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Ḫattuša

Hauptstadt des Hethiter-Reiches

Ḫattuša oder Hattuscha (auch Hattusa, türkisch Hattuşaş) war die Hauptstadt des Hethiter-Reiches. Sie liegt in der Provinz Çorum beim Dorf Boğazkale (früher Boğazköy) im anatolischen Hochland am Bogen des Kızılırmak nördlich der antiken Landschaft Kappadokien, etwa 170 Kilometer östlich von Ankara.

Ḫattuša: Hethitische Hauptstadt
UNESCO-Welterbe UNESCO-Welterbe-Emblem

Mauer Hattusha.JPG
Rekonstruierter Abschnitt der Stadtmauer von Ḫattuša (siehe unten)
Staatsgebiet: TurkeiTürkei Türkei
Typ: Kultur
Kriterien: (i) (ii) (iii) (iv)
Fläche: 268,46 ha
Referenz-Nr.: 377
UNESCO-Region: Europa und Nordamerika
Geschichte der Einschreibung
Einschreibung: 1986  (Sitzung 10)

Ḫattuša ist eine der größten antiken Stadtanlagen der Welt. 1986 wurden Ḫattuša und das benachbarte hethitische Heiligtum Yazılıkaya in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO eingetragen. Beide Orte gehören mit der weiteren Umgebung zum türkischen Nationalpark Boğazköy-Alacahöyük. 2001 wurden die in Ḫattuša gefundenen Keilschrifttafel-Archive in das UNESCO-Weltdokumentenerbe aufgenommen.

GeschichteBearbeiten

Koordinaten: 40° 1′ 5″ N, 34° 37′ 3″ O

 
Ḫattuša

Die frühesten Besiedlungsspuren im Stadtgebiet von Ḫattuša stammen aus dem Chalkolithikum im 6. Jahrtausend v. Chr. Eine kontinuierliche Besiedlung setzte in der Frühbronzezeit gegen Ende des 3. Jahrtausends v. Chr. ein, als die Hattier hier eine Siedlung und einen Fürstensitz gründeten.[1]

Im frühen 2. Jahrtausend v. Chr. entstand am Rand der hattischen Siedlung ein Karum, eine Kolonie von assyrischen Händlern, mit dem Namen Ḫattuš.[1] Mit ihren Eselskarawanen transportierten die Assyrer Güter über große Entfernungen, sowohl innerhalb Anatoliens als auch nach Mesopotamien. Mit ihnen kam die Schrift nach Anatolien. Im Verlauf dieser Epoche wurde auf der Höhe des Felsmassivs Büyükkale eine Befestigung angelegt, um sich vor Feinden zu schützen. In diesen ersten Jahrhunderten des 2. Jahrtausends v. Chr. gab es in Zentralanatolien häufig Konflikte zwischen den einheimischen hattischen Fürsten und den zugewanderten hethitischen Gruppen, die ihre Macht auszudehnen versuchten.

Die ausgegrabenen Ruinen zeigen, dass die Stadt Ḫattuša um ca. 1700 v. Chr. in einem großen Brand zugrunde ging. Für die Zerstörung des Ortes gibt es sogar eine Überlieferung in einem Keilschrifttext, in dem ein König Anitta von Kuššara davon berichtet, dass er den König Piyušti von Ḫattuša geschlagen und seine Stadt zerstört habe. Er verfluchte die Stadt auf ewig, säte sie mit Fenchel ein[2] und richtete sein Handelszentrum in der 160 km südöstlich gelegene Stadt Kaneš ein, die als Hauptort der assyrischen Handelskolonien bereits Macht und Ansehen besaß.

Ḫattuša wurde bereits ab der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts v. Chr. wiederbesiedelt. Der hethitische Fürst Labarna (1565–1540 v. Chr.) baute hier seine Residenz auf und nannte sich danach Ḫattušili I., „Der von Ḫattuša“. Damit beginnt die Geschichte Ḫattušas als hethitische Hauptstadt und Sitz des hethitischen Königshauses, von dem man bisher 27 Großkönige mit Namen kennt. Im 16. Jahrhundert v. Chr. wurde das ummauerte Stadtgebiet von 79 auf 180 Hektar erweitert. Im 14. und 13. Jahrhundert v. Chr. erlebte die Stadt ihre Blütezeit: Monumentale Befestigungen und die Palastanlagen wurden neu gebaut oder ausgebaut, in der Oberstadt entstand ein neuer Tempelbezirk. Um ca. 1200 v. Chr., als das hethitische Großreich zusammenbrach, wurde auch die Hauptstadt des Reiches verlassen.[1]

Spuren einer zögerlichen Wiederbesiedelung während der dunklen Jahrhunderte stammen aus dem 11. und 10. Jahrhundert v. Chr. Daraus entwickelte sich im 9.–5. Jahrhundert v. Chr. wieder eine größere, befestigte phrygische Siedlung. Auch danach folgten immer wieder Ansiedlungen: in galatisch-hellenistischer Zeit, während der römischen Herrschaft und auch im Byzantinischen Reich, bis in die zweite Hälfte des 11. Jahrhunderts.[1]

Die StadtBearbeiten

Unterstadt und OberstadtBearbeiten

 
Übersichtsplan der Stadt Ḫattuša (weiße Linien sind heutige Straßen)
1 Rekonstruierter Abschnitt der Stadtmauer in der Unterstadt
2 Tempelkomplex in der Unterstadt mit dem Großen Tempel („Tempel 1“)
3 Haus am Hang (Verwaltungsbau)
4 Büyükkale (Felsen mit Königsburg)
5 Kesikkaya (gespaltener Felsen)
6 Sarıkale (großer Felsen)
7 Löwentor
8 Wall von Yerkapı
9 Sphinxtor
10 Tempelbezirk der Oberstadt
11 Königstor
12 Zugang zur Südburg
13 Südburg mit Hieroglyphenkammer

