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Thomas Nitzsche

deutscher Kommunalpolitiker
Thomas Nitzsche

Thomas Nitzsche (* 1. Dezember 1975 in Zeulenroda) ist ein deutscher Politiker (FDP) und seit dem 1. Juli 2018 Oberbürgermeister von Jena.

WerdegangBearbeiten

Nitzsche besuchte von 1982 bis 1991 die Polytechnische Oberschule „Hubert Westhoff“ in Zeulenroda, anschließend das Carl-Zeiss-Gymnasium in Jena und legte dort 1994 das Abitur ab. Ab 1995 studierte er Anglistik und Politikwissenschaften an der Friedrich-Schiller-Universität. Von einem Jahr in Glasgow und einem Vierteljahr in Salamanca abgesehen, blieb er hier bis zur Promotion.[1] Vom ersten Semester bis zu seinem Magister war Nitzsche wissenschaftliche Hilfskraft des späteren Rektors Klaus Dicke.[2] Seine 2007 abgeschlossene Promotion schrieb er über den liberalen Spanier Salvador de Madariaga.[3] Von 2008 bis zu seinen Amtsantritt als Bürgermeister war Nitzsche Fachreferent der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek.[4]

PolitikBearbeiten

 
Nitzsche bei einer Wahlkampfveranstaltung im Frühjahr 2018.

2003 wurde Nitzsche Kreisvorsitzender der Jungen Liberalen in Jena, 2007 der FDP. Seit 2009 sitzt er im Stadtrat von Jena. Bei den Kommunalwahlen in Thüringen 2012 bewarb er sich erstmals für das Amt des Jenaer Oberbürgermeisters und erhielt 2,4 % der Stimmen.[5] Für die Bundestagswahl 2013 kandidierte er im Bundestagswahlkreis Gera – Jena – Saale-Holzland-Kreis.[3] Nitzsche ist stellvertretender Landesvorsitzender der FDP Thüringen. Im Stadtrat von Jena war er Vorsitzender des Jugendhilfe-, des Schulentwicklungs- und des Kita-Unterausschusses. Bis zu seiner Wahl leitete er den Beirat Kfz-Verkehr der Stadt Jena und war als sachkundiger Bürger Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss.[1]

Zu den Kommunalwahlen in Thüringen 2018 trat Nitzsche als Oberbürgermeisterkandidat der FDP in Jena an. Im ersten Wahlgang am 15. April 2018 befand er sich dabei im mit neun Kandidaten größten Teilnehmerfeld des Freistaats[6] und erhielt mit 26,9 Prozent die meisten Stimmen. Damit gaben Nitzsche „überraschend“[7][8] mehr Stimmberechtigte ihre Stimme als dem Amtsinhaber von der SPD Albrecht Schröter. In der Stichwahl am 29. April 2018 setzte sich Nitzsche gegen Schröter schließlich mit 63,3 Prozent der Stimmen durch.

PrivatesBearbeiten

Nitzsche ist seit 1998 verheiratet und Vater einer Tochter und eines Sohnes.[1]

PublikationenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Thomas Nitzsche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Vita & Profil. In: ob-jena.com. Dr. Thomas Nitzsche, 6. April 2018, abgerufen am 28. April 2018.
  2. OB-Wahlen: Thomas Nitzsche im Porträt FDP. In: FDP Jena-Saale-Holzland - Die Liberalen online. fdp-jena-shk.de, abgerufen am 28. April 2018.
  3. a b Pauline Schinkels: Jenaer Thomas Nitzsche geht mit Familienfoto nach Berlin. In: Ostthüringer Zeitung. http://stadtroda.otz.de/, 18. Mai 2013, abgerufen am 28. April 2018.
  4. Porträt des Oberbürgermeisters Dr. Thomas Nitzsche. In: jena.de. Abgerufen am 3. Juli 2018.
  5. Wahl der Landräte und Oberbürgermeister der kreisfreien Städte 2012 - endgültiges Ergebnis: Kreisfreie Stadt 053 Stadt Jena. Landeswahlleiter Thüringen, abgerufen am 30. April 2018.
  6. Martin Debes: Hier wird die Wahl in Thüringen besonders spannend. In: tlz.de. Thüringische Landeszeitung, 5. April 2018, abgerufen am 30. April 2018.
  7. OB-Stichwahl Jena: Gelingt Nitzsche der Coup? In: jenaer-nachrichten.de. 17. April 2018, abgerufen am 30. April 2018.
  8. Überraschungen bei OB-Wahl in Thüringen. In: thueringen24.de. 15. April 2018, abgerufen am 30. April 2018.
VorgängerAmtNachfolger
Albrecht SchröterOberbürgermeister von Jena
seit 2018