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Wickerstedt ist ein Ortsteil der Landgemeinde Stadt Bad Sulza im Nordosten des Landkreises Weimarer Land.

Wickerstedt
Landgemeinde Stadt Bad Sulza
Koordinaten: 51° 3′ 34″ N, 11° 32′ 37″ O
Höhe: 154 m ü. NN
Fläche: 8,48 km²
Einwohner: 734 (31. Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte: 87 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 2012
Postleitzahl: 99518
Vorwahl: 03644
Karte
Lage des Ortsteils in der Landgemeinde Bad Sulza

Inhaltsverzeichnis

LageBearbeiten

Wickerstedt liegt an der Ilm und der Aue nordöstlich der Stadt Apolda und südwestlich der Stadt Bad Sulza. Anschluss zur nordwestlich vorbeiführenden Bundesstraße 87 ist vorhanden.

GeschichteBearbeiten

Erstmals wurde Wickerstedt im 9. Jahrhundert als "Wicgerestat" ("die Siedlung des Mannes Wicker/Wigges") als sächsische Siedlung erwähnt. Im Jahr 1434 wurde die Burg in Wickerstedt zerstört und in der Folge starb 1505 das ansässige Rittergeschlecht aus. Im Jahr 1719 zerstörte ein Großbrand 111 Häuser des Ortes. Auch Kirche, Pfarrei und Schule wurden ein Raub der Flammen.

Der Ort gehörte seit Mitte des 15. Jahrhunderts zum ernestinischen Amt Roßla, welches 1572 zu Sachsen-Weimar, 1603 zu Sachsen-Altenburg, 1672 wieder zu Sachsen-Weimar und 1741 zu Sachsen-Weimar-Eisenach kam. Bei der Verwaltungsreform des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach kam der Ort 1850 zum Verwaltungsbezirk Weimar II (Verwaltungsbezirk Apolda).

Am 31. Dezember 2012 wurde die Gemeinde Wickerstedt zusammen mit weiteren Gemeinden in die Stadt Bad Sulza eingegliedert.[1]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Entwicklung der Einwohnerzahl (jeweils 31. Dezember):

  • 1994: 853
  • 1995: 854
  • 1996: 852
  • 1997: 864
  • 1998: 885
  • 1999: 877
  • 2000: 878
  • 2001: 871
  • 2002: 874
  • 2003: 878
  • 2004: 869
  • 2005: 862
  • 2006: 862
  • 2007: 838
  • 2008: 814
  • 2009: 805
  • 2010: 776
  • 2011: 747
  • 2013: 734

Datenquelle 1994 bis 2011: Thüringer Landesamt für Statistik
Datenquelle ab 2013: Webseite der Stadt Bad Sulza

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Dorfkirche St. Vitus
 
Gedenktafel an der Pfarrei-Mauer
  • Kirche St. Vitus. Die Orgel wurde 1835 von Johann Christian Adam Gerhard als dessen letztes Werk erbaut. 1863/64 Umbau durch Adalbert Förtzsch, Blankenhain, und Erweiterungsumbau 1917/20 durch Friedrich Wilhelm Heerwagen, Weimar sowie klangliche Umgestaltung 1973/74 durch Speerschneider, Weimar. Teilüberholung des Instruments erfolgte von 2004 bis 2007 durch Orgelbau Waltershausen.
  • ehemaliges Gasthaus, Hauptstraße
  • Gehöft (Pfarrei), Hauptstraße 12, mit Gedenktafel für Gustav Adolf Keferstein
  • Wohnhaus und Tor, Hauptstraße 23
  • Wohnhaus, Hauptstraße 33
  • ehemalige Brauerei mit Gewölbekeller, Hauptstraße 38/40
  • Mühlengehöft Obermühle Wickerstedt (ehemalige Wassermühle), Hauptstraße 47a
  • Haustür und Rahmung, Hauptstraße 57
  • Wohnhaus, Hauptstraße 63
  • Hofanlage, Mittelstraße 24
  • Ilmbrücke am Ortsausgang nach Flurstedt
  • Kriegerdenkmal

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Wickerstedt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2012