Österreichische Fußball-Frauenmeisterschaft 1993/94

Die österreichische Fußball-Frauenmeisterschaft wurde 1993/94 zum 22. Mal nach der 35-jährigen Pause zwischen 1938 und 1972 ausgetragen. Die höchste Spielklasse ist die Frauen-Bundesliga und wurde zum 12. Mal durchgeführt. Die zweithöchste Spielklasse, in dieser Saison die 15. Auflage, war die 2. Liga Ost, die zum 11. Mal durchgeführt und vom Österreichischen Fußballbund zum zweiten Mal veranstaltet wurde. Da im nächsten Jahr die Regionalliga West zum ersten Mal ausgetragen wird spielten die Fußballklubs in der Landesliga Tirol und Vorarlberg um den Aufstieg in die neue Liga.

Österreichische Fußball-Frauenmeisterschaft 1993/94
1992/93

Österreichischer Fußballmeister wurde zum fünften Mal Union Kleinmünchen. Der Meister der zweithöchsten Spielklasse wurde in der 2. Liga Ost der SC Neunkirchen. In Tirol stiegen der Innsbrucker AC als Meiser und die Sportunion Inzing und in Vorarlberg die Damen von RW Rankweil und dem FC Schwarzach in die neugegründete Regionalliga West auf.

Erste Leistungsstufe – Frauen-BundesligaBearbeiten

Frauen-Bundesliga 1993/94
Meister Union Kleinmünchen (5. Titel)
Mannschaften 7
Spiele 60
Tore 240  (ø 4 pro Spiel)

ModusBearbeiten

Heuer wurde der Modus verändert, denn die sieben Mannschaften spielten zuerst in zwölf Runden gegen jeden zweimal. Danach wurde die Liga auf zwei Gruppen aufgeteilt: Die erst- bis viertplatzierten Vereine kämpften in weiteren sechs Runden (jeder gegen jeden zweimal) um den Meistertitel. Die fünft- bis siebtplatzierten Teams spielten in zusätzlichen vier Runden (jeder gegen jeden zweimal) ursprünglich um den Abstieg in die 2. Division, jedoch musste heuer kein Verein den Gang in die zweite Division antreten. Ein Sieg wurde mit zwei Punkten belohnt, ein Unentschieden mit einem Zähler.

SaisonverlaufBearbeiten

Die Liga setzte sich gegenüber dem Vorjahr, in dem zehn Vereine teilnahmen, aus sieben Teams zusammen, da der First Vienna FC 1894, der SC Neunkirchen sowie der DFV Juwelen Janecka in dieser Meisterschaft nicht vertreten waren. Der DFC Obersdorf war trotz Titelgewinn der zweiten Liga letzte Saison nicht berechtigt der Meisterschaft beizuwohnen.

TabellenBearbeiten

Tabelle nach dem Grunddurchgang (Herbsttabelle)
Pl. Verein Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. Union Kleinmünchen (M) (C)  12  9  2  1 045:210 +24 20
 2. USC Landhaus  12  8  1  3 029:110 +18 17
 3. ASV Vösendorf  12  5  3  4 021:200  +1 13
 4. DFC Heidenreichstein  12  5  2  5 026:230  +3 12
 5. DFC Ostbahn XI  12  3  5  4 021:250  −4 11
 6. SC Brunn am Gebirge  12  1  4  7 011:400 −29 06
 7. 1. DFC Leoben  12  1  3  8 012:250 −13 05
Stand: Endstand nach dem Grunddurchgang. Quelle: Union Kleinmünchen[1]
Legende für die Frauen-Bundesliga (Grunddurchgang)
  • Qualifiziert für das Oberes Play-Off
  • Qualifiziert für das Unteres Play-Off
  • (M) Österreichischer Fußball-Frauenmeister 1992/93
    (C) ÖFB-Ladies-Cup-Sieger 1992/93
    Oberes Play-off (Abschlusstabelle)

    Das Obere Play-off endete mit folgendem Ergebnis:

    Pl. Verein Sp. S U N Tore Diff. Punkte
     1. Union Kleinmünchen (M) (C)  18  13  3  2 064:290 +35 29
     2. USC Landhaus  18  12  2  4 044:180 +26 26
     3. DFC Heidenreichstein  18  7  2  9 034:380  −4 16
     4. ASV Vösendorf  18  5  5  8 032:430 −11 15
    Stand: Endstand. Quelle: NOeFV[2], Union Kleinmünchen[1]
    Legende für die Frauen-Bundesliga Oberes Play-off
  • Österreichischer Meister
  • (M) Österreichischer Fußball-Frauenmeister 1992/93
    (C) ÖFB-Ladies-Cup-Sieger 1992/93
    Unteres Play-off (Abschlusstabelle)