Ḫattuša liegt am südlichen Ende einer Ebene auf einem Hang, der bis 300 Meter über die Talhöhe ansteigt. Ein Bachbett, dessen Verlauf möglicherweise in der Eisenzeit reguliert wurde,[3] bildet die Grenze zwischen der Unterstadt im Norden (auch Altstadt genannt) und der Oberstadt im Süden (auch Neustadt genannt). Die Oberstadt hat eine Fläche von mehr als einem Quadratkilometer.[4]

Stadtmauern und ToreBearbeiten

Eine monumentale, mehr als 8 Kilometer lange Mauer umfasst die Stadt.[4][5] Die Unterstadt ist im Norden und Osten nur teilweise von einer Mauer umgeben.[6] Es gab auch Mauern zwischen verschiedenen Bezirken der Stadt, von denen Überreste erhalten sind. In die doppelten Mauern der Oberstadt waren mehr als hundert Türme eingebaut.[4]

Nach heutigem Kenntnisstand gab es fünf Stadttore in der Außenmauer der Oberstadt: zwei Tore im Westen sowie das Löwentor im Südwesten, das Sphinxtor im Süden und das Königstor im Südosten.[4] Das Sphinxtor befindet sich am höchsten Punkt der Stadtanlage. Die fünf Tore zeichnen sich durch monumentale Steinblöcke an den äußeren und inneren Eingängen aus, vier Tore (alle außer dem Sphinxtor) außerdem durch die Gestaltung der Eingänge als parabelförmige Bögen – eine damals einzigartige Formgebung.[7] Die Tore wurden beidseitig von Türmen flankiert.

Die drei südlichen Tore sind nach den Figuren benannt, die auf den monumentalen seitlichen Steinblöcken an den Eingängen dargestellt werden:

  • Beim Löwentor sind dies zwei Löwen am äußeren Eingang, deren vordere Hälften als Skulptur aus dem Stein herausgearbeitet wurden.[8]
  • Das Sphinxtor (auch Sphingentor genannt) wurde ursprünglich von vier Sphingen bewacht, von denen die zwei Sphingen auf der Stadtseite des Tores und eine beschädigte Sphinx auf der Außenseite erhalten geblieben sind. Bei den Sphingen wurden die Steinblöcke sowohl auf der Vorderseite als auch auf der Rückseite als Skulptur bearbeitet und zusätzlich reliefartig auf der seitlichen Fläche. Zwei Sphingen wurden nach der Entdeckung im Jahr 1907 zur Restaurierung nach Berlin gebracht. Eine dieser Figuren wurde 1924 in die Türkei zurückgebracht, die andere erst im Jahr 2011 (siehe unten).
  • Beim sogenannten Königstor ist nur ein Relief auf der linken Seite des inneren Eingangs vorhanden. Nach der Entdeckung im Jahr 1907 hielten die Ausgräber die überlebensgroße Figur (Höhe bis zur Helmspitze 2,25 Meter) zunächst für die Darstellung eines Königs mit den Attributen eines Kriegers – daher die Bezeichnung Königstor. Heute wird die Figur als Darstellung eines Kriegsgottes interpretiert, da ein Horn auf der Vorderseite des Helms zu erkennen ist. Dieses Attribut findet sich sonst nur bei der Darstellung hethitischer Götter.[9] Der heute in Ḫattuša zu sehende Steinblock mit dem Relief ist eine Kopie. Das Original des Reliefs steht im Museum für anatolische Zivilisationen in Ankara.[10]

Peter Neve interpretierte die drei südlichen Tore (Löwentor, Sphinxtor und Königstor) als Bestandteile einer repräsentativen Straße für Prozessionen, die im Tempelbezirk der Oberstadt begannen und dorthin zurückführten.[11]

TempelBearbeiten

 
Große Vorratsbehälter in einem Lagerraum beim Großen Tempel
 
Ein Überrest des Löwenbeckens beim Großen Tempel

Ḫattuša war unter anderem eine Stadt der Tempel und einst als „Stadt der tausend Götter“ bekannt. (Im nur zwei Kilometer entfernten Heiligtum Yazılıkaya wurden zahlreiche Gottheiten in Reliefs dargestellt; vgl. auch das Pantheon der hethitischen Mythologie.)

Der größte Tempel von Ḫattuša stand in der Unterstadt. Der bereits im 14. Jahrhundert v. Chr. erbaute Große Tempel (auch „Tempel 1“ genannt) war das wichtigste Bauwerk in einem 160 × 135 Meter großen Komplex mit weiteren Gebäuden. Die Außenwände des Tempels wurden auf großen Blöcken aus Kalkstein errichtet. An zahlreichen Bohrungen in den Steinblöcken ist zu erkennen, dass darin senkrecht eingefügte Holzbalken verankert waren. Der Raum zwischen den Holzbalken war mit Lehmziegeln aufgefüllt. Schließlich wurden die Wände mit einem Lehmputz verkleidet. In der nordöstlichen Ecke des Tempels befanden sich zwei Kulträume, die nur dem König, der Königin und den Priestern zugänglich waren. Hier standen figürliche Darstellungen der zwei Gottheiten, denen der Tempel geweiht war. Dies waren sehr wahrscheinlich die obersten Gottheiten der Hethiter: der Wettergott Teššup und die Sonnengöttin von Arinna, die mit Ḫepat identifiziert wurde.[12]

