715
Statue Gregors II. an der Fassade von St. Bonifatius, Heidelberg
Gregor II. wird als Nachfolger von Konstantin I. Papst.
Der Hl. Liutwin (Wallfahrtsbild aus dem 19. Jahrhundert)
Milo folgt Liutwin
als Bischof von Trier.
715 in anderen Kalendern
Armenischer Kalender 163/164 (Jahreswechsel Juli)
Äthiopischer Kalender 707/708
Buddhistische Zeitrechnung 1258/59 (südlicher Buddhismus); 1257/58 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana)
Chinesischer Kalender 56. (57.) Zyklus

Jahr des Holz-Hasen 乙卯 (am Beginn des Jahres Holz-Tiger 甲寅)

Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) 77/78 (Jahreswechsel April)
Iranischer Kalender 93/94 (um den 21. März)
Islamischer Kalender 96/97 (4./5. September)
Jüdischer Kalender 4475/76 (2./3. September)
Koptischer Kalender 431/432
Römischer Kalender ab urbe condita MCDLXVIII (1468)

Ära Diokletians: 431/432 (Jahreswechsel November)

Seleukidische Ära Babylon: 1025/26 (Jahreswechsel April)

Syrien: 1026/27 (Jahreswechsel Oktober)

Spanische Ära 753
Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 771/772 (Jahreswechsel April)

EreignisseBearbeiten

Politik und WeltgeschehenBearbeiten

FrankenreicheBearbeiten

 
Das Frankenreich beim Tod Pippins des Mittleren (714)

In Neustrien wird nach dem Tod des karolingischen Hausmeiers Pippin zunächst der 6-jährige Theudoald, der Sohn Grimoalds des Jüngeren und Enkel der Plektrudis und Pippins, zum Hausmeier bestimmt, doch setzt sich Raganfrid in der Schlacht von Compiègne am 26. September gegen ihn durch. Zugleich lässt Plektrudis Karl Martell, den illegitimen Sohn von Pippin und Chalpaida, in Köln gefangensetzen.

Die internen Auseinandersetzungen im Frankenreich um die Macht nehmen neben den Friesen auch Eudo von Aquitanien und Antenor in der Provence zum Anlass, sich von der fränkischen Zentralgewalt freizumachen. Auch Bischof Savaric von Auxerre erkämpft sich eine eigene Machtposition, indem er Orléans, Nevers, Avallon und Tonnerre unterwirft.

Die Sachsen nutzen die inneren fränkischen Wirren und verheeren – wahrscheinlich im Bund mit dem Friesenherzog Radbod – den fränkischen Grenzgau Hatteri (Hatuarien) im späteren Niederlothringen.

Dagobert III., fränkischer König seit 711, stirbt Ende 715 oder Anfang 716 im Alter von nur 16 Jahren. Plektrudis und Raganfrid übergehen die Thronansprüche von Dagoberts Sohn Theuderich IV., da dieser noch ein kleines Kind ist, und setzen stattdessen Chilperich II., den Sohn des früheren Königs Childerich II., auf den Thron.

Islamische ExpansionBearbeiten

  • Sulaimān ibn ʿAbd al-Malik wird Kalif des Umayyaden-Reiches. Er folgt auf seinen am 23. Februar gestorbenen Bruder Al-Walid I. Zunächst kommt es zu einiger Unruhe in der Verwaltung der östlichen Provinzen, als Sulaimān die Amtsträger von al-Haddschādsch, dem im Vorjahr gestorbenen Statthalter des Irak, absetzt und verfolgt, weil sie sich seiner Thronfolge widersetzt haben. Dies führt auch zur Revolte von Qutaiba ibn Muslim in Chorassan, die aber schnell unterdrückt werden kann. Qutaiba wird von den Mitgliedern seines eigenen Haushalts ermordet.

Byzantinisches ReichBearbeiten

 
Theodosios III.

BritannienBearbeiten

JapanBearbeiten

Urkundliche ErsterwähnungenBearbeiten

  • Bitburg wird erstmals urkundlich erwähnt.

ReligionBearbeiten

GeborenBearbeiten

GestorbenBearbeiten

Todesdatum gesichertBearbeiten

Genaues Todesdatum unbekanntBearbeiten

Gestorben um 715Bearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: 715 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien