trainer zum HC Wuppertal und danach zur SG Willstätt/Schutterwald. Zugleich war er DHB-Stützpunkttrainer der Jugend.

Am 17. Dezember 2002 löste er beim HSV Hamburg den gekündigten Trainer Anders Fältnäs ab. Am 2. Mai 2005 trat Hanning nach einer „Spielerrevolte“ zurück und löste seinen Vertrag mit dem HSV auf.

Im Juli 2005 holte ihn der CDU-Politiker und Unternehmer Frank Steffel als Geschäftsführer der Reinickendorfer Füchse Handball Vermarktungsgesellschaft mbH in Berlin, die der wirtschaftliche Träger der Füchse Berlin ist. Mit Hanning als Manager sowie mit Trainer Jörn-Uwe Lommel feierten die Füchse Berlin am Saisonende 2006/07 den Aufstieg in die erste Bundesliga und hielten in der Folgesaison die Klasse.[3] Im Jahr 2011 qualifizierten sich die Füchse Berlin unter Hannings Führung erstmals für die EHF Champions League.

Hanning ist für seine Jugendarbeit bekannt. In Berlin trainiert er die A-Jugend der Füchse.[4] Hanning gilt als Entdecker von Torsten Jansen und Florian Kehrmann, die er beide bei der SG Solingen trainierte. Hanning schaffte es, das noch unbekannte Talent Konrad Wilczynski aus Österreich nach Berlin zu holen. Mit 237 Toren wurde Wilczynski in der ersten Saison im Oberhaus sofort bester Torjäger der gesamten Liga.

Der gelernte Kaufmann Hanning war häufig Co-Kommentator bei Handballspielen auf Sport1.[5] Seinen Spitznamen „Napoleon“, den er aufgrund seiner Statur, seines Aussehens und Auftretens trägt, hat er durch entsprechende Fotos in napoleonischen Uniformen selbst karikiert.[6]

Im Oktober 2011 erhielt Hanning den Verdienstorden des Landes Berlin durch den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit verliehen. Die Bundeshauptstadt ehrte damit seine Verdienste und sein Engagement in der Sportstadt Berlin.[7]

Seit 2013 ist Hanning Vizepräsident des Deutschen Handballbundes.[6]

Sportliche ErfolgeBearbeiten

  • Aufstiege in alle Ligen (Verbandsliga bis Bundesliga)
  • Deutscher A-Jugendmeister: 1994 mit Tusem Essen und 2011 mit der SG Spandau/Füchse Berlin
  • Deutscher B-Jugendmeister mit der SG Spandau/Füchse Berlin
  • Euro-City-Cup 1994 als Co-Trainer mit TUSEM Essen
  • Bronze bei der Europameisterschaft 1998 in Bozen und Meran als Co-Trainer der Nationalmannschaft
  • Supercup 1998 als Co-Trainer der Nationalmannschaft
  • DHB-Supercup 2004 mit dem HSV Hamburg

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. So viel ESSEN steckt in Hanning. In: B.Z. 18. November 2007, abgerufen am 28. Juli 2015.
  2. HSV Hamburg: Mannschaft Saison 2004/2005. (Memento vom 28. September 2007 im Internet Archive) Übersicht auf der Website der SG Flensburg Handewitt, Stand: 28. September 2007, abgerufen am 28. Juli 2015
  3. Porträt von Bob Hanning. (Memento vom 28. September 2007 im Internet Archive) Kempa Handball, Stand: 28. September 2007, abgerufen am 28. Juli 2015
  4. Björn Engel: „Mit Euphorie ist alles möglich“. Interview mit Florian Kehrmann in: Die Welt, 28. Dezember 2006, abgerufen am 16. August 2007
  5. Bob-Hanning-Videos in der Sport1-Mediathek, abgerufen am 20. Februar 2019
  6. a b Berliner Sportfunktionär: Die Handball-WM soll Bob Hannings Meisterstück werden – tagesspiegel.de, abgerufen am 20. Februar 2019
  7. Wowereit verleiht Berliner Landesorden. Pressemitteilung des Presse- und Informationsamtes des Landes Berlin vom 30. September 2011, abgerufen am 28. Juli 2015