Rund um den Großen Tempel befanden sich schmale Lagerräume, in denen große Vorratsbehälter gefunden wurden. In diesen Vasen mit einem Fassungsvermögen von 900 bis 3000 Litern wurden vor allem Wein, Öl und Getreide gespeichert, was aus Siegeln und anderen Kennzeichnungen der Gefäße hervorgeht. Im Jahr 1907 fanden die Archäologen Tausende von Keilschrift-Tontafeln innerhalb des Tempels, die unter anderem Auskunft über die religiösen Zeremonien der Hethiter geben.[12]

Die Besucher erreichten das Gelände vom Stadttor aus auf einem gepflasterten Weg und erreichten dann im Tempelbezirk der Unterstadt ein mit Löwen verziertes rechteckiges Wasserbecken, das sogenannte Löwenbecken. Ein weiteres Wasserbecken befand sich außerhalb des Tempelbezirks. Die Wasserbecken hatten eine kultische Funktion. Außer dem südöstlichen Hauptzugang zum Tempelbezirk gab es weitere Zugänge von Osten, Süden und Westen.[12]

Die meisten Tempel befinden sich in einem südlichen Bezirk der Oberstadt. Sie wurden ab dem 13. Jahrhundert v. Chr. errichtet. Bisher wurden 28 Tempel im Tempelbezirk der Oberstadt gefunden.[13] Einige Tempel waren zweistöckig, die Dächer waren flach. Die Grundfläche beträgt meist 400 bis 1500 Quadratmeter, ansonsten ist der Grundriss bei allen Tempeln ähnlich: Von einem offenen Innenhof führt der Weg durch einen Korridor zu einem heiligen Raum für religiöse Handlungen. Aus den Keilschrift-Texten der Hethiter ist bekannt, dass sich in diesem sakralen Raum eine Statue der Gottheit befand, der der jeweilige Tempel gewidmet war. Die Statuen bestanden aus Metall oder wurden aus Holz und Metall gefertigt. Bisher wurden jedoch keine solchen Statuen gefunden. Tempel 5 ragt mit 60 × 60 Meter Grundfläche aus dem Ensemble heraus, er ist fast so groß wie der Große Tempel in der Unterstadt. Tempel 5 wurde als Doppeltempel angelegt, da in ihm zwei Gottheiten verehrt wurden.[14]

YerkapıBearbeiten

 
Der Wall von Yerkapı, hier der seitliche Aufgang auf der Ostseite
 
Äußerer Zugang zum Tunnel von Yerkapı
 
Eingang zum Tunnel von Yerkapı auf der Stadtseite

Yerkapı ist eine künstliche, mit hellen Kalksteinen verkleidete Böschung an der Südspitze der Oberstadt – 15 Meter hoch, 250 Meter lang und an der Basis 80 Meter breit. Sie wurde zu Beginn des 14. Jahrhunderts v. Chr. fertiggestellt. Der türkische Name Yerkapı bedeutet wörtlich „Tor im Boden“. Dies bezieht sich auf den 70 Meter langen Fußgängertunnel, der von der Oberstadt quer durch den Wall von Yerkapı nach außen verläuft, mit deutlichem Gefälle nach unten. Der Tunnel wurde aus großen Steinbrocken errichtet und mit der Böschung überbaut. Er ist hervorragend erhalten. Bis heute wurden zwölf weitere Tunnel in den Befestigungen der Stadt entdeckt, die jedoch weniger gut erhalten sind.[15] Das Sphinxtor steht mittig über dem Wall von Yerkapı.

Der Wall von Yerkapı hatte keine militärische Funktion, denn er ist leicht zu besteigen, zudem erleichtern seitliche Treppenaufgänge den Aufstieg. Der Tunnel führt sogar unter der Stadtmauer hindurch direkt in die Oberstadt. Andreas Schachner verweist darauf, dass die monumentale Stadtmauer aufgrund der 250 Meter langen Aufschüttung in diesem Bereich so hoch stand, dass sie sogar von Norden aus, über die Stadt hinweg, schon aus fast 20 Kilometern Entfernung sichtbar war. Nur Büyükkale mit der Königsburg und die erhöhte Stadtmauer im Bereich von Yerkapı können an nahezu jedem Punkt der Stadt gesehen werden, wobei Yerkapı den Blick auf das südliche Hinterland verdeckt und somit den Stadthorizont im Süden bildet. Von Süden aus bietet die ungewöhnliche Anlage ebenfalls einen imposanten Anblick, der einen Eindruck von Gestaltungswillen und Machtdemonstration vermittelt. Schachner bewertet zudem die Deutung von Peter Neve als „naheliegend“, dass der Wall von Yerkapı „gleichsam eine Bühne“ für religiöse Prozessionen oder Zeremonien gewesen sein könnte.[16]

BüyükkaleBearbeiten

Auf dem Felsmassiv Büyükkale (türkisch für „Große Burg“) im Osten der Altstadt wurden die Reste der Königsburg freigelegt. Einige Spuren der Bebauung auf Büyükkale reichen in die frühe Bronzezeit zurück, die erhaltenen Ruinen stammen jedoch zum größten Teil aus dem 13. Jahrhundert v. Chr. Zu dieser Zeit fanden umfangreiche Bauarbeiten in Ḫattuša statt. Der ganze Komplex war früher ringsum von einem Festungswall umgeben. Ein großer Viadukt führte zum Haupttor der Anlage im Süden. Dieser Eingang wurde von zwei steinernen Löwen bewacht. Die Burganlage bestand aus zahlreichen miteinander verbundenen Innenhöfen, Archiv- und Wohngebäuden, religiösen Bauten und einer Empfangshalle. Die Bebauung nahm eine Fläche von 250 × 140 Metern ein. Die „Bibliothek“ mit den Tontafeln war in ihrer Blütezeit zweistöckig und bestand aus vier Räumen. Hier wurden 3000 Keilschrift-Tontafeln gefunden. Heute sind auf dem Gelände allenfalls noch niedrige Mauern zu sehen. Viele Gebäude wurden nach ihrer archäologischen Erforschung wieder mit Erde überdeckt, um sie vor Schäden zu bewahren.[17]

