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Das Amtsgericht Laufen ist ein Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit und eines von 73 Amtsgerichten in Bayern. Es befindet sich in der Tittmoninger Straße 32 in Laufen.

GeschichteBearbeiten

Schon seit dem frühen Mittelalter gab es in Laufen eine Gerichtsbarkeit, das Landgericht Laufen. Von 1234 bis 1862 waren Stadtrichter zugleich Landrichter, bevor die Trennung von Justiz und Verwaltung vollzogen wurde. Ab 1862 wurde das alte Amtsgerichtsgebäude in der Rottmayrstraße errichtet. Mit der Einführung des Gerichtsverfassungsgesetzes wurde, wie in ganz Bayern, das bisherige Landgericht zum 1. Oktober 1879 in Amtsgericht umbenannt. Der Zuständigkeitsbereich erstreckte sich über das damalige Bezirksamt Laufen, das 1938, wie im ganzen Reich, die Bezeichnung Landkreis erhielt. Im Zuge des Neuzuschnitts der Landkreise 1972 als Teil der Gebietsreform in Bayern wurden die Amtsgerichte Berchtesgaden und Bad Reichenhall aufgelöst und im Dezember 1975[1] der Amtsgerichtsbezirk Laufen in den Grenzen des nunmehrigen Landkreises Berchtesgadener Land neu gebildet. 1980 erfolgte der Umzug in das heutige Hauptgebäude, das ehemalige Landratsamt des Landkreises Laufen.

ZuständigkeitsbereichBearbeiten

Der Zuständigkeitsbereich des Amtsgerichts Laufen erstreckt sich auf den gesamten Landkreis Berchtesgadener Land. Verhandelt werden Zivil-, Familien- und Strafsachen.

Folgende Verfahren und Aufgaben werden vom Amtsgericht Traunstein bearbeitet:

Leitung und MitarbeiterBearbeiten

Direktor des Amtsgerichts ist Klaus Burger. Seine ständige Vertreterin ist Daniela Krammer.

Aktuell sind 70 Mitarbeiter am Amtsgericht beschäftigt. Darunter sind 10 Richter, 11 Rechtspfleger, 21 Beamte des mittleren Justizdienstes, 13 Justizarbeitnehmerinnen, 5 Justizwachtmeister, 1 Hausmeister und 3 Reinigungsfrauen (Stand: 05/2009).

Des Weiteren sind sechs Gerichtsvollzieher für das Amtsgericht tätig.

Übergeordnete GerichteBearbeiten

Dem Amtsgericht Laufen sind das Landgericht Traunstein und das Oberlandesgericht München übergeordnet.

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Hellmut Schöner (Hrsg.): Berchtesgaden im Wandel der Zeit. Ergänzungsband I, Verein für Heimatkunde d. Berchtesgadener Landes, Verlag Berchtesgadener Anzeiger sowie Karl M. Lipp Verlag, München 1982, ISBN 3-87490-528-4, S. 53–54

WeblinksBearbeiten

Koordinaten: 47° 56′ 13,7″ N, 12° 55′ 50,6″ O