Baião (Portugal)

Kleinstadt in Portugal

Baião ist eine Kleinstadt (Vila) in Portugal.

Baião
Wappen Karte
Wappen von Baião
Baião (Portugal)
Baião
Basisdaten
Region: Norte
Unterregion: Tâmega e Sousa
Distrikt: Porto
Concelho: Baião
Koordinaten: 41° 10′ N, 8° 2′ WKoordinaten: 41° 10′ N, 8° 2′ W
Einwohner: 20.522 (Stand: 30. Juni 2011)[1]
Fläche: 174,52 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 118 Einwohner pro km²
Postleitzahl: 4640
Kreis Baião
Flagge Karte
Flagge von Baião Position des Kreises Baião
Einwohner: 20.522 (Stand: 30. Juni 2011)[1]
Fläche: 174,52 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 118 Einwohner pro km²
Anzahl der Gemeinden: 14
Verwaltung
Adresse der Verwaltung: Câmara Municipal de Baião
Praça Heróis do Ultramar
4640-158 Campelo - Baião
Präsident der Câmara Municipal: José Luís Pereira Carneiro (PS)
Website: www.cm-baiao.pt

GeschichteBearbeiten

 
Anta im Archäologiepark Aboboreira

Funde belegen eine Besiedlung seit der Jungsteinzeit, darunter Megalithanlagen, Gefäße, Äxte und Klingen. Sie können heute am archäologischen Fundort Campo Arqueológico da Serra da Aboboreira besichtigt werden. Im 5. oder 4. Jahrhundert v. Chr. entstanden keltische Siedlungen der Castrokultur. Aus dieser Zeit stammt der Goldschatz, der als umfangreiche Schmucksammlung Tesouro de Baião (dt.: Schatz von Baião) im Lissabonner Archäologiemuseum Museu Nacional de Arqueologia liegt. Aus der Zeit nach der folgenden römischen Eroberung sind Grabstätten, Schrifttafeln, Reste eines Jupiter-Tempels, ein Meilenstein und andere Teile einer Römerstraße erhalten geblieben.

711 eroberten die Mauren das Gebiet. Der Kreuzritter Dom Arnaldo zeichnete sich in den Feldzügen der Reconquista gegen die Araber aus, wofür ihm der König Kastiliens im Jahr 985 das hiesige Gebiet übergab. Über D.Arnaldo ist nicht viel bekannt, möglicherweise war er fränkischer, eher aber baskischer Abstammung, vermutlich aus Bayonne. Er war Begründer des Adelsgeschlecht der Bayãos, woher sich der heutige Ortsname ableitete. Möglicherweise rührt der Ortsname aber auch aus einer ursprünglich lateinischen Bezeichnung für braun-gelbe Farbgebung, baio, woraus vor Eintreffen der Araber die Ortsbezeichnung Baian wurde, und die später dann ihrerseits die Namensgebung des Adelsgeschlecht bedingte.[3] D.Arnaldos Ur-Urenkel wurde als Egas Moniz Erzieher des ersten portugiesischen Königs D.Afonso Henriques.

König D.Manuel I. gab dem Ort 1513 Stadtrechte.[4]

VerwaltungBearbeiten

Kreis BaiãoBearbeiten

Baião ist Sitz eines gleichnamigen Kreises (Concelho) im Distrikt Porto. Am 30. Juni 2011 hatte der Kreis 20.522 Einwohner auf einer Fläche von 174,5 km²[1].

Die Nachbarkreise sind (im Uhrzeigersinn im Norden beginnend): Amarante, Peso da Régua, Mesão Frio, Resende, Cinfães sowie Marco de Canaveses.

Mit der Gebietsreform im September 2013 wurden mehrere Gemeinden zu neuen Gemeinden zusammengefasst, sodass sich die Zahl der Gemeinden von zuvor 20 auf 14 verringerte.[5]

Die folgenden Gemeinden (Freguesias) liegen im Kreis Baião:

 
Kreis Baião
Gemeinde Einwohner
(2011)
Fläche
km²
Dichte
Einw./km²
LAU-
Code
Ancede e Ribadouro 2.836 15,54 183 130221
Baião e Mesquinhata 855 7,76 110 130222
Campelo e Ovil 3.938 31,81 124 130223
Frende 656 2,90 226 130204
Gestaçô 1.263 14,43 88 130205
Gove 1.974 11,17 177 130206
Grilo 590 5,94 99 130207
Loivos da Ribeira e Tresouras 853 7,17 119 130224
Loivos do Monte 373 8,75 43 130208
Santa Cruz do Douro e São Tomé de Covelas 2.085 16,11 129 130225
Santa Marinha do Zêzere 2.789 10,69 261 130215
Teixeira e Teixeiró 946 26,09 36 130226
Valadares 844 9,93 85 130219
Viariz 520 6,23 83 130220
Kreis Baião 20.522 174,52 118 1302

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Einwohnerzahl im Kreis Baião (1801–2011)
1801 1849 1900 1930 1960 1981 1991 2001 2011
9.939 17.944 23.139 26.886 28.864 24.438 22.456 22.355 20.525

Kommunaler FeiertagBearbeiten

  • 24. August

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Baião – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence and Sex; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística
  2. a b Übersicht über Code-Zuordnungen von Freguesias auf epp.eurostat.ec.europa.eu
  3. João Fonseca: Dicionário do Nome das Terras. 2. Auflage, Casa das Letras, Cruz Quebrada 2007, S. 47 (ISBN 978-9724617305)
  4. www.verportugal.net, abgerufen am 3. Dezember 2013
  5. Veröffentlichung der administrativen Neuordnung im Gesetzesblatt Diário da República vom 28. Januar 2013, abgerufen am 16. März 2014