Weitere markante ObjekteBearbeiten

 
Der Felsen Sarıkale in der Oberstadt (Ansicht von Westen)

Vom Großen Tempel steigt das Gelände zur ehemaligen Königsburg hin an. In diesem Bereich wurden viele Gebäude auf künstlichen Terrassen errichtet. Das am besten erhaltene dieser Gebäude ist das sogenannte Haus am Hang. Es war 36 Meter lang und 32 Meter breit und zweistöckig. Dieses außergewöhnlich große Haus war wahrscheinlich ein Verwaltungsbau. Das untere Geschoss diente als Lager und Archiv. Hier wurden bei Grabungen in den Jahren 1911 und 1960–1963 große Bestände von Tontafeln gefunden.[18]

Südlich von Büyükkale liegt die Südburg, eine Erhebung mit Spuren einer phrygischen Befestigung. An deren Südostflanke wurde eine Kammer mit einem Relief des Sonnengottes und einem des Großkönigs Šuppiluliuma II. ergraben. Sie enthält außerdem einen in luwischen Hieroglyphen abgefassten Rechenschaftsbericht des Großkönigs und wird deshalb Hieroglyphenkammer genannt. Etwa 200 Meter westlich liegt der Hügel Nişantepe mit der Nişantaş genannten Felsinschrift desselben Herrschers.

Außer Büyukkale mit der Königsburg wurden auch andere anstehende Felsen in die Bebauung einbezogen, zum Beispiel Kesikkaya, der „Geschnittene Felsen“ in der Unterstadt – ein Felsmassiv mit zwei Hälften und einem tiefen Spalt in der Mitte.[19][20] Auf dem 60 Meter abfallenden Felsen Sarıkale (türkisch für „Gelbe Festung“) in der Oberstadt befand sich eine Festung, die wahrscheinlich im 14. und 13. Jahrhundert v. Chr. erbaut wurde.[21]

Neuere Grabungen legten Bereiche der Stadt frei, die für verschiedene nichtreligiöse Tätigkeiten genutzt wurden. Bisher wurden aber nur kleine Flächen der Wohnviertel und der Werkstattbezirke freigelegt.

WirtschaftsweiseBearbeiten

An Getreide wurde Einkorn, Emmer, Weizen und Gerste angebaut, außerdem Erbsen, Linsen, Saat-Platterbsen, Linsenwicke und Lein. Aus einem verbrannten Silo der althethitischen Zeit stammen riesige Getreidevorräte, vor allem von Gerste, aber auch Einkorn. Die Gerstenkörner waren relativ klein, und das Getreide schlecht gereinigt. Die Ausgräber nehmen an, dass es sich dabei um Zwangsabgaben handelt, für die nicht das beste Getreide verwendet wurde.

Auf der Burg wurden relativ häufig Knochen des Rothirsches gefunden. Vermutlich gehörte die Jagd zum Freizeitvergnügen des Adels. In der Unterstadt sind Hirschknochen nur halb so häufig.

VegetationBearbeiten

Die potentielle natürliche Vegetation ist ein winterharter lichter Mischwald (vor allem durch Flaumeichen geprägt), der in hethitischer Zeit wohl auch teilweise noch bestand, jedenfalls wurde in der Architektur viel Holz verwendet. Die heutige Vegetation ist durch die Weidenutzung geprägt. Heute gibt es in der Gegend nur noch in einigen abgelegenen Tälern Reste von Weißdornen, Eschen und Eichen, in Gebirgslagen Eichen, Wacholder und Kiefern. Wie Holzkohlen aus den phrygischen Schichten zeigen, wuchsen zu diesem Zeitpunkt im Umfeld vor allem Eichen, Obstbäume und Bäume der Hartholzaue, wie Pappel, Ahorn und Ulme. Nadelholz ist häufig vertreten.

An der Südseite der Stadt, gut zu sehen vom Sphinxtor, wurde in den Achtzigerjahren auf Veranlassung des damaligen Grabungsleiters Peter Neve ein Waldbereich eingezäunt, um ihn vor dem Verbiss durch Ziegenherden zu schützen und so dem Besucher einen Eindruck vom früheren Aussehen der umgebenden Landschaft zu vermitteln.

ForschungsgeschichteBearbeiten

Beginn der ErkundungBearbeiten

 
Reste eines Turms auf dem Felsen Yenicekale im Westen der Oberstadt

1834 besuchte der französische Forschungsreisende Charles Texier das zentralanatolische Hochland und entdeckte die Ruinen der alten Hauptstadt. Allerdings konnte er die Ruinen nicht richtig zuordnen und hielt sie für Überreste der medischen Stadt Pteria. Texier dokumentierte und skizzierte neben den offensichtlichen Ruinen des Stadtareals auch das nahe gelegene Felsheiligtum Yazılıkaya, das durch seine Darstellungen von Gottheiten (sogenannte Götterprozession) weltberühmt wurde.