    Das Untere Play-off endete mit folgendem Ergebnis:

    Pl. Verein Sp. S U N Tore Diff. Punkte
     1. DFC Ostbahn XI  16  5  6  5 031:300  +1 16
     2. SC Brunn am Gebirge  16  3  5  8 020:440 −24 11
     3. 1. DFC Leoben  16  2  3  11 015:380 −23 07
    Stand: Endstand. Quelle: NOeFV[2], Union Kleinmünchen[1]
    Legende für die Frauen-Bundesliga Unteres Play-off
  • kein Absteiger
  • Aufsteiger

    Zweite LeistungsstufeBearbeiten

    Die zweite Leistungsstufe bestand aus der 2. Division Ost, in der Vereinen aus Niederösterreich (NÖFV) und Wien (WFV) um den Aufstieg in die Frauen-Bundesliga spielten. In dieser Saison kämpften in der Damenliga Tirol mit den Vereinen aus Tirol (TFV) und in der Vorarlberg Landesliga Damen mit den Vereinen aus Vorarlberg (VFV) um den Einstieg in die im nächsten Jahr neu gegründete Regionalliga West.

    2. Liga OstBearbeiten

    ModusBearbeiten

    Jeder spielte gegen jeden viermal in 20 Runden. Ein Sieg wurde mit zwei Punkten belohnt, ein Unentschieden mit einem Zähler.

    SaisonverlaufBearbeiten

    Die Liga setzte sich gegenüber dem Vorjahr, in dem vier Vereine teilnahmen, aus sechs Teams zusammen. Nicht vertreten ist die B-Mannschaft von USC Landhaus, dafür die drei Absteiger aus der ersten Klasse First Vienna FC 1894, der SC Neunkirchen sowie der DFV Juwelen Janecka. Meister der zweithöchsten Spielklasse wurde der SC Neunkirchen, der letzte Saison abgestiegen war und somit berechtigt ist nächste Saison wieder in der höchsten Spielklasse zu spielen.

    AbschlusstabelleBearbeiten

    Die Meisterschaft endete mit folgendem Ergebnis:

    Pl. Verein Sp. S U N Tore Diff. Punkte
     1. SC Neunkirchen (A)  20  16  0  4 073:170 +56 32
     2. DFC Obersdorf  20  12  3  5 046:280 +18 27
     3. DFV Juwelen Janecka (A)  20  8  3  9 045:490  −4 19
     4. ATSV Deutsch-Wagram  20  8  3  9 036:430  −7 19
     5. SV Donau (N)  20  8  2  10 033:360  −3 18
     6. First Vienna FC 1894 (A)  20  1  3  16 020:800 −60 05
    Stand: Endstand. Quelle: NOeFV[3]
    Legende für die 2. Liga Ost
  • Aufstieg in die Frauen-Bundesliga der Saison 1994/95
  • Abstieg in die Landesliga
  • (A) Absteiger der Saison 1992/93
    (N) Neueinsteiger der Saison 1992/93
    Aufsteiger
    • Niederösterreich: SV Horn
    • Wien: keiner

    Damenliga TirolBearbeiten

    ModusBearbeiten

    Die Liga bestand aus sechs Vereinen, die in zwei Durchgängen, eine Hin- und eine Rückrunde, gegeneinander spielten. So wurden in 10 Runden der Meister der Tiroler Liga ermittelt.

    SaisonverlaufBearbeiten

    Die Liga setzte sich gegenüber dem Vorjahr wieder aus sechs Klubs zusammen, denn die SPG Obsteig/Mieming war nicht mehr dabei, stattdessen spielte aber erstmals SV Bad Häring mit. Meister wurde in dieser Saison der Innsbrucker AC, der für den Aufstieg in die neu gegründete Regionalliga West spielberechtigt war, ebenso stieg die Sportunion Inzing auf. Der SV Umhausen blieb in der Liga, während die anderen drei Vereine SV Bad Häring, SV Breitenbach und SV Langkampfen ihren Spielbetrieb am Saisonende einstellten.

