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Ścinawica [ɕʨina'vʲiʦa] (deutsch Steinwitz) ist ein Dorf im Powiat Kłodzki in der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. Es gehört zur Landgemeinde Kłodzko (Glatz).

Ścinawica
Wappen fehlt
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Ścinawica (Polen)
Ścinawica
Ścinawica
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Niederschlesien
Powiat: Kłodzko
Gmina: Kłodzko
Geographische Lage: 50° 29′ N, 16° 38′ OKoordinaten: 50° 29′ 0″ N, 16° 38′ 0″ O
Einwohner: 300
Telefonvorwahl: (+48) 74
Kfz-Kennzeichen: DKL
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Breslau



GeographieBearbeiten

Ścinawica vier Kilometer nördlich von Kłodzko an der Einmündung der Steine in die Glatzer Neiße. Nachbarorte sind Młynów und Podtynie im Nordosten, Ławica im Osten, Goszyce (Hassitz) im Südosten, Ustronie (Halbendorf) im Süden, Gołogłowy im Südwesten und Bierkowice im Nordwesten.

GeschichteBearbeiten

 
Wegekapelle
 
Marienstatue

Der Ort wurde erstmals 1330 als Stynewicz urkundlich erwähnt. Für das Jahr 1361 ist die Schreibweise Steinewitz und 1378 die Schreibweise Stynowicz belegt.[1] Es gehörte zum böhmischen Glatzer Land, das 1459 von König Georg von Podiebrad zur Grafschaft Glatz erhoben wurde. Zusammen mit dieser gelangte es nach den Schlesischen Kriegen mit dem Hubertusburger Frieden 1763 an Preußen. Nach der Neugliederung Preußens gehörte Steinwitz ab 1815 zur Provinz Schlesien und war 1816–1945 dem Landkreis Glatz eingegliedert, mit dem es bis 1945 verbunden blieb. 1874 wurde Steinwitz dem Amtsbezirk Koritau[2] zugeschlagen. 1926 erfolgte die Eingliederung der Landgemeinde Steinwitz in die Landgemeinde Wiesau. 1939 wurden 440 Einwohner gezählt.

Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Steinwitz 1945 wie fast ganz Schlesien an Polen und wurde in Ścinawica umbenannt. Die deutsche Bevölkerung wurde, soweit sie nicht schon vorher geflohen war, 1946 vertrieben. Die neuen Bewohner waren zum Teil Heimatvertriebene aus Ostpolen. 1975–1998 gehörte Ścinawica zur Woiwodschaft Wałbrzych (Waldenburg).

Ścinawica ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt. Es gibt etwas Kleinhandel sowie Reste der vormals ausgeprägten Papierindustrie, die sich einige Kilometer entfernt in Młynów (Mühldorf) befand.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Ścinawica – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Marek Šebela, Jiři Fišer: České Názvy hraničních Vrchů, Sídel a vodních toků v Kladsku. In: Kladský Sborník 5, 2003, S. 378
  2. Amtsbezirk Schloßhübel mit seinen Vorgängeramtsbezirken Koritau und Pischkowitz auf territorial.de