Nach Texier besuchten in den folgenden Jahrzehnten weitere Forschungsreisende das Stadtgebiet, darunter 1836 der Engländer William John Hamilton und 1858 Heinrich Barth. 1882 erstellte Carl Humann einen topographischen Plan und ließ Gipsabgüsse von zahlreichen Reliefs in Yazılıkaya anfertigen.[22]

Archäologische ErschließungBearbeiten

Erste Ausgrabungen fanden 1893/94 statt, als der Franzose Ernest Chantre Suchgräben im Großen Tempel, auf Büyükkale und in Yazılıkaya anlegte. Chantre publizierte die ersten Keilschrifttafeln aus Ḫattuša.[22]

Die systematische archäologische Erforschung begann im Jahr 1906. Hugo Winckler, ein Berliner Assyriologe und Keilschriftforscher, und der türkische Archäologe Theodor Makridi führten im Auftrag des Osmanischen Museums in Istanbul eine erste Grabungskampagne durch, um zu überprüfen, ob es sich bei den Ruinen um die Hethiterhauptstadt Ḫattuša handelte. Sie konnten 2500 Fragmente von Keilschrifttafeln bergen und anhand dieser Funde nachweisen, dass sie Ḫattuša gefunden hatten. 1907 setzten Winckler und Makridi die Grabungen fort. In diesem Jahr waren erstmals auch das Deutsche Archäologische Institut (DAI) und die Deutsche Orient-Gesellschaft beteiligt: Neben Winckler und Makridi arbeitete eine Gruppe unter der Leitung von Otto Puchstein in Ḫattuša. Die Ruinen wurden mit zahlreichen Plänen, Fotografien und einer genaueren topographischen Karte vollständig dokumentiert. 1911/12 führten Winckler und Makridi weitere Grabungen durch. Bis 1912 wurden Ausgrabungen in der Unterstadt (Großer Tempel), auf der Königsburg und in der Oberstadt (Löwentor, Königstor, Sphingentor) durchgeführt.[22]

 
Kopie der Stele mit dem Hethitisch-Ägyptischen Friedensvertrag aus Ḫattuša, ausgestellt im Archäologischen Museum Istanbul. Der Vertrag wurde ca. 1259 v. Chr. zwischen Ḫattušili III. und Ramses II. geschlossen. Nach Ḫattušili III. folgten noch vier weitere Großkönige, dann ging das hethitische Großreich unter.

Bis dahin wurden an die zehntausend Keilschrift-Tontafelfragmente geborgen, die in akkadischer Sprache verfasst waren. Nach kurzer Grabungszeit hielt Winckler den in Akkadisch verfassten Friedensvertrag zwischen Ägypten und Ḫatti in der Hand, der zwischen Ḫattušili III. und Ramses II. geschlossen worden war – der früheste erhaltene schriftliche Friedensvertrag der Weltgeschichte. Eine Kopie der Tontafel hängt im Gebäude der UNO in New York. Auf den Tafeln fanden sich nicht nur offizielle Dokumente wie Verträge, Urteile und internationale Korrespondenz, sondern auch Wahrsagungen, Anweisungen für religiöse Zeremonien, Beschreibungen von Sitten und Gebräuchen sowie historische Berichte.[17]

Nach dem Ersten Weltkrieg ruhten die Grabungen für mehr als ein Jahrzehnt und wurden erst 1931 unter der Leitung von Kurt Bittel wieder aufgenommen. Aufgrund des Zweiten Weltkriegs ruhten die Arbeiten nochmals ab 1939. Im Jahr 1952 konnte Bittel die Erforschung der Stadt fortsetzen. Schwerpunkte seiner Arbeit waren die Freilegung der Königsburg, großflächige Untersuchungen in der Unterstadt sowie Ausgrabungen in der Umgebung von Ḫattuša (Yazılıkaya und Yarıkkaya). Bis 1975 wurde die Grabungstätigkeit vom Deutschen Archäologischen Institut und der Deutschen Orient-Gesellschaft gemeinsam getragen.[23][24] Bittels Nachfolger wurde 1978 Peter Neve, unter dessen Leitung umfangreiche Ausgrabungen im Bereich der zentralen und östlichen Oberstadt durchgeführt wurden. 1994 wurde Jürgen Seeher Leiter der Ausgrabungen. 2006 wurde die Grabungsleitung von Andreas Schachner übernommen.[22]

Seit 1952 gräbt das Deutsche Archäologische Institut ununterbrochen in der Stadt und fördert jährlich neue Erkenntnisse zu Tage. Noch immer sind ganze Stadtviertel unerforscht;[25] auch die Königsgräber harren noch der Entdeckung.[26]

Das langjährige Forschungsprojekt Ḫattuša wurde 2019 mit dem Shanghai Archaeology Award in der Kategorie "Research" ausgezeichnet.[27]

Überblick über die archäologischen Projekte seit 1993

  • 1993–1998: Erforschung der Siedlungsgeschichte des Höhenrückens von Büyükkaya im Nordosten des Stadtgebiets (nicht zu verwechseln mit der Königsburg Büyükkale)[28]
  • 1996–1999: Systematische Geländebegehung in der Umgebung von Ḫattuša, Entdeckung von 45 chalkolitischen und frühbronzezeitlichen Fundplätzen (Kooperation mit der Deutschen Orient-Gesellschaft, Leitung: Rainer Czichon)[29]
  • 1999–2000: Untersuchungen an einem hethitischen Getreidesilo des 16. Jahrhunderts v. Chr. in der Unterstadt[30]
  • 2000–2001: Untersuchungen an fünf künstlichen Teichbecken in der Oberstadt[31]
  • 2002–2009: Ausgrabungen in der westlichen Oberstadt (im Tal vor dem Felsen Sarıkale)[32]
  • 2003–2005: Rekonstruktion eines Teilabschnitts der hethitischen Stadtmauer (siehe unten)
  • 2007–2008: Untersuchung der vorbronzezeitlichen Siedlung Çamlıbel Tarlası, rund 2 Kilometer westlich von Ḫattuša[33]
  • 2007–2009: Kartierung von Abarbeitungsspuren an zwei großen Felskegeln in der Unterstadt zur Rekonstruktion von Architektur, mit der die Abarbeitungen gegebenenfalls in Zusammenhang standen (Survey in Kooperation mit Reinhard Dittmann, Universität Münster)[34][35]
  • seit 2009: Ausgrabungen in der südlichen Unterstadt[36]

Teilrekonstruktion der StadtbefestigungBearbeiten

 
Rekonstruierter Abschnitt der Befestigungsmauer
 
Der Mauerabschnitt, vom Bereich des Großen Tempels aus gesehen

Zwischen 2003 und 2005 wurden von den mehr als 9 Kilometer langen Befestigungsmauern, deren Reste erhalten geblieben sind, 65 Meter in der Unterstadt durch das DAI wiederaufgebaut: drei 7 bis 8 Meter hohe Mauerabschnitte und zwei 12 bis 13 Meter hohe Wehrtürme. Der japanische Konzern JT International unterstützte das Projekt als Sponsor.

