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Treisberg

Ortsteil von Schmitten im Hochtaunuskreis

Treisberg ist der kleinste Ortsteil der Gemeinde Schmitten im hessischen Hochtaunuskreis.

Treisberg
Gemeinde Schmitten
Wappen von Treisberg
Koordinaten: 50° 17′ 44″ N, 8° 26′ 8″ O
Höhe: 535 (421–663) m ü. NHN
Fläche: 2,87 km²[1]
Einwohner: 183 (2006)[1]
Bevölkerungsdichte: 64 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. August 1972
Postleitzahl: 61389
Vorwahl: 06084
Teilortsansicht Treisberg von der Gemarkung Mauloffs
Teilortsansicht Treisberg von der Gemarkung Mauloffs

Inhaltsverzeichnis

Geographische LageBearbeiten

 
Ortseingang

Treisberg liegt im östlichen Hintertaunus etwa 750 Meter nördlich unterhalb des Pferdskopfs (663 Meter), in einem sanften Bergsattel oberhalb des Niedgesbachtal. Den Ort im Naturpark Taunus erreicht man vom Weiltal über die kurvenreiche, mit Serpentinen gewundene, Kreisstraße 742.
In Treisberg wohnen etwa 186 Einwohner. Die Fläche beträgt 287 Hektar.

Nachbarorte sind Finsternthal (westlich), Hunoldstal und Brombach (östlich) und Dorfweil (südlich).

GeschichteBearbeiten

Treisberg wird erstmals im Jahr 1272 als Besitz der Herren von Eppstein erwähnt. 1369 wird das Gericht Landstein als Gericht Treisberg erwähnt (Drasberg). Bis 1535 gehörte Treisberg kirchlich nach Landstein. Mit der Übernahme des königsteinischen Anteils an Altweilnau durch Kurtrier wird die Pfarrei aufgehoben und Treisberg pfarrt danach nach Altweilnau.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Treisberg kraft Landesgesetz mit weiteren, bis dahin selbstständigen Gemeinden, am 1. August 1972 zur heutigen Großgemeinde Schmitten zusammengeschlossen.[2] Seitdem ist Treisberg ein Ortsteil der Gemeinde Schmitten.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Aussichtsturm auf dem PferdskopfBearbeiten

 
Aussichtsturm Pferdskopf
 
Skilift
 
Alte Schule

Der Waldlehrpfad Pferdskopf bringt die Flora und Fauna der typischen Mittelgebirgslandschaft näher. Ein 34 Meter hoher Aussichtsturm auf dem Pferdskopf aus dem Jahr 1987 bietet vom Berg einen Rundblick auf die Taunushöhen, das Usinger Becken und das Weiltal und stellt einen wichtigen Anziehungspunkt für Tagestouristen dar.

SkiliftBearbeiten

In Treisberg finden sich zwei Lifte, die die steilste Piste des Taunus erschließen. Bei entsprechender Schneelage gibt es auch einen guten und vielbenutzten Rodelhang fast hinunter bis an die Straße nach Mauloff.

Alte SchuleBearbeiten

Die Alte Schule in Treisberg wird vom Heimatverein genutzt. Sie wurde 1846 als Rathaus erbaut, aber nie als solches genutzt, sondern ab dem 11. Dezember 1860 als Zwergschule betrieben. Bevor die Schule bestand, besuchten die Kinder des Dorfes die Schule in Finsternthal. 1965 wurde die Schule geschlossen. Heute besuchen die Kinder die Grundschule in Riedelbach oder Arnoldshain. Die Schule bestand aus der Lehrerwohnung im Erdgeschoss und dem Klassenzimmer im ersten Stock. 1860 wurden 15 Kinder unterrichtet. Die höchste Schülerzahl wurde 1904/04 mit 25 Kindern, die niedrigste 1885/86 mit drei Kindern erreicht. Das Fachwerkhaus ist das einzige Gebäude in Treisberg, dass unter Denkmalschutz steht (siehe hierzu die Liste der Kulturdenkmäler in Treisberg). Vor der alten Schule steht ein taunustypischer gusseiserner Brunnen.

DialektBearbeiten

Die Sprache der Treisberger und der umliegenden Dörfer ähnelt sich sehr, aber es gibt auch Ausnahmen. Die Ursache für dieses Phänomen dürfte der Einfluss der Westerwälder, bzw. Wetterauer Mundart in den weilabwärts gelegenen Dörfern sein, während in den oberen Ortschaften durch vielfältige Verbindungen seit alters her das unter-mainische Idiom die Sprache mitgeprägt hat.

WanderwegeBearbeiten

Rund um den Pferdskopf sowie nach Seelenberg und in das Weiltal verläuft eine Vielzahl von Wanderwegen. Vielfach reisen Naturfreunde mit dem Auto über die einzige Zufahrtsstraße nach Treisberg an. Hauptattraktion sind die Natur des Taunus und viele Kilometer gepflegter Wanderwege.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Gemeinde Schmitten: Ortsteile (Memento vom 2. Mai 2007 im Internet Archive)
  2. Der Hessische Minister des Innern: Gesetz zur Neugliederung des Obertaunuskreises und des Landkreises Usingen (GVBl. II 330-18) vom 11. Juli 1972. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1972 Nr. 17, S. 227, § 4 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 1,2 MB]).

WeblinksBearbeiten

  Commons: Treisberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien