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Die AGM-131 SRAM II (Short-Range-Attack-Missile) war eine Luft-Boden-Rakete der Firma Boeing mit Nuklearsprengkopf. Sie sollte die AGM-69 SRAM ersetzen. Als Folge der geopolitischen Veränderungen mit dem Ende des Kalten Krieges sowie wegen technischer Probleme wurde das Programm abgebrochen.

AGM-131 SRAM II

AGM-131 SRAM II.JPG

Allgemeine Angaben
Typ: Luft-Boden-Rakete
Herkunftsland: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Hersteller: Boeing
Entwicklung: 1986
Indienststellung: Entwicklung 1991 eingestellt
Technische Daten
Länge: 3,18 m
Durchmesser: 390 mm
Gefechtsgewicht: 900 kg
Antrieb: Feststoff-Raketentriebwerk
Geschwindigkeit: über Mach 2,0
Reichweite: 400 km
Ausstattung
Lenkung: Inertiales Navigationssystem
Gefechtskopf: W89 Nukleargefechtskopf 200 kt
Zünder: Programmierter Zünder
Waffenplattformen: Bomber und Kampfflugzeuge
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Ursprünglich begann die Planung für die SRAM II bereits 1977 unter dem Namen AGM-69B SRAM B. Sie sollte von der Rockwell B-1A eingesetzt werden. Als jedoch am 30. Juni 1977 der damalige US-Präsident Jimmy Carter das B-1A-Programm stoppte, war dies auch das Ende für die SRAM B. Im Jahre 1981 wurde entschieden, die B-1 zur B-1B weiterzuentwickeln. Der Entwicklungsauftrag wurde 1986 der Firma Boeing zugesprochen. Dort wollte man aber nicht auf die alte AGM-69 zurückgreifen, sondern entwickelte eine ganz neue Luft-Boden-Rakete. Die AGM-131 sollte nicht nur kleiner, sondern auch leichter und einfacher sein als die AGM-69. Es war geplant, dass eine B-1B 36 AGM-131 transportieren konnte.

Obwohl nur wenige SRAM II produziert wurden, entwickelte man noch die AGM-131B SRAM-T (SRAM-Tactical). Diese Variante sollte von der F-15E Strike Eagle eingesetzt werden. Sie absolvierte erste Teststarts, bevor beide Programme zusammen mit der Entwicklung der Atomsprengköpfe W89 und W91 im September 1991 von US-Präsident George H. W. Bush eingestellt wurden.

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