Die Archäologen arbeiteten im Sinne der experimentellen Archäologie mit historischen Materialien und historischen Verfahren. Sie stellten 64.000 Lehmziegel her, dafür verarbeiteten sie 2700 Tonnen Lehmerde, 100 Tonnen Stroh und rund 1500 Tonnen Wasser. Außerdem wurden rund 1750 Tonnen Erdschutt für Verfüllungen und den Aufbau von Rampen benötigt, ferner Holzstämme für die Konstruktion der Turmgeschosse. Die üblichen Maße der quadratischen Lehmziegel (etwa 45 × 45 × 10 Zentimeter, rund 34 Kilogramm) waren bekannt, da einige Ziegel unzerstört erhalten geblieben waren. Als Anhaltspunkt für die Gestaltung dienten Tonmodelle der Stadtmauer, die von den Hethitern als Verzierung am Rand großer Kultvasen angebracht wurden.[37][38]

Etwa 11 Monate lang waren im Durchschnitt 27 Arbeiter am Werk. Der Arbeitsaufwand summierte sich auf 6772 Manntage, obwohl Bagger, Traktoren und Lastkraftwagen für die Beschaffung des Materials eingesetzt wurden, um die Kosten im Rahmen halten zu können. Wie hoch der entsprechende Aufwand zu Zeiten der Hethiter war, die ohne Unterstützung durch Maschinen arbeiteten, konnte nur geschätzt werden. Hochrechnungen ergaben, dass die Hethiter rund tausend Arbeitskräfte einsetzen mussten, wenn sie pro Jahr einen Kilometer Stadtmauer bauen wollten. Der für das Projekt verantwortliche Archäologe Jürgen Seeher nimmt an, dass vor allem Gefangene die alten Stadtmauern errichtet hatten. In mehreren Keilschrifttexten wird berichtet, dass die Könige der Hethiter Tausende von Menschen als Beute von ihren Kriegszügen mitbrachten.[38]

Bei der Berechnung des historischen Arbeitskräftebedarfs wurden längere Pausen während der Wintermonate einkalkuliert.[37] Die Lehmziegelproduktion ist in Zentralanatolien nur im Sommer möglich, wenn es warm genug ist und nicht regnet, etwa von Mitte Juni bis Mitte September.[38] Zu dem experimentellen Projekt gehört auch die fortdauernde Beobachtung des Bauwerks im Hinblick darauf, wie sich das Wetter auf die Bausubstanz auswirkt und wie oft der Putz ausgebessert werden muss, der die Lehmziegel schützt, aber durch Regenfälle mit der Zeit abgewaschen wird.[38]

Rückforderung der „Sphinx von Ḫattuša“ Bearbeiten

 
Sphinxtor in Ḫattuša. Die Sphinx rechts im Bild wurde 1924 in die Türkei zurückgebracht, die andere Sphinx im Jahr 2011. Hier sind jedoch nur Kopien zu sehen, die Originale stehen im nahen Museum von Boğazkale.
 
Die Rückseite der beiden Sphingen

2011 forderte die türkische Regierung die Rückgabe einer Plastik aus dem Museum für Vorderasiatische Kunst in Berlin, der sogenannten „Sphinx von Ḫattuša“.[39] Es handelt sich dabei um eine der beiden Sphinx-Figuren, die Otto Puchstein im Jahr 1907 bei der Freilegung des Sphinx-Tors, der zentralen Toranlage im Süden der Stadt, gefunden hatte. Diese Kalksteinplastiken waren durch Feuereinwirkung zerplatzt, und die Fragmente wurden während des Ersten Weltkriegs zur Restaurierung nach Berlin gebracht, zusammen mit rund 10.000 Keilschrift-Tontafeln. Die Keilschrift-Tafeln wurden zwischen 1924 und 1987 in die Türkei zurückgebracht. Die besser erhaltene Sphinx wurde restauriert und kehrte bereits 1924 in die Türkei zurück. Die zweite, sehr stark beschädigte Sphinx blieb gemäß der damaligen Vereinbarung in Berlin. Jedoch wurde 1938 von der Türkei die Rückstellung gefordert, dann ultimativ im Jahr 2011, verbunden mit der Androhung des Entzugs von Grabungslizenzen für deutsche Archäologen.[40]

Diese Forderung wurde von Hermann Parzinger, dem Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, mit Hinweis auf die unklare rechtliche Situation zurückgewiesen. Große Teile der Dokumentation der Berliner Museen seien im Krieg verlorengegangen, und auch von türkischer Seite seien Dokumente, die den Anspruch eindeutig begründen, zwar angekündigt, aber nie vorgelegt worden. Parzinger erklärte dennoch Gesprächsbereitschaft,[40] ebenso Kulturstaatsminister Bernd Neumann.[41] Im Mai 2011 wurde eine Einigung erzielt, laut der die Sphinx bis zum 28. November 2011 an die Türkei zurückgegeben werden sollte.[42] Im Juli 2011 wurde die Sphinx schließlich an die Türkei zurückgegeben.[43]

Seit November 2011 stehen die beiden restaurierten Sphingen als eine Hauptattraktion im Museum von Boğazkale. Die schon 1924 zurückgelieferte Sphinx war zuvor im Archäologischen Museum Istanbul ausgestellt.[44][45][46] Das Pergamonmuseum in Berlin ließ als Ersatz für die originale Sphinx eine Gipskopie herstellen. Die im Jahr 1924 zurückgegebene Sphinx war dort ohnehin schon durch eine Kopie repräsentiert.[47] Somit stehen nun zwei Kopien in Berlin – wie auch am Sphinxtor auf dem Ausgrabungsgelände.

