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Der tip ist ein alle 14 Tage erscheinendes Berliner Stadtmagazin. Gegründet wurde es 1972 von Klaus Stemmler. Die Zeitschrift erschien in der Tip Verlag GmbH & Co. KG, die ab 2013 zum Raufeld Verlag gehörte. Sie wird größtenteils am Kiosk und über einen Eigenvertrieb in Buchhandlungen, Kinos sowie im Kneipenverkauf vertrieben und ist auch überregional erhältlich. Seit dem 1. Januar 2016 erscheint tip zusammen mit Zitty bei GCM Go City Media mit gemeinsamer Redaktion. Der Raufeld Verlag hält noch einen Minderheitsanteil.

tip
Tip-Logo
Beschreibung Berliner Stadtmagazin
Verlag Tip Verlag GmbH & Co. KG
Erstausgabe 9. Januar 1972
Erscheinungsweise 14-täglich, mittwochs
Verkaufte Auflage 18.872 Exemplare
(IVW Q3/2018)
Reichweite 0,18 Mio. Leser
(Berlin-Connection)
Chefredakteur Stefanie Dörre
Weblink tip-berlin.de
ISSN

Inhaltsverzeichnis

ProfilBearbeiten

Neben einem umfangreichen Veranstaltungskalender für Kino, Konzerte, Partys, Theater etc. bietet tip Berlin aktuelle Trends aus der Stadt, Reportagen, Interviews und Rezensionen zu Film, Kunst, Musik, Theater, Literatur und Stadtleben. Das Supplement TV-tip, inzwischen als tip Fernsehen Bestandteil des Heftes, wurde bis Ende 2006 verlagsintern produziert und wird inzwischen vom Nürnberger Serviceunternehmen TVI geliefert, von dem u. a. auch die Inhalte der TV-Zeitschrift rtv stammen.

Weiterhin erscheinen unter dem Label tip Edition regelmäßige Sonderhefte wie der Gastroführer tip Speisekarte und Berlin mit Kind mit zahlreichen Tipps für Familien in Berlin. Seit 2013 wird auch der Ableger München mit Kind verlegt. Neben diesen in Buchform erscheinenden Publikationen produziert die Redaktion Booklets zum Beispiel zu Gartenlokalen, Frühstückscafés oder Kinderadressen und Beilagen zu Themen wie Fitness, Wohnen, Gastronomie und Kultur. Zwei Mal im Jahr erscheint außerdem der Tip Campus, der kostenlos in einer Auflage von 40.000 Exemplaren an allen Berliner Hochschulen verteilt wird.

Im Mai 2014 begann das Magazin mit einer Edition limitierter Siebdrucke Berliner Künstler. Eröffnet wurde diese von Kat Menschik mit der Arbeit Berlin Wild Life. Die Grafik zeigt einen von Wildtieren bevölkerten typischen Berliner Hinterhof. Es folgte Anfang 2015 eine Grafik des Zeichners ATAK.

Konkurrenzprodukt ist das Stadtmagazin zitty, das im April 2014 ebenfalls an die Raufeld Verlag GmbH verkauft worden ist.[1] Beide Blätter sind in den letzten Jahren von einem massiven Rückgang der verkauften Auflage betroffen: Betrug sie beim tip im 4. Quartal 1998 noch 75.481 und im 4. Quartal 2000 noch 70.323, so waren es im 2. Quartal 2014 nur mehr 31.112 und im 3. Quartal 2018 lediglich 18.872 Exemplare. Bei zitty waren es im 4. Quartal 2000 65.891, aber im 2. Quartal 2014 26.076 und im 3. Quartal 2018 13.188 Exemplare.

