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Susanne Cramer mit Bill Bixby in My Favorite Martian (1965)

Susanne Cramer (* 3. Dezember 1936 in Frankfurt am Main, Hessen; † 7. Januar 1969 in Hollywood, Kalifornien) war eine deutsche Filmschauspielerin. Die auch als Susan Cramer und Suzanne Cramer bekannte Schauspielerin wurde neben ihrer beruflichen Karriere auch für ihr bewegtes Privatleben bekannt.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

BerufBearbeiten

Susanne Cramer spielte zunächst zwei kleinere Rollen in deutschen Nachkriegsfilmen, bis sie in der Verwechslungskomödie Die gestohlene Hose mit Heinz Erhardt und in der Literaturverfilmung Kleines Zelt und große Liebe mit Claus Biederstaedt Hauptrollen erhielt. In den Jahren 1957 und 1958 spielte sie allein in zehn Filmproduktionen, so beispielsweise mit Lilli Palmer und Ivan Desny in dem Melodram Wie ein Sturmwind von Regisseur Falk Harnack. Nach ihrem Umzug nach Hollywood trat sie dort vermehrt in Fernsehserien auf, unter anderem in Bonanza, Solo für O.N.C.E.L., Perry Mason und Ein Käfig voller Helden. Aber auch in Spielfilmen agierte sie in Nebenrollen an der Seite von Marlon Brando und James Stewart.

PrivatesBearbeiten

Mit 20 Jahren heiratete Cramer den 37-jährigen Schauspieler Hermann Nehlsen, der ihre Filmambitionen vorantrieb. Die Ehe scheiterte alsbald, und die Schauspielerin unterhielt eine Beziehung zu Claus Biederstaedt, die in zwei Suizidversuchen endete.

1958 heiratete sie den Schauspielkollegen Helmuth Lohner. Die Scheidung erfolgte nach fünf Monaten; allerdings heirateten sie danach ein zweites Mal. Die gemeinsame Tochter Konstanze Lohner, die heute als Pädagogin in Deutschland tätig ist, stammt aus dieser Verbindung. Auch die zweite Ehe mit Lohner endete nach kurzer Zeit mit einer Scheidung, da er eine Beziehung mit Karin Baal einging.

Schließlich heiratete Cramer den US-amerikanischen Schauspieler Kevin Hagen, bekannt als Dr. Baker aus der Familienserie Unsere kleine Farm, mit dem sie bis zu ihrem Tod zusammenlebte.

Als sie Ende 1966 ihre Schauspielkollegin und Freundin Renate Ewert in München besuchen wollte, fand sie diese – bereits schon mehrere Tage tot – in der Wohnung liegend vor. Dieses Erlebnis beschäftigte sie sehr.

Susanne Cramer starb gut zwei Jahre später im Alter von nur 32 Jahren in einer Privatklinik – offiziell wegen einer Lungenentzündung. Über ihren Tod gibt es aber zahlreiche Gerüchte, die von Suizid[1] bis hin zu einem ärztlichen Behandlungsfehler reichen. Ihr Grab befindet sich auf dem Forest Lawn Memorial Park (Hollywood Hills).[2]

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ingo Löchel: Susanne Cramer (1936–1969). In: zauberspiegel-online.de. Abgerufen am 7. Januar 2019.
  2. Klaus Nerger: Susanne Cramer. In: knerger.de. 11. Juli 2018, abgerufen am 7. Januar 2019 (Das Grab von Susanne Cramer).