Werner von Watzdorf

sächsischer Finanzminister
Staatsminister von Watzdorf, porträtiert von Karl Mediz im April 1895

Werner Rudolf Heinrich von Watzdorf (* 19. Dezember 1836 in Dresden; † 29. Februar 1904 ebenda) war königlich-sächsischer Kammerherr, wirklicher Geheimer Rat, Staats- und Finanzminister im Königreich Sachsen.

LebenBearbeiten

Werner von Watzdorf stammt aus dem thüringischen Uradelsgeschlecht derer Watzdorf. Sein Vater war Rudolph Friedrich Theodor von Watzdorf (1804–1880), Besitzer der Rittergüter Störmthal und Liebertwolkwitz.

Werner von Watzdorf besuchte von 1850 bis 1855 die Fürstenschule zu Grimma, anschließend studierte er Jura an der Universität Leipzig.[1]

Von 1895 bis 1902 war er sächsischer Finanzminister. Infolge der Kostenexplosion beim Bau der Chemnitztalbahn musste er als Finanzminister zurücktreten.

1868 heiratete Watzdorf in Dresden Rosa Clara Freiin von Könneritz (1823–1906), Schwester seines Vorvorgängers im Amt des Finanzministers Léonçe Freiherr von Könneritz und Tochter des sächsischen Gesandten Hans Heinrich Graf von Könneritz auf dem Rittergut Erdmannsdorf.

Ab 1856 war v. Watzdorf Angehöriger des Corps Misnia Leipzig.[2] Er verstarb 1904 in Dresden und wurde auf dem Johannisfriedhof beigesetzt.[3]

LiteraturBearbeiten

  • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Justus Perthes, Gotha 1902, S. 873

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Jonas Flöter und Marita Pesenecker: Erziehung zur Elite. Die Fürsten- und Landesschulen zu Grimma, Meißen und Schulpforte um 1900. Publikation zur Ausstellung im Kreismuseum Grimma. Leipzig 2003, S. 95–96, ISBN 3-937209-33-6
  2. Kösener Korps-Listen 1910, 151, 141
  3. Todtenschau. In: Dresdner Geschichtsblätter, Nr. 4, 1904, S. 286.

WeblinksBearbeiten