Ab 1996 gehörte die Tip Verlag GmbH & Co. KG dem Berliner Verlag, der sie 2013 wiederum an den Raufeld Verlag verkaufte.[2]

Wahl der „100 peinlichsten Berliner“Bearbeiten

Das Stadtmagazin stellt seit 1999 jährlich eine „Liste der 100 peinlichsten Berliner“ zusammen. Ursprünglich wurden Reihenfolge und Gewinner durch eine Jury festgelegt,[3] heute können auch Leser der tip-Website per Abstimmung mitentscheiden. Die hundert zur Auswahl stehenden Berliner werden vom tip mit einem sarkastisch bis gehässig gehaltenen Kurztext versehen. Die Bekanntgabe der Liste sorgt regelmäßig für eine zumindest regionale Presseresonanz. Auf Platz 1 der Liste wurden bisher gewählt:

KritikBearbeiten

Seit 2007 werden die Veranstaltungsdaten, welche einen Hauptschwerpunkt des Blattes darstellen, von der Cine Marketing GmbH verarbeitet. Dies stieß auf Kritik seitens verschiedener Medien, da die Veranstalter ihre Termine nun gegen Bezahlung einpflegen lassen müssen und kleinere Anbieter möglicherweise ausgeschlossen würden.[18]

Mittlerweile bietet die Cine Marketing GmbH die Möglichkeit an, die Daten selbst einzugeben und auf diesem Wege zu veröffentlichen. Die Veröffentlichungsgebühr entfällt über diesen Weg, allerdings fällt eine einmalige „Einrichtungsgebühr“ in Höhe von derzeit 30 Euro an.[19] Die Cine Marketing beliefert zehn Berliner Medien mit diesen Veranstaltungsdaten, unter anderem tip, zitty, [030] und Potsdamer Neueste Nachrichten.

RedaktionsleitungBearbeiten

  • Werner Matthes – Leitender Redakteur 1977–1985
  • Hans-Georg Sausse – Leitender Redakteur 1985–1986
  • Alfred Holighaus – Redaktionsleiter 1986–1995
  • Karl-Hermann Leukert – Chefredakteur 1995–2006
  • Heiko Zwirner – Chefredakteur 2006–2012
  • Stefanie Dörre – Chefredakteurin seit 2013

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. In eigener Sache: Raufeld Verlag übernimmt das Stadtmagazin zitty, online in Der Tagesspiegel vom 21. März 2014
  2. Spiegel online: Auflagenrückgang: Berliner Verlag verkauft Stadtmagazin "Tip", 19. Juli 2013
  3. Die peinliche Liste. In: Berliner Zeitung vom 6. Januar 2000.
  4. Peinlichkeiten. In: taz vom 7. Januar 2000
  5. Bei uns hat er die Wahl gewonnen. In: Berliner Zeitung vom 3. Januar 2002.
  6. Peinlich? Eher traurig. In: Berliner Zeitung vom 30. Dezember 2002.
  7. And the winner is… Lea Rosh. In: Berliner Zeitung vom 29. Dezember 2003.
  8. Und am peinlichsten ist. In: Berliner Zeitung vom 29. Dezember 2004.
  9. Thilo Sarrazin zum peinlichsten Berliner gekürt. In: Die Welt vom 21. Dezember 2009.
  10. Nach einer Verlautbarung des tip: PDF (Memento des Originals vom 3. April 2012 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.tip-berlin.de
  11. Meldung Berliner Kurier vom 5. Dezember 2011
  12. Die Welt vom 19. Dezember 2012
  13. Berliner Morgenpost: Bushido zum „peinlichsten Berliner des Jahres“ gewählt. 28. Dezember 2013, abgerufen am 13. Oktober 2014.
  14. Berliner Morgenpost: Monika Herrmann ist die „peinlichste Berlinerin 2014“. 30. Dezember 2014, abgerufen am 11. Januar 2015.
  15. BerlinOnline: Tip kürt „peinlichste Berliner“: Das Ergebnis überrascht nicht. (Nicht mehr online verfügbar.) 30. Dezember 2015, archiviert vom Original am 10. Januar 2017; abgerufen am 10. Januar 2017.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.berlinonline.de
  16. tip Berlin: Die 100 peinlichsten Berliner 2016. 29. Dezember 2016, abgerufen am 10. Januar 2017.
  17. Meldung Berliner Zeitung, 27. Dezember 2017
  18. Artikel der taz vom 29. November 2007 Veranstalter sollen Eintritt zahlen
  19. Website der Cine Marketing GmbH, abgerufen am 18. Oktober 2012 Veranstaltungsservice (Memento des Originals vom 31. Oktober 2012 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/cine-marketing-gmbh.de