MuseenBearbeiten

Die Keilschrifttafel-Archive aus Bogazköy werden heute im Archäologischen Museum Istanbul und im Museum für anatolische Zivilisationen in Ankara aufbewahrt. Weitere Funde sind im lokalen Museum in Boğazkale sowie im Archäologischen Museum von Çorum ausgestellt.

LiteraturBearbeiten

  • Bogazköy-Hattusa. Ergebnisse der Ausgrabungen des Deutschen Archäologischen Instituts und der Deutschen Orient-Gesellschaft. 21 Bände. Gbr. Mann, Berlin 1952 ff., Zabern, Mainz 1996 ff. ISSN 0342-4464.
  • Peter Neve: Hattusa – Stadt der Götter und Tempel. Neue Ausgrabungen in der Hauptstadt der Hethiter. 2. Auflage. Zabern, Mainz 1996, ISBN 3-8053-1478-7.
  • W. Dörfler u. a.: Untersuchungen zur Kulturgeschichte und Agrarökonomie im Einzugsbereich hethitischer Städte. In: MDOG. Berlin 132.2000, ISSN 0342-118X, S. 367–381.
  • Die Hethiter und ihr Reich – das Volk der 1000 Götter. Ausstellungskatalog. Die Hethiter. Das Volk der 1000 Götter vom 18. Januar bis 28. April 2002 in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn. Theiss, Stuttgart 2002, ISBN 3-8062-1676-2.
  • Jürgen Seeher: Die Lehmziegel-Stadtmauer von Hattusa. Bericht über eine Rekonstruktion. Ege Yayınları, Istanbul 2007, ISBN 978-975-8071-94-4.
  • Jürgen Seeher: Hattuscha-Führer. Ein Tag in der hethitischen Hauptstadt. 4., überarbeitete Auflage. Ege Yayınları, Istanbul 2011, ISBN 978-605-5607-57-9.
  • Andreas Schachner: Arbeitsberichte im Archäologischen Anzeiger (AA)
    • Die Ausgrabungen in Boğazköy-Hattuša 2006, in AA 2007/1, S. 67–93 (online)
    • Die Ausgrabungen in Boğazköy-Hattuša 2007, in AA 2008/1, S. 113–161 (Abstract, online)
    • Die Ausgrabungen in Boğazköy-Ḫattuša 2008, in AA 2009/1, S. 21–72 (Abstract)
    • Die Ausgrabungen in Boğazköy-Hattuša 2009, in AA 2010/1, S. 161–221 (Abstract)
    • Die Ausgrabungen in Boğazköy-Hattuša 2010, in AA 2011/1, S. 31–86 (online)
    • Die Ausgrabungen in Boğazköy-Ḫattuša 2011, in AA 2012/1, S. 85–137 (Abstract, online)
    • Die Arbeiten in Boğazköy-Ḫattuša 2012, in AA 2013/1, S. 147–193 (Abstract, online)
    • Die Ausgrabungen in Boğazköy-Ḫattuša 2013, in AA 2014/1, S. 93–168 (Abstract, online)
    • Die Ausgrabungen in Boğazköy-Ḫattuša 2014, in AA 2015/1, S. 69–107 (Abstract, online)
    • Die Ausgrabungen in Boğazköy-Hattuša 2015, in AA 2016/1, S. 1–47 (Abstract, online)
  • Andreas Schachner: Hattuscha. Auf der Suche nach dem sagenhaften Großreich der Hethiter. C.H. Beck Verlag, München 2011, ISBN 978-3-406-60504-8.
  • Andreas Schachner: Hattusa – Hauptstadt der Hethiter. Entstehung, Entwicklung und Niedergang einer bronzezeitlichen Metropole. In: Antike Welt 1/2012, S. 8–15 (online)
  • Andreas Schachner: Die Ausgrabungen in der Unterstadt von Ḫattusa (2009–2014): Erste vorläufige Ergebnisse, in: A. D’Agostino, V. Orsi, G. Torri (Hrsg.), Sacred Landscapes of the Hittites and Luwians, Studia Asiana 9, Florenz 2015, S. 67–81 (online)

