Hauptmenü öffnen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wangelnstedt
Wangelnstedt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wangelnstedt hervorgehoben

Koordinaten: 51° 52′ N, 9° 41′ O

Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Holzminden
Samtgemeinde: Eschershausen-Stadtoldendorf
Höhe: 260 m ü. NHN
Fläche: 15,15 km2
Einwohner: 576 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 38 Einwohner je km2
Postleitzahl: 37627
Vorwahl: 05532
Kfz-Kennzeichen: HOL
Gemeindeschlüssel: 03 2 55 036
Adresse der Verbandsverwaltung: Kirchstraße 4
37627 Stadtoldendorf
Website: wangelnstedt.de
Bürgermeister: Marcel Lohmann (WGW)
Lage der Gemeinde Wangelnstedt im Landkreis Holzminden
HessenNordrhein-WestfalenLandkreis Hameln-PyrmontLandkreis HildesheimLandkreis NortheimArholzenBevern (Landkreis Holzminden)Bevern (Landkreis Holzminden)BodenwerderBoffzenBoffzenDerentalDerentalDerentalDerentalBoffzen (gemeindefreies Gebiet)BrevördeDeensenDeensenDeensenGrünenplan (gemeindefreies Gebiet)Grünenplan (gemeindefreies Gebiet)Grünenplan (gemeindefreies Gebiet)DelligsenDielmissenEimenEimen (gemeindefreies Gebiet)EschershausenEschershausen (gemeindefreies Gebiet)Eschershausen (gemeindefreies Gebiet)Fürstenberg (Weser)GolmbachHalle (Weserbergland)HehlenHehlenHeinadeHeinadeHeinadeHeinsenHeyenHolenbergHolzen (bei Eschershausen)HolzmindenHolzmindenHolzminden (gemeindefreies Gebiet)KirchbrakLauenfördeLenne (Niedersachsen)LüerdissenMerxhausen (gemeindefreies Gebiet)NegenbornOttenstein (Niedersachsen)PegestorfPolleStadtoldendorfVahlbruchWangelnstedtWenzen (gemeindefreies Gebiet)Karte
Über dieses Bild

Wangelnstedt ist eine Gemeinde im Landkreis Holzminden in Niedersachsen (Deutschland) und gehört zur Samtgemeinde Eschershausen-Stadtoldendorf.

GeografieBearbeiten

LageBearbeiten

Wangelnstedt liegt unweit nördlich des Sollings. Die Gemeinde befindet sich östlich der Stadt Stadtoldendorf zwischen den Höhenzügen Elfas im Nordosten, Amtsberge im Süden, dem Holzberg im Südwesten und dem Homburgwald im Nordwesten. Die Gemeinde wird vom Oberlauf der Lenne durchflossen.

GemeindegliederungBearbeiten

Außer Wangelnstedt gehören zur Gemeinde noch die Ortsteile Denkiehausen, Emmerborn und Linnenkamp.

NachbargemeindenBearbeiten

Im Südwesten grenzt Wangelnstedt an Heinade, im Westen an Stadtoldendorf, im Norden an Lenne und Eimen sowie im Osten und Süden an die Stadt Dassel (Landkreis Northeim).

GeschichteBearbeiten

Wangelnstedt wurde erstmals als Villa Wanhelist 1251 urkundlich erwähnt im Zusammenhang mit einer Stiftung Heinrichs von Luthardessen (Lüthorst) mit Zustimmung des Abts von Corvey an das Kloster Amelungsborn (Urkundenbuch für Westfalen).[2] Aus Homburger Besitz kam das Dorf 1495 an das Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel, wo es vom Amt Homburg aus verwaltet wurde. Zur Zeit der Soester Fehde wurde es zerstört und lag einige Jahrzehnte wüst. Unter Heinrich II. erfolgte 1518 der Neuaufbau als Pfarrdorf.

Von 1807 bis 1813 gehörte Wangelnstedt mit rund 330 Einwohnern zum Königreich Westphalen und darin zum Departement der Leine, Distrikt Einbeck, Kanton Stadtoldendorf. Danach kam Wangelnstedt zum Herzogtum Braunschweig. Seit 1832 gehört die Gemeinde zum Landkreis Holzminden.

EingemeindungenBearbeiten

 
Blick auf den Ortsteil Linnenkamp (2008)

Am 20. November 1972 beschlossen die Gemeinden Wangelnstedt, Linnenkamp, Emmerborn und Denkiehausen per 1. Januar 1973 ihren Zusammenschluss unter dem Gemeindenamen Wangelnstedt.[3]

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Gemeindewahl 2016
Wahlbeteiligung: 79,92 %
 %
50
40
30
20
10
0
46,79 %
44,45 %
8,75 %
WGW
UWW

Der Gemeinderat setzt sich nach der Kommunalwahl vom 11. September 2016[4] zusammen aus:

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist seit 2016 Marcel Lohmann (WGW).[5] Er löste damit Manfred Adam (WGW) ab, der seit 1981 Bürgermeister war.

WappenBearbeiten

Das Wappen symbolisiert auf rotem Hintergrund die Mönchsklause, die es bis in das frühe 17. Jahrhundert bei Wangelnstedt gab, und im unteren Teil vor grünem Hintergrund die Lenne.

WirtschaftBearbeiten

Die GFR Gesellschaft für die Aufbereitung und Verwertung von Reststoffen mbH, ein Gemeinschaftsunternehmen der Knauf Gips in Iphofen und der GP Günter Papenburg AG, betreibt seit 1989 im ehemaligen Gipstagebau eine Niederlassung und zwischen Wangelnstedt und Lüthorst eine Deponie für schadstoffarme Aschen und Rückstände aus der Rauchgasentschwefelung steinkohlebefeuerter Industriekraftwerke. Im August 2017 wurde eine Erweiterung der Deponie bis 2032 genehmigt.

In Emmerborn gibt es seit 1973 den Campingplatz Wohnpark Brockenblick.

VerkehrBearbeiten

Durch die Gemeinde Wangelnstedt führt die niedersächsische Landesstraße 546, die Stadtoldendorf mit Einbeck verbindet.

Der Europaradweg R1 führt direkt durch den Ort.

ReligionBearbeiten

In Wangelnstedt gibt es die um 1905 bis 1907 erbaute Johanniskirche der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Wangelnstedt und im Ortsteil Linnenkamp eine Kapelle.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2018 (Hilfe dazu).
  2. H. Th. Wenner: Westfälisches Urkunden-Buch. Band 4, Teil 3, 1973, S. 294
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 211.
  4. Wahlergebnisse der Kommunalwahl 2016
  5. Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Eschershausen-Stadtoldendorf

LiteraturBearbeiten

  • Wolfgang Anders: Die Geschichte der Gemeinde Wangelnstedt und ihrer Ortsteile, 2004
  • Dietrich Adam: Zur Dorfgeschichte von Wangelnstedt, gezeigt an der Entwicklung eines Hofes seit der Mitte des 18. Jahrhunderts, 1966

WeblinksBearbeiten

  Commons: Wangelnstedt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien