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Bobsportler und FussballfunktionärBearbeiten

In seiner Jugend war der Sohn italienischer Zuwanderer ein erfolgreicher Sportler. Als Höhepunkt seiner Karriere gilt der Gewinn der Bronzemedaille im Viererbob bei den Olympischen Winterspiele 1952 in Oslo, gemeinsam mit Fritz Feierabend, Albert Madörin und Stephan Waser.

Ab 1971 war Filippini Präsident des Fussballclubs FC Sion, in seine Amtszeit fiel der Gewinn des Schweizer Cups 1973/74. Obwohl unter Filippinis Leitung 1,4 Millionen Franken an Einnahmen erzielt werden konnten, hatte der Verein bei seinem Rücktritt im Sommer 1977 200 000 Franken Schulden.

Savro SABearbeiten

Filippini war Eigentümer der Bauunternehmung Savro SA mit rund 700 Mitarbeitern sowie mehreren Tochterfirmen im Ausland. 1977 gerieten die Firma und ihr Besitzer im Rahmen einer Korruptionsaffäre in die internationalen Schlagzeilen, nachdem aufgedeckt wurde, dass sie über mehrere Jahre hinweg, gemeinsam mit Vertretern regionaler Behörden und der im Kanton Wallis politisch dominierenden Christlichdemokratischen Volkspartei den Staat um 3,5 Millionen Franken betrogen hatten.[1] Filippini wurde in der Folge, ebenso wie der Dienstchef des Amtes für Strassenunterhalt sowie der Chef der Verkehrspolizei des Kantons, zu acht Jahren Haft sowie zur Zahlung einer fünfstelligen Geldbusse verurteilt. Die Strafverfolgungbehörden hatten dem Trio Bestechung, Bestechlichkeit, Betrug, Veruntreuung und Urkundenfälschung vorgeworfen. In seiner 2005 erschienenen Autobiographie begründete Filippini sein Vorgehen damit, dass er die 700 Arbeitsplätze habe erhalten wollen.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Cyrill Pinto: Sizilien der Schweiz. In: NZZ Folio. Heft Februar 2013, abgerufen am 15. Juni 2017