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B.M.V.-Schule Essen

Schule in Essen, Nordrhein-Westfalen

Die B.M.V.-Schule im Essener Stadtteil Holsterhausen ist ein staatlich anerkanntes katholisches Gymnasium in der Trägerschaft der Augustiner-Chorfrauen B.M.V. zu Essen. Das Kürzel B.M.V. steht für Beatae Mariae Virginis, „der seligen Jungfrau Maria“.

B.M.V-Schule Essen
B.M.V.-Schule Essen
Schulform Gymnasium (privates, staatlich anerkanntes, katholisches Gymnasium)
Schulnummer 164860
Gründung 1652
Adresse

Bardelebenstraße 9

Ort Essen
Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Koordinaten 51° 26′ 20″ N, 6° 59′ 46″ OKoordinaten: 51° 26′ 20″ N, 6° 59′ 46″ O
Träger Augustiner Chorfrauen der Congregatio Beatae Mariae Virginis
Schüler etwa 1280
Lehrkräfte 103 incl. Referendare (Stand: 2018)
Leitung Schwester M. Ulrike Michalski
Website www.bmv-essen.de
Gedenktafel am Gebäude

Der Orden der Augustiner-Chorfrauen wurde 1597 in Lothringen gegründet und hat als Apostolat die Mädchenerziehung. Von Lothringen aus gründeten sie in Frankreich und in vielen anderen Ländern Klöster, so auch in Deutschland. 1652 gingen drei Schwestern auf Anfrage der damaligen Fürstäbtissin Anna Salome von Salm-Reifferscheidt aus Münster nach Essen und gründeten dort in der Innenstadt das Kloster und die (Mädchen-)Schule B.M.V. 1931 zogen die Schwestern und die Schulgemeinschaft wegen Platzmangels aufgrund der stets wachsenden Schülerinnenzahl nach Essen-Holsterhausen, wo die Schule bis heute als Mädchengymnasium besteht.

Zum Schuljahr 2013/2014 führte die B.M.V.-Schule wegen der allgemein sinkenden Schülerzahlen die Koedukation ein und ist damit kein reines Mädchengymnasium mehr. Die Schule hatte zuvor etwa 1350 Schülerinnen, die nicht nur aus dem Einzugsgebiet Essen kommen, und ist sechszügig angelegt.

GeschichteBearbeiten

Die Äbtissin des Stifts Essen Anna Salome von Salm-Reifferscheidt förderte nach Ende des Dreißigjährigen Kriegs besonders das Bildungswesen im Stiftsgebiet. Um auch Mädchen eine höhere Bildung zugänglich zu machen, rief sie die Augustiner-Chorfrauen, die besonders der Mädchenbildung verpflichtet sind, nach Essen, damit diese eine Mädchenschule mit angeschlossenem Pensionat für auswärtige Schülerinnen gründeten. 1652 eröffneten die Nonnen dann eine höhere Schule für Mädchen, die bis ins Jahr 1830 die einzige in Essen blieb.

Von der Säkularisation nach dem Reichsdeputationshauptschlusses von 1802 wurde das Kloster ausgenommen, da es die Schule unterhielt. Aufgrund Bismarcks Gesetzen erfolgte am 31. März 1876 die Schließung der Volksschule und der höheren Schule. Bis 1889 lebten die Nonnen im Exil in Steyl in Holland. Nach ihrer Rückkehr wurde am 1. Mai die höhere Schule wieder eröffnet, die Wiedereinrichtung einer Volksschule blieb weiterhin verboten.

1929 legten die ersten Schülerinnen die Abiturprüfung an der B.M.V.-Schule ab. Ein Umzug von Kloster und Schule nach Essen-Holsterhausen, dem heutigen Standort, erfolgte 1931. Im Zweiten Weltkrieg wurden Kloster- und Schulgebäude zerstört, bereits zuvor war 1940 der Unterricht durch das NS-Regime untersagt worden. Am 19. Oktober 1945 nahmen die Nonnen den Unterricht im Schichtbetrieb, da nur zwei Klassenräume zugänglich waren, wieder auf.

PartnerschulenBearbeiten

Mit der Privatschule in Moreton Hall in England, einer privaten Internatsschule, wird ein Schüleraustausch gepflegt. Auch St. Mary’s in Cambridge, Notre Dame des Oiseaux in Paris, und Petra Fouriera, in der Slowakei, deren Träger auch die Augustiner-Chorfrauen sind, sind Partnerschulen. Auch mit der Schule Santa Ursula Maipu der Ursulinen in Santiago de Chile wird ein regelmäßiger Austausch gepflegt.

WaldpraktikumBearbeiten

Alljährlich findet ein Waldpraktikum für die Schülerinnen der 7. und 8. Klassen statt. In Jugendwaldheimen Niedersachsens arbeiten die Jugendlichen in einer Woche täglich mehrere Stunden im Wald und lernen den Lebensraum kennen.

AbsolventenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Albrecht, Waltraud: Die B.M.V.-Schule in Essen 1652–1997. Essen, Selbstverlag der Congregatio B.M.V. Essen, 1997. 247 S.
  • Arens, Franz: Geschichte des Klosters und der Schule der Congregatio B.M.V. in Essen 1652–1902. In: Essener Beiträge, 25. Heft, 1903, S. 1–74. [1] (PDF)

WeblinksBearbeiten