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Tedros Adhanom Ghebreyesus (2018)

Tedros Adhanom Ghebreyesus (* 3. März 1965 in Asmara, Äthiopien, heute Eritrea) ist ein äthiopischer Biologe, Immunologe und Politiker. Er ist Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und war Minister in seinem Heimatland.

Leben und WirkenBearbeiten

Tedros Adhanom Ghebreyesus machte an der Universität Asmara 1986 seinen Bachelor of Science (BSc) im Fach Biologie. Bis 1992 studierte er an der University of London, wo er seinen Master of Science (MSc) in Immunology of Infectious Diseases (Immunologie von Infektionskrankheiten) ablegte. An der University of Nottingham promovierte er 2000 zum Doctor of Philosophy (Ph.D.) im Fach Community Health.[1]

Im Mai 2017 wurde Tedros Adhanom Ghebreyesus auf der siebzigsten Weltgesundheitsversammlung für eine Amtszeit von fünf Jahren zum Generaldirektor der WHO gewählt. Er wurde als erster Generaldirektor der WHO von der Weltgesundheitsversammlung aus mehreren Kandidaten gewählt und er ist die erste Person aus Afrika, die als technischer und administrativer Leiter der WHO fungiert.

Vor der Wahl zum WHO-Generaldirektor war Tedros Adhanom Ghebreyesus von 2005 bis 2012 äthiopischer Gesundheitsminister und von 2012 bis 2016 Außenminister. In seiner Zeit als Gesundheitsminister Äthiopiens leitete er eine umfassende Reform des Gesundheitssystems des Landes ein. Er etablierte eine universelle Krankenversicherung und verbesserte trotz begrenzter Ressourcen den Zugang zur Gesundheitsversorgung. Er wurde 2009 zum Vorsitzenden des Global Fund zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria gewählt. Zuvor bereits war er Vorsitzender des Roll Back Malaria Partnership Board und Co-Vorsitzender des Partnership for Maternal, Newborn and Child Health Board.[2]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. CURRICULUM VITAE: Dr Tedros Adhanom Ghebreyesus. Candidate for Director-General of the World Health Organization Endorsed by the African Union. In: who.int. Weltgesundheitsorganisation (WHO), abgerufen am 20. Juni 2019.
  2. Biography. Dr Tedros Adhanom Ghebreyesus. In: who.int. Weltgesundheitsorganisation (WHO), abgerufen am 20. Juni 2019.