    AbschlusstabelleBearbeiten

    Die Meisterschaft endete mit folgendem Ergebnis:

    Pl. Verein Sp. S U N Tore Diff. Punkte
     1. Innsbrucker AC  10  10  0  0 123:400 +119 20
     2. Sportunion Inzing  10  8  0  2 127:100 +117 16
     3. SV Breitenbach  10  6  0  4 045:350 +10 12
     4. SV Langkampfen  10  4  0  6 031:560 −25 08
     5. SV Umhausen  10  2  0  8 009:600 −51 04
     6. SV Bad Häring (N)  10  0  0  10 002:172 −170 00
    Stand: Endstand. Quelle: TFV[4]
    Legende für die Damenliga Tirol
  • Meister und Aufstieg in die neugegründete Regionalliga West Damen der Saison 1994/95
  • Aufstieg in die neugegründete Regionalliga West Damen der Saison 1994/95
  • Auflösung der Frauenabteilung des Vereines
  • (N) Neueinsteiger der Saison 1992/93
    Aufsteiger

    Vorarlberg Landesliga DamenBearbeiten

    Es liegen keine Aufzeichnungen über eine Austragung des Wettbewerbes vor. In die neugegründete Regionalliga West Damen sind die Damen von RW Rankweil und FC Schwarzach spielberechtigt.

    Meisterschaften in den BundesländernBearbeiten

    Damenliga OberösterreichBearbeiten

    ModusBearbeiten

    Die Liga bestand aus sieben Vereinen, die in einer Hin- und einer Rückrunde gegeneinander spielten. So wurden in 12 Runden der Meister der Oberösterreichischen Damenliga ermittelt.

    SaisonverlaufBearbeiten

    Die Liga setzte sich gegenüber dem Vorjahr, in dem sechs Vereine teilnahmen, aus sieben Klubs zusammen, denn die Union St. Agatha war nicht dabei, stattdessen spielten erstmals SV Garsten und SV Taufkirchen/Pram mit. Meister wurde in dieser Saison FC Münzkirchen, der jedoch nicht berechtigt ist nächste Saison in der höchsten Spielklasse zu spielen. SV Hellmonsödt löste seine Damenmannschaft am Saisonende auf.

    AbschlusstabelleBearbeiten

    Die Meisterschaft endete mit folgendem Ergebnis:

    Pl. Verein Sp. S U N Tore Diff. Punkte
     1. FC Münzkirchen  12  10  2  0 060:100 +50 22
     2. ATSV Sattledt  12  10  0  2 070:160 +54 20
     3. Union Kleinmünchen II  12  8  1  3 058:150 +43 17
     4. SV Garsten (N)  12  6  1  5 051:310 +20 13
     5. SV Taufkirchen/Pram (N)  12  4  0  8 023:530 −30 08
     6. SV Chemie Linz  12  2  0  10 006:870 −81 04
     7. SV Hellmonsödt  12  0  0  12 004:600 −56 00
    Stand: Endstand. Quelle: OFV[5]
    Legende für die Damenliga Oberösterreich
  • Meister der Damenliga Oberösterreich
  • Auflösung der Frauenabteilung des Vereines
  • (N) Neueinsteiger der Saison 1992/93
    Aufsteiger

    Siehe auchBearbeiten

    EinzelnachweiseBearbeiten

    1. a b c Union Kleinmünchen, Bundesliga Saison 93/94, Abschlußtabelle. In: frauenfussball.at. Archiviert vom Original am 10. Oktober 2007; abgerufen am 1. Oktober 2017.
    2. a b NOeFV, Verband, Tabellen Archiv, Saison 1990/91 bis 1999/00, Saison 1993/94, Frauen Bundesliga, Seite 13 (PDF). In: noefv.at. Abgerufen am 1. Oktober 2013.
    3. NOeFV, Verband, Tabellen Archiv, Saison 1990/91 bis 1999/00, Saison 1993/94, 2. Liga Ost Frauen, Seite 13 (PDF). In: noefv.at. Abgerufen am 1. Oktober 2013.
    4. TFV, Ergebnisse vor 2007, Saison: 1993/94, Liga: Damen. In: tfv.at. Abgerufen am 10. Juli 2022.
    5. OFV, Datenservice, Tabellen- und Ergebnisarchiv (1919/20 bis 2002/03), Saison 1990/91 bis 1999/00, Saison 1993/94, OÖ. Damenliga. In: ofv.at. Abgerufen am 1. Oktober 2017.