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Wenholthausen

Ortsteil von Eslohe (Sauerland)

Wenholthausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Eslohe in Deutschland und gehört zum nordrhein-westfälischen Hochsauerlandkreis.

Wenholthausen
Wappen von Wenholthausen
Koordinaten: 51° 17′ 16″ N, 8° 10′ 45″ O
Höhe: 279 (250–592) m
Einwohner: 1412 (30. Jun. 2015)
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 59889
Vorwahl: 02973
Luftbild (2013)
Luftbild (2013)

Mitte 2015 hatte der Ort 1412 Einwohner.[1]

GeografieBearbeiten

 
Esmecke-Stausee

Die Ortschaft liegt etwa drei Kilometer nördlich von Eslohe im Naturpark Sauerland-Rothaargebirge. Nachbarortschaften sind Büemke, Friedrichstal, Oesterberge, Sallinghausen und Einberg. Das ehemalige Rittergut Haus Blessenohl befindet sich rund zwei Kilometer nördlich von Wenholthausen. Durch den Ort führt die Landstraße 541. Die Büemke fließt in der Ortsmitte in die Wenne. Der Esmecke-Stausee liegt rund anderthalb Kilometer nordwestlich von Wenholthausen.

GeschichteBearbeiten

Wenholthausen, damals Wineholthusen, entstand um das Jahr 800. Im 14. Jahrhundert gehörten eine Hufe in Wenholthausen, damals „Wenholthusen“ zum Bestand des Stiftes Meschede.[2] Frühe Anhaltspunkte über die Größe des Ortes ergeben sich aus einem Schatzungsregister (diente der Erhebung von Steuern) für das Jahr 1543. Demnach gab es in „Wenholthaußen“ 27 Schatzungspflichtige[3]; die Zahl dürfte mit den damals vorhandenen Höfen bzw. Häusern übereingestimmt haben.

Die Freigrafschaft Wenholthausen gehörte früher zum Amt Fredeburg.[4] Später gehörte der Ort bzw. die Gemeinde zum Amt Eslohe. Zu der Gemeinde Wenholthausen gehören die „Nebenorte“ Blessenohl, Oesterberge, Friedrichstal und Einberg. 1911 wurden die Bahnstrecken Altenhundem–Wenholthausen bzw. Finnentrop–Wennemen eröffnet.

Im Zuge der kommunalen Neugliederung von Nordrhein-Westfalen wurde die Gemeinde Wenholthausen am 1. Januar 1975 aufgelöst und in die Gemeinde Eslohe eingegliedert.[5] Der Abbau der Bahnstrecke begann 2004 von Schmallenberg aus.

ReligionenBearbeiten

Rund 80 % der Einwohner sind katholisch. Die romanische Pfarrkirche St. Cäcilia wurde im 13. Jahrhundert errichtet. Der Gründungszeitpunkt der Pfarrei Wenholthausen ist unbekannt. Im Jahr 1364 wurde Grevenstein von der Pfarrei Wenholthausen getrennt.[6]

PolitikBearbeiten

WappenBearbeiten

Blasonierung: Achtfach silbern und blau geständert.
Beschreibung: Silber und Blau sind die Farben der früheren Landesherren, der Grafen von Arnsberg. Die Form des Schildes ohne die Farben entspricht dem Schild der Edelherren von Ardey, die Inhaber der ehemaligen Freigrafschaft Wenholthausen waren. Die amtliche Genehmigung erfolgte am 27. Juni 1966.[7]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Außenansicht Pfarrkirche St. Cäcilia
 
Denkmalgeschützte Mühle

BauwerkeBearbeiten

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Eslohe (Sauerland)

Sehenswert sind die denkmalgeschützte Eisenbahnbrücke, die Wennebrücke, die Wassermühle und die ortsbildprägende Pfarrkirche St. Cäcilia, die St. Hubertus Kapelle sowie die Hl. Kreuz Kapelle Auf dem Eibel.

MusikBearbeiten

Wenholthausen hat ein reges Vereinsleben. Neben dem Musikverein „Lyra“ existieren der Männergesangverein „MGV Cäcilia“ und der Frauenchor „ChoryFeen“.

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

Wie auch in anderen Orten des Sauerlandes üblich wird jährlich das Schützenfest gefeiert. Ausrichter ist die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft. Der Termin für die Wenholthauser Veranstaltung ist jeweils das zweite Wochenende im Juni.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Wenholthausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Gemeinde Eslohe: Einwohnerzahlen, abgerufen am 5. Januar 2015
  2. Meschede.de: Grundherrschaft des Stifts Meschede im Mittelalter (PDF), S. 7 abgerufen am 5. Januar 2016
  3. Schatzungsregister 1543 für das kurkölnische Sauerland - Online (Heimatverein-finnentrop.de), S. 96 (PDF) (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.heimatverein-finnentrop.de
  4. Wenholthausen.de: Geschichte abgerufen am 5. Januar 2016
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 335.
  6. Rjsasse.de: Johannes Dornseiffer: Pfarrbeschreibung von Wenholthausen, S. 1, Eslohe (PDF) (Memento des Originals vom 11. Januar 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rjsasse.de
  7. Eduard Belke, Alfred Bruns, Helmut Müller: Kommunale Wappen des Herzogtums Westfalen, Arnsberg 1986, S. 195 ISBN 3-87793-017-4