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Vivantes – Netzwerk für Gesundheit GmbH

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Rechtsform GmbH
Gründung 2001
Sitz Berlin, Deutschland
Leitung
  • Andrea Grebe (Vorsitzende)
  • Eibo Krahmer
Mitarbeiterzahl 16.433 (31.12.2018)[1]
Umsatz 1.160 Mio. Euro (2018)[1]
Branche Gesundheit
Website www.vivantes.de

Die Vivantes – Netzwerk für Gesundheit GmbH (kurz Vivantes) ist ein Krankenhausbetreiber in Berlin. Alleiniger Anteilseigner ist das Land Berlin. Das Unternehmen wurde zum 1. Januar 2001 gegründet. Vivantes ist nach eigenen Angaben Deutschlands größter kommunaler Krankenhauskonzern.

Inhaltsverzeichnis

UnternehmensprofilBearbeiten

Nach eigenen Angaben wird rund ein Drittel der Berliner Krankenhauspatienten von Vivantes versorgt. Im Jahr 2012 (2011) fanden 291.486 (284.812) ambulante und 214.593 (211.500) stationäre Behandlungen statt.[2][3] Vivantes betreibt neun Krankenhäuser mit über 100 Kliniken und Institutionen, die insgesamt über 5329 Betten verfügen. Ferner werden zwölf Pflegeheime für Senioren, zwei Seniorenwohnhäuser, eine ambulante Rehabilitation, ein Hospiz, mehrere medizinische Versorgungszentren, eine ambulante Krankenpflege sowie Tochtergesellschaften für Catering, Reinigung und Wäsche betrieben.

Im Geschäftsjahr 2012 (2011) erwirtschaftete Vivantes mit 14.391 (13.938) Mitarbeitern einen Umsatz von 900 (865) Mio. Euro. Das Ergebnis betrug 6,7 Mio. Euro.[2][4] Über 13.500 Mitarbeiter wurden im Jahr 2010 beschäftigt. Nach 2,6 Mio. Euro Gewinn im Geschäftsjahr 2009 erzielte das Unternehmen 2010 einen Gewinn von 6,3 Mio. Euro. Der Umsatz lag 2009 bei 785 Mio. Euro, im Jahr 2010 bei 837 Mio. Euro.[5] Vorsitzender der Geschäftsführung war seit März 2007 Joachim Bovelet, der im Februar 2013 seinen Rücktritt ankündigte.[6] Ende März 2014 wählte der Aufsichtsrat Andrea Grebe zur Vorsitzenden der Geschäftsführung. Die ehemalige medizinische Geschäftsführerin und Sprecherin der Regionale Kliniken Holding RKH GmbH übte das Amt seit Oktober 2013 bereits kommissarisch aus.[7]

KlinikbetriebBearbeiten

PflegebetriebBearbeiten

Des Weiteren sind folgende Pflegeeinrichtungen im Geschäftsbereich Vivantes – Forum für Senioren GmbH angesiedelt:

  • Haus Teichstraße (Reinickendorf)
  • Haus John F. Kennedy (Reinickendorf)
  • Haus Sommerstraße (Reinickendorf)
  • Haus Jungfernheide (Charlottenburg-Wilmersdorf)
  • Haus Dr.-Hermann-Kantorowicz (Spandau)
  • Haus Seebrücke (Spandau)
  • Haus Ernst Hoppe (Spandau)
  • Haus Leonore (Steglitz-Zehlendorf)
  • Haus Wilmersdorf (Charlottenburg-Wilmersdorf)
  • Haus Jahreszeiten (Friedrichshain-Kreuzberg)
  • Haus Weidenweg (Friedrichshain-Kreuzberg)
  • Ida-Wolff-Krankenhaus und Pflegeheim (Neukölln)[8]
  • Kurzzeitpflege am Vivantes Klinikum Neukölln (Neukölln)

AusbildungBearbeiten

Im konzerneigenen Institut für berufliche Bildung im Gesundheitswesen (IbBG) beschäftigt Vivantes in den Berufsfeldern Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, Operationstechnische Assistenten (OTA) und Hebammen kontinuierlich über 750 Auszubildende.

Erwähnung in einem internationalen GerichtsurteilBearbeiten

Im Urteil Nr. 28274/08 vom 21. Juli 2011 des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte wird die Vivantes GmbH erwähnt.[9] Sie tritt dort als ehemalige Arbeitgeberin der Beschwerdeführerin Brigitte Heinisch in Erscheinung. Heinisch klagte gegen Deutschland wegen Verletzung ihrer Meinungsfreiheit durch ein Urteil des Berliner Landesarbeitsgerichts, vor dem sie gegen ihre fristlose Kündigung durch die Vivantes GmbH geklagt hatte. Sie erhielt 15.000 € Schadenersatz vom deutschen Staat zugesprochen. 2007 wurde Heinisch der Whistleblower-Preis der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW) und der Deutschen Sektion der International Association of Lawyers against Nuclear Arms (IALANA) verliehen.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Vivantes Geschäftsbericht 2018. Abgerufen am 24. August 2019.
  2. a b Geschäftsbericht 2012 (Memento des Originals vom 26. November 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vivantes.de (PDF; 2,3 MB)
  3. Vivantes – Porträt (Memento vom 10. Februar 2012 im Internet Archive)
  4. Geschäftsbericht 2011 (Memento des Originals vom 19. Mai 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vivantes.de (PDF-Datei; 850 kB)
  5. Vivantes Geschäftsbericht 2010 (Konzernberichte (Memento des Originals vom 30. Oktober 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vivantes.de)
  6. Vivantes-Chef Bovelet tritt zurück@1@2Vorlage:Toter Link/www.kma-online.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  7. Aufsichtsrat wählt Dr. Andrea Grebe zur Vorsitzenden der Geschäftsführung. (Memento des Originals vom 19. Mai 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vivantes.de Vivantes, Pressemitteilung, 26. März 2014, abgerufen am 19. Mai 2014.
  8. Vivantes übernimmt Ida-Wolff Krankenhaus und Pflegeheim (Memento des Originals vom 3. November 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vivantes.de
  9. Heinisch ./. Deutschland, Urteil vom 21. Juli 2011, Nr. 28274/08; anonymisierte deutsche Übersetzung der Bundesregierung.