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Will Schwarz (Architekt)

deutscher Architekt, Stadtplaner und Künstler

Will Schwarz (* 1907 in Gelsenkirchen[1]; † 21. Januar 1992 in Dortmund) war ein deutscher Architekt, Stadtplaner und Künstler.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Von 1924 bis 1928 besuchte Will Schwarz die Kunstgewerbeschule in Dortmund und studierte von 1929 bis 1932 an der Hochschule für bildende Künste in Berlin-Charlottenburg Architektur. Seit 1934 arbeitete er als freier Architekt in Dortmund. Seine Berufstätigkeit musste er kriegsbedingt unterbrechen, leistete von 1939 bis 1945 den Kriegsdienst bei der Luftwaffe und nahm 1946 seine freiberufliche Praxis wieder auf. 1968 wurde Will Schwarz in die Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL) berufen und begründete 1972 eine Partnerschaft mit den Dortmunder Architekten Hans und Petra Magoley.

Will Schwarz übte nicht nur durch seine Bauten einen nachhaltigen Einfluss auf die Gesellschaft aus, sondern war zudem als Lehrender und Mitglied in zahlreichen fachspezifischen Gremien tätig. Er war Ehrenvorsitzender des Berufsverbandes Bildender Künstler (BBK) Westfalen Süd-Nord, Mitglied im Deutschen Werkbund NW[2], im Bund Deutscher Architekten (BDA), hier von 1948 bis 1968 Erster Vorsitzender der BDA-Kreisgruppe Dortmund[3], und lehrte an der Schule für Bildende und Angewandte Kunst Dortmund.[4] Zahlreiche seiner Werke wurden in Fachzeitschriften publiziert.

Er starb am 21. Januar 1992 und wurde auf dem Dortmunder Hauptfriedhof beigesetzt, sein beruflicher Nachlass wird im Stadtarchiv Dortmund aufbewahrt. 2016 wurde die Dortmunder Castellestraße in Will-Schwarz-Straße umbenannt.

BautenBearbeiten

 
Mahnmal Bittermark
 
Gesundheitshaus Dortmund
 
Floriantum Dortmund
  • 1954–1960: Mahnmal Bittermark in Bittermark (mit dem Bildhauer Karel Niestrath und Léon Zack).
  • 1955–1959: Gesundheitshaus in Dortmund, Hövelstraße.[5]
  • 1958–1959: Aussichts- und Fernmeldeturm „Florian“ in Dortmund
  • 1959: Parkcafé im Westfalenpark in Dortmund (heute: „AltenAkademie – Forum für Bildung und Begegnung“)
  • Wohnhaus Dr. K. in Dortmund
  • Fabrikgebäude Gebrüder Vedder in Dortmund
  • eigenes Wohnhaus von Will Schwarz mit Atelier und Arbeitsräumen in Dortmund, Thomas-Mann-Straße Nr. 17[6]
  • Renault-Autohaus in Dortmund, Westfalendamm
  • Verwaltungsgebäude der Stadtsparkasse in Dortmund, Westfalendamm
  • 1968: Landesgehörlosenschule in Dortmund, Glückaufsegenstraße (mit Mechtild Gastreich-Moritz, Ulrich Gastreich, Otto-Heinz Groth, Richard Riepe)
  • Rehabilitationszentrum in Dortmund-Hacheney, Hacheneyer Straße (Wettbewerb publiziert 1966/1970, 1. Preis)
  • Berufsförderungswerk in Dortmund
  • Berufsförderungswerk in Oberhausen (mit Hans und Petra Magoley)
  • 1971–1978: Landgericht und Staatsanwaltschaft in Bochum, Westring (mit Hans Magoley)

Will Schwarz entwarf nicht nur Einfamilienhäuser, Schulen, Bauten für Industrie und Verwaltung, er gestaltete auch Möbel und nahm an über fünfzig Architektenwettbewerben teil.[7]

LiteraturBearbeiten

  • Thomas Schulp und Andrea Zupancic (Hrsg.): Das neue Dortmund – Das Dortmunder Gesundheitshaus von Will Schwarz, fotografiert von Gerd Kittel. Wasmuth, Tübingen/Berlin 2014, ISBN 978-3-8030-0783-4.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. NRW-Architekturdatenbank TU Dortmund: [1] nach: BDA-Kreisgruppe Dortmund (Hrsg.): Architekten BDA in Westfalen, Dortmund 1986, S. 60.
  2. Deutscher Werkbund NRW, Mitglieder 1990@1@2Vorlage:Toter Link/www.deutscherwerkbund-nw.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  3. Information des ehem. Vorsitzenden der BDA-Kreisgruppe Dortmund, Norbert Wörner
  4. Hans Tombrock
  5. Das Erbe unserer frühen Jahre in FAZ vom 22. Oktober 2014, Seite 12
  6. Stadt Dortmund: Denkmal des Monats Februar 2012 vom 31. Januar 2012
  7. FH Dortmund [2] Vortrag „Bauen und Gestalten in den 50er Jahren“