Susanne Schaper

deutsche Politikerin (Die Linke), MdL

Susanne Schaper (* 17. Januar 1978 in Karl-Marx-Stadt) ist eine deutsche Politikerin (Die Linke) und gewählte Landtagsabgeordnete in Sachsen.

Susanne Schaper (2019)

LebenBearbeiten

Susanne Schaper ist die Tochter von Roland Fleischer (ehemaliger 2. Sekretär der SED-Stadtbezirksleitung Karl-Marx-Stadt/Mitte-Nord und aktueller Landessprecher der Kommunistischen Plattform – DIE LINKE. Chemnitz). Ihre Eltern waren beide Mitglieder der SED, weshalb Sie regelmäßig Anfeindungen ausgesetzt ist.[1] Ab 1994 absolvierte Sie eine Berufsausbildung zur Krankenschwester und ist in ihrem Beruf tätig. Von 2011 bis 2018 studierte sie berufsbegleitend das Fach Pflegemanagement. Sie beteiligt sich als Krankenschwester regelmäßig an Exkursionen der Vereinigung DEVIEMED[2] nach Vietnam, die dort Fehlbildungen bei Kindern operiert[3].

Schaper lebt in Chemnitz, ist verheiratet und hat drei Kinder.

PolitikBearbeiten

1994 wurde Susanne Scharper Mitglied der PDS und bekleidete seither verschiedene Ämter innerhalb des Landesverbandes Sachsen und des Stadtvorstandes Chemnitz DIE LINKE. 2009 wurde sie das erste Mal in den Stadtrat von Chemnitz gewählt. Seit der Kommunalwahl 2014 ist sie die Fraktionsvorsitzende der Stadtratsfraktion DIE LINKE. Bei der Landtagswahl in Sachsen 2014 errang sie ein Mandat über die Landesliste, jedoch mit 30,0 Prozent kein Direktmandat.

Als Landtagsabgeordnete ist Susanne Schaper Vorsitzende des Ausschusses für Soziales und gesellschaftlichen Zusammenhalt[4] sowie Mitglied im Bewertungsausschuss. Außerdem ist sie die Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag für Sozial- und Gesundheitspolitik, Tierschutz, Pflege, Rettungswesen, Familie, Arbeitsmarkt[5]. Sie war zudem stellvertretende Vorsitzende der Pflege-Enquete und Mitglied des Präsidiums des sächsischen Landtags[6].

Im November 2016 musste Schaper ihr Büro verlassen, da es in den vorigen Monaten vermehrt zu politisch motivierten Angriffen von Rechtsextremen, wie zum Beispiel Steinwürfe oder Hakenkreuzbeschmierungen, gekommen war.[7]

Susanne Schaper wurde am 10. Januar 2020 vom Vorstand der Partei DIE LINKE.CHEMNITZ als Kandidatin für die Oberbürgermeisterwahl 2020 in Chemnitz nominiert.

WeblinksBearbeiten

Commons: Susanne Schaper – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Raphael Thelen: Sie werden sie nicht los. In: Süddeutsche Zeitung. Süddeutsche Zeitung GmbH, 2. Mai 2017, archiviert vom Original; abgerufen am 16. September 2020.
  2. DEVIEMED. Unsere Vision. Abgerufen am 22. Juli 2020.
  3. Deshalb verbringt eine Politikerin ihren Urlaub im OP-Saal. Abgerufen am 22. Juli 2020.
  4. Ausschuss für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt des Sächsischen Landtaes. Abgerufen am 22. Juli 2020.
  5. Die Abgeordneten der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag. Abgerufen am 22. Juli 2022.
  6. Präsidium des Sächsischen Landtages. Abgerufen am 22. Juli 2020.
  7. Kampf gegen den „Nazikiez“ bei welt.de