WeblinksBearbeiten

  Commons: Hattusa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d Projekt Hattusa/Boğazköy Website des DAI, siehe Abschnitt Geschichte.
  2. S. P. B. Durnford, J. R. Akeroyd: Anatolian marashanha and the many uses of Fennel. In: Anatolian Studies 55.2005, 1–13.
  3. Hattusa uni-muenster.de, siehe Kızlarkaya.
  4. a b c d Hattusha: the Hittite Capital Webseite der UNESCO (englisch)
  5. Je nach Quelle und Betrachtungsweise werden auch abweichende Angaben zur Länge der Stadtmauern gemacht. Vgl. Deutsches Archäologisches Institut: Projekt Hattusa/Boğazköy – Die Stadtmauer, Abschnitt Ergebnisse. Hier wird die Länge äußeren Stadtmauer mit 6,6 Kilometer angegeben; mit allen Teilstücken seien die Mauern von Hattusa „über neun Kilometer lang“.
  6. Hattusaş Webseite des türkischen Ministeriums für Kultur und Tourismus (englisch).
  7. Hattusa – Hauptstadt der Hethiter. Entstehung, Entwicklung und Niedergang einer bronzezeitlichen Metropole In: Antike Welt 1/2012, S. 8–15, hier S. 12.
  8. Zum Löwentor siehe Lion Gate in Hattusa turkisharchaeonews.net (englisch), mit Bildern
  9. Zum Königstor siehe King's Gate in Hattusa turkisharchaeonews.net (englisch), mit Bildern
  10. Fotografie des originalen Reliefs am Königstor im Museum für anatolische Zivilisationen, Ankara.
  11. King's Gate in Hattusa turkisharchaeonews.net (englisch)
  12. a b c The Grand Temple and the Lower City in Hattusa turkisharchaeonews.net (englisch), mit Bildern
  13. Andreas Schachner: Hattusa – Hauptstadt der Hethiter. Entstehung, Entwicklung und Niedergang einer bronzezeitlichen Metropole In: Antike Welt 1/2012, S. 8–15, hier S. 11.
  14. District of Temples in Hattusa turkisharchaeonews.net (englisch)
  15. Yerkapı in Hattusa turkisharchaeonews.net (englisch), mit Bildern
  16. Andreas Schachner: Hattuscha. Auf der Suche nach dem sagenhaften Großreich der Hethiter. Beck, München 2011, ISBN 3-406-60504-4, S. 160–163.
  17. a b Royal Citadel in Hattusa turkisharchaeonews.net (englisch), mit Bildern
  18. House on the Slope in Hattusa turkisharchaeonews.net (englisch), mit Bildern
  19. Hattusa uni-muenster.de
  20. Vgl. Andreas Schachner: Die Ausgrabungen in Boğazköy-Hattuša 2015, in: Archäologischer Anzeiger 2016/1, S. 1–47 (online)
  21. Sarıkale in Hattusa turkisharchaeonews.net (englisch), mit Bildern
  22. a b c d Projekt Hattusa/Boğazköy Website des DAI, siehe Forschungsgeschichte im Abschnitt Geschichte.
  23. Weitere Arbeiten der DOG in Hattuscha orient-gesellschaft.de
  24. Bogazköy-Hattusa. Ergebnisse der Ausgrabungen des Deutschen Archäologischen Instituts und der Deutschen Orient-Gesellschaft. 21 Bände. Gbr. Mann, Berlin 1952 ff., Zabern, Mainz 1996 ff. ISSN 0342-4464.
  25. Projekt Hattusa/Boğazköy Website des DAI, siehe Abschnitt Forschung. Zitat: „Einerseits sind weite Bereiche der Stadt noch gänzlich unbekannt, andererseits wurden in den bisherigen Forschungen vor allem Wohngebiete nur ansatzweise untersucht.“
  26. Experten des DAI bauen wie vor 3500 Jahren, in: Abenteuer Archäologie 1/2006, S. 89 (PDF)
  27. Doppelt preisgekrönt: Zwei DAI-Projekte erhalten Shanghai Archaeology Award 2019. Deutsches Archäologisches Institut, 13. November 2019, abgerufen am 15. November 2019.
  28. Ausgrabungen in Hattusa/Boğazköy – Teilprojekt Büyükkaya dainst.org
  29. Geländebegehung in der Region von Hattuscha/Bogazköy orient-gesellschaft.de
  30. Ausgrabungen in Hattusa/Boğazköy – Teilprojekt Getreidesilo dainst.org
  31. Ausgrabungen in Hattusa/Boğazköy – Teilprojekt Südteiche dainst.org
  32. Ausgrabungen in Hattusa/Boğazköy – Teilprojekt Westliche Oberstadt dainst.org
  33. Ausgrabungen in Hattusa/Boğazköy – Teilprojekt Çamlıbel Tarlası dainst.org
  34. Ausgrabungen in Hattusa/Boğazköy – Teilprojekt Kesikkaya und Kızlarkaya dainst.org
  35. Vgl. den Bericht von Reinhard Dittmann (Memento vom 9. April 2009 im Internet Archive), Abschnitt Zur Vorgeschichte des Unterstadtsurveys in Hattuša .
  36. Ausgrabungen in Hattusa/Boğazköy – Teilprojekt Südliche Unterstadt dainst.org
  37. a b Jürgen Seeher: Ein Stück Stadtmauer in Hattuša archaeologie-online.de, 22. Mai 2008
  38. a b c d Ausgrabungen in Hattusa/Boğazköy – Teilprojekt Stadtmauer dainst.org
  39. Susanne Güsten: Türkisches Ultimatum: Berlin soll Sphinx zurückgeben. In: Der Tagesspiegel, 24. Februar 2011.
  40. a b Hermann Parzinger: Es muss eine gerechte Lösung geben faz.net, 2. März 2011.
  41. Neumann: Bei Rückgabe von Sphinx gesprächsbereit berlin.de, 6. März 2011.
  42. Deutschland gibt Sphinx an Türkei zurück faz.net, 15. Mai 2011, abgerufen am 5. Februar 2013.
  43. Sphinx ist wieder in der Türkei. n-tv, 27. Juli 2011, abgerufen am 5. Februar 2013.
  44. Hattuşa reunites with sphinx hurriyetdailynews.com, 18. November 2011.
  45. Fotografie der beiden originalen restaurierten Sphingen im Museum von Boğazkale (livius.org).
  46. Fotografie der im Juli 2011 zurückgegebenen Sphinx im Museum von Boğazkale.
  47. Berlin bekommt "neue" Sphinx von Hattuscha augsburger-allgemeine.de, 28